Protest gegen Studiengebühren in Mannheim
Auch im Süd-Westen in Deutschland wird demonstriert. Am Mittwoch wird gegen die Studiengebühren und somit gegen die Gebührenpolitik der Landesregierung aktiv eingeschritten
Studierende Mannheims wollen damit gegen die Politik der Baden-Württembergischen Landesregierung mobil machen. Organisiert wird dies vom Bündnis gegen Studiengebühren (bestehend aus dem AStA Uni Mannheim, fzs, ABS, LAK BaWü und Gewerkschaften).
Ziel ist die Antiökonimisierung von Bildung und die Individualisierung von Bildungskosten. Im Rahmen des Global action day, der an diesem Tag stattfindet, werden auch in weiteren Städten Aktionen und Proteste erwartet.
"Die Studierenden in Baden-Württemberg haben es satt - sