Das Vorstellungsgespräch
Ein Termin zum Vorstellungsgespräch darf Sie grundsätzlich motivieren. Es gibt also etwas in Ihrem Lebenslauf, was den Personalchef angesprochen hat und in dem Sie sich von Ihren Konkurrenten positiv unterscheiden. Vielleicht haben Sie sehr gute Noten, oder excelente Zeugnisse von Ihrem ehemaligen Chef, vielleicht begeistert aber auch Ihr Lebensweg und Ihre außergewöhnliche Ausbildung. Ein Grund sich zu freuen, aber kein Grund sich auszuruhen. Lediglich die erste Hürde haben Sie hinter sich gebracht. Eine kleine Hürde, denn im Lebenslauf und Anschreiben konnten Sie kaschieren, Dellen verschweigen, auf Hochglanz polieren. Im Vorstellungsgespräch wird es schwieriger. Sie haben keine Zeit lange über Antworten und Ihre Selbstpräsentation nachzudenken. Seien Sie wach wie ein Hase, schlau wie ein Fuchs und schnell wie ein Jaguar.Â
Sie haben nur eine Chance, sich von Ihrer besten Seite zu präsentieren!
Also, zeigen Sie berufliches Ich. Nehmen Sie den Ball in die Hand, laufen auf das Tor zu und versenken den Ball, wie ein Spitzenstürmer. Die ersten Minuten werden über die Länge und den Verlauf des Gespräches entscheiden. Man wird Sie in eine Schublade stecken, aus der Sie nur noch schwer herauskommen werden. Die folgenden Fragen werden dann schon von der halbbewussten Absicht des Personalers bestimmt, sich im Lauf des Gesprächs den ersten Eindruck bestätigen zu lassen. Man wird Sie fragen, welche Intention Sie hatten, sich bei diesem Unternehmen zu bewerben, warum Sie dieses Arbeitsfeld gewählt haben und was Sie an diesen Aufgaben begeistert. Das verlangt nach einer überzeugenden Antwort. Antworten, wie “ich habe Ihre Stellenanzeige gelesen und das hörte sich alles toll an. Da dachte ich, schick doch mal ne Bewerbung hin” sind eher weniger überzeugend. Sicher sollte man sich nicht anbiedern, aber ein bisschen mehr Mühe darf man sich schon geben. Berater für Bewerbungen empfehlen die Bewerbung von einer neutralen Person noch einmal überprüfen zu lassen. Vielleicht haben Sie ja die Gelegenheit, einer leitenden Person Ihre Version vorzulegen. Allerdings sollte Ihr Ratgeber Erfahrungen mit Bewerbern haben. Ein Vorarbeiter einer Schlosserei mit 10 Mitarbeitern ist hierbei nicht gerade die erste Wahl, aber vielleicht kreativ genug, um Ihnen wertvolle Tipps zu geben. Achten Sie darauf, dass Ihre Daten verwendbar und schlüssig sind. Beschäftigen Sie sich vor dem ersten Jobinterview noch einmal mit Ihrer Werbekampagne und gehen Sie jeden Punkt Ihrer Bewerbung noch einmal durch. Jede Bewerbung ist eine Werbebotschaft. In Werbebotschaften werden alle Aktivitäten und Ereignisse von ihrer besten Seite präsentiert. Hierbei gilt die Lebensweise, dass ein Glas nie halb leer, sondern immer im schlechtesten Fall halb voll ist, oder das noch ein bisschen im Glas ist. Man stellt somit das Positive heraus und vernachlässigt negative Aspekte. Nach diesen Betrachtungsweisen lesen Sie Ihre Schreiben, damit Sie nicht in unruhige Gewässer geraten.Gewöhnen Sie sich auch an, unmittelbar vor einem Gespräch noch einmal Ihre Bewerbung zu lesen und sich Ihre damaligen Überlegungen wieder ins Gedächtnis zu holen.
Welche Gedanken hatten Sie ursprünglich bei dieser Formulierung?
Schwere Interviewfragen und wie man damit verfahren kann.Jeder kennt das Gefühl, wenn er in eine Prüfung geht oder zu einem Vorgesetzten muss. Sofern man zu den betreffenden Personen kein freundschaftliches Verhältnis hat, gehen einem dabei schon die Nerven durch. Das ist auch völlig normal, denn man weiß nicht genau, was einen erwartet und man weiß nicht, wer einen erwartet. Der Eine mag damit vielleicht etwas besser zurecht kommen als der Andere. Im Allgemeinen ist das aber eine aufreibende Situation. Fragen, die an die eigene Person gehen und mit der fachlichen Qualifikation nichts zu tun haben, sind die schwersten. Dabei geht es um einen selbst, gefällt man dem Gegenüber, optische, zwischenmenschliche Faktoren spielen dabei eine Rolle. Eine komische Bewegung, ein schlecht ausgedrückter Satz, eine unsympathische Mimik reicht aus, um vielleicht nicht so echt und natürlich zu erscheinen, wie man wirklich ist. Vielleicht lag das auch nur daran, das man sich unwohl gefühlt hat. Unter normalen Bedingungen hätte man vielleicht die Situation noch in den Griff bekommen, aber die Nerven gehen mit einem durch. Dabei sind die Fragen in der Regel sehr ähnlich. Somit kann man sich auch darauf vorbereiten und sich schlagfertige Antworten überlegen.
