Studenten können aufatmen. StudiVZ und Facebook beenden Rechtsstreit
Plagiatsvorwürfe, die sich StudiVZ von Facebook in einem gerichtlichem Streit vorwerfen lassen musste, gingen nun in die entscheidende Phase. Letztendlich waren sich beide Parteien einig, dass eine gütliche Einigung anzustreben sein, da der Ausgang wohl sehr offen sei. Die Betreiber der Community StudiVZ, Holtzbrinck in Stuttgart (StudiVZ) und Facebook in Kalifornien vereinbaren ihre Forderungen gegenseitig zurückzuziehen. Grund hierzu könnte sein, dass keine der beiden Parteien einen eindeutigen Erfolg der Forderungen sicher sein kann.
Stattdessen wurde eine Vereinbarung geschlossen, dass jede Unternehmung ihre Netzwerke unverändert weiter betreiben darf. Facebook erhält zusätzlich eine eine Zahlung, dessen Höhe jedoch nicht veröffentlicht wurde. Aus gut unterrichteten Fachkreisen heisst es jedoch, dass Holtzbrinck lediglich einen symbolischen Beitrag zusteuert, um die Anwaltskosten mitzufinanzieren. Diese würden bei einem Verlgeich eventuell sowieso auf StudiVZ zukommen. Der Betrag soll sehr deutlich unter 5 Millionen Euro liegen.
Überraschend war die Haltung und Kompromissbereitschaft von Facebook nicht, da mit der ursprünglichen Forderungen von Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen Facebook mit seiner Klage gegen StudiVZ bereits Mitte Juni gescheitert war. Das Landgericht Köln hatte die Klage “trotz nicht zu übersehender Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten der beiden Internetseiten” keine unlautere Nachahmung finden können. Der Vorwurf an StudiVZ lautete den Quellcode und grundsätzliches Design kopiert zu haben.
Weltweit soll es lt Facebook rund 250 Millionen Nutzer auf der Site geben. Das Marktforschungsunternehmens Nielsen bescheinigte, dass das Netzwerk Facebook in Deutschland inzwischen 6,3 Millionen Nutzer zählt. StudiVZ weist mit SchülerVZ und MeinVZ zusammen auf 8,5 Millionen Nutzer.










