Studium: Extrawurst für den Ministerfreund?

In einer anonymen Email an den SR, die offenbar aus dem Ministerium stammt, wird dem ehemaligen Pressesprecher

In einer anonymen Email an den SR, die offenbar aus dem Ministerium stammt, wird dem ehemaligen Pressesprecher von Umweltminister Mörsdorf, Martin von Hohnhorst vorgeworfen, er studiere auf Staatskosten während seiner Arbeitszeit. Das Umweltministerium übernehme die Gebühren für den Studiengang zum “Master of Evaluation” in Höhe von 2.000 Euro pro Jahr. Aus dem Umweltministerium hört man, dass es sich dabei um eine Weiterbildung des Minsterfreundes handeln solle. Tatsächlich steht jedoch die Absicht dahinter Martin von Hohnhorst zum neues Abteilungsleiter des Umweltministerium zu küren. Dazu fehlt ihm jedoch die fachliche Qualifikation. Martin von Hohnhorste verfügt über keine Hochschulreife und somit auch nicht über ein erfolgreiches Hochschulstudium, welches allerdings für die Position gefordert wird.

Die saarländischen Grünen haben umfassende Aufklärung zu den Umständen gefordert. Geprüft werden soll, wie die Finanzierung aufgebaut ist und welche Mittel von Hohnhorst für die fehlende Arbeitszeit zukommen. Des Weiteren steht die Frage im Raum, welche Qualität ein Biturbostudium haben kann. Sollte man zu dem Ergebnis kommen, dass der Studiengang auch in vier Semester durchgeführt werden kann, darf man eine Diskussion über die generelle Verkürzung anstreben oder alternativ über die Lerninhalte neue diskutieren. Unabhängig davon, kann ein Masterstudium ohne Hochschulreife nicht durchgeführt werden.

Grünen-Generalsekretär Markus Tressel regt auch eine Diskussion an, wie die Sparpläne für Hochschulen mit dem Sponsoring für von Hohnhorst vereinbar sind. Jeder im Saarland ordentlich eingeschrieben Student muß während seines Studium Studiengebühren bezahlen und sich an die Aufnahmekriterien halten, bzw. erfüllen. Tressel fordert darüber hinaus eine Diskussion im Landtag über die entstehenden Kosten und Hinwegsetzung von Aufnahmekriterium zum Masterstudium.

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