Eine häufige Aufforderung ist, etwas über sich selbst zu erzählen. Eigentlich möchte der Personaler damit eine lockere Atmosphäre schaffen. Einige beginnen dann etwas zu erzählen. Im Grunde genommen möchte der Personaler aber wissen, ob Sie sich für die ausgeschriebene Stelle auch eignen. Es kommt also darauf an, was und wie Sie antworten. Antworten Sie auch jeden Fall standesgemäß, jeder Beruf hat seine Berufssprache und berufliche Verhaltesweisen und Regeln. Die sollten Sie nicht nur kennen, sondern auch beherrschen. Eine entsprechende Antwort auf diese Frage können Sie sich schon zu Hause zurecht legen und weitgehend auswendig lernen.
Formulieren Sie die Antwort aus und achten Sie darauf, dass Sie keine wichtigen Eigenschaften vergessen und widersprechen Sie sich nicht in Ihren Aussagen. Eine andere Frage könnte sich nach Ihrem Traumjob erkundigen. Je länger Sie reden, desto mehr Fehler können Sie machen. Den Traumjob schlechthin gibt es nicht. Auch wenn 80% der Aufgaben der ausgeschriebenen Stelle mit Ihrem Traumjob überein stimmen, bleibt das Risiko, dass Sie genau die 20 % nennen, die nicht der Stelle entsprechen und schon sind Sie draußen. Schade!Bitten Sie doch um eine kurze Beschreibung der ausgeschriebenen Stelle. Wer fragt, der führt und kann somit weniger Fehler machen.
Darüber hinaus sollten Sie sich über Presseartikel, Internet, Fachlektüre, Geschäftsberichte usw. über das Unternehmen informieren. Mit der Stellenbeschreibung wollen Sie nicht erfahren, was Sie schon wissen, sondern prüfen, ob Sie alles richtig verstanden haben. Lassen Sie allerdings niemals den Eindruck entstehen, dass Ihnen etwas nicht gefällt, wenn Sie etwas anders verstanden haben.
Sollten Sie dennoch plötzlich kein Interesse mehr an der Stelle haben, können Sie anfangen, Kritik zu üben. Das beendet das Gespräch schnell und sichert Ihnen die gewollte Absage in der Regel.Sicher möchte man auch wissen, ob Sie über die geforderten Erfahrungen verfügen. Reden Sie beruhigend und selbstsicher. Versichern Sie, dass Sie über ausreichend Erfahrungen verfügen, um die angestrebte Position bewältigen zu können. sofern Sie in ähnlichen Positionen gearbeitet haben, beschreiben Sie einfach ein Problem, dass Sie mit Erfolg gelöst haben. Das beruhigt den Personaler und bringt Ihnen wertvolle Punkte. Diese Beschreibung kann auch über die durchschnittlichen Zeugnisnoten, nach denen man Sie Fragen könnte, hinwegbringen. Reagieren Sie auf keinen Fall mit Erklärungen. Reden Sie über Ihre guten Zeugnisnoten und bringen diese mit dem Job in Einklang. Zeigen Sie, was Sie gelernt haben.
Beliebte Fragen, wenn auch unsinnig, sind die Beschreibung der eigenen Person in drei oder fünf Jahren. Manche antworten mit “Auf Ihrem Stuhl”, prinzipiell sehr lustig und individuell, aber auch sehr riskant. Während der Eine vielleicht darauf abfährt und dies der entscheidende Spruch ist für die Stellenzusage, ist der andere äußerst beleidigt, weil er nicht verstanden hat, dass er selbst entweder eine Position nach oben gerückt ist oder so schlechte Arbeit geliefert hat, dass er nicht mehr haltbar war.
Sicherer ist da die Aufforderung nach einem herausfordernden Job, bei dem man sich selbst verwirklichen kann. Letztlich bekommt man immer die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Vielleicht fragen Sie Ihr Gegenüber, was ihm an seinem Job so gefällt. Das stellt eine persönliche Beziehung her und sicher kann er sich bei Ihrem nächsten Anruf, mit dem Sie sich wieder ins Gedächtnis bringen, an Sie erinnern.








