Praktikum als Chancenmultiplikator für Ausbildung und Beruf
Die IHK-Ausbildungsplatzwerber legen jedes Jahr Tausende von Kilometern zurück und schaffen hiermit mehrere Tausend Ausbildungsplätze für junge Menschen. Neu in Focus sind in Sachen Ausbildung verstärkt ausländische Unternehmer.
Nicht alle Betriebe, die Ausbildungsplätze im vergangenen Jahr zugesagt haben, haben letztlich auch Lehrlinge eingestellt, aber die Mehrheit hält sich an das Versprechen und an die Zusagen. Absagen sind dabei vielfältig. Sei es, dass nach der Neuregelung bei der Ausbildungseignungsverordnung (AEVO) für Ausbildungen ab dem
01.08.2009 ein Ausbilderlehrgang wieder zwingend vorgeschrieben ist oder durch einen Personalwechsel aktuell kein Ausbilder im Betrieb benannt ist. Ein weiterer Punkt ist die fehlende Ausbildungsreife der Bewerber. Ein weiterer Knackpunkt sind überhaupt fehlende Bewerbungen oder das künftige Azubis kurzfristig abspringen und der Betrieb letztendlich keine Lehrlinge ausbildet.
Die fehlende Reife war Anlass ein bis zu einjährige Einstiegsqualifizierungspraktika (EQ) einzuführen, die auch leistungsschwächeren Jugendlichen die Chance bieten, in der Arbeitswelt Fuß zufassen. Allein im vergangenen Jahr konnte Tobinnis-Gera 90 EQ-Plätze einwerben. Zum Erfolgsmodell Einstiegsqualifizierung passt es, dass 77% aller EQ-Praktikanten 2008 durch ihr Praktikum in Ausbildung oder Beschäftigung gekommen sind.
Schwerpunkt des Lehrstellenwerbers, der durch das Wirtschaftsministerium Baden Württemberg und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wird, wird aber die Beratung und Betreuung von ausländischen Unternehmen oder Unternehmern in Sachen Ausbildung sein. "Das ist eine wichtige Zielgruppe, in der noch enormes Potenzial für die Ausbildung in den verschiedensten Berufen schlummert", weiß Tobinnis-Gera aus Erfahrung.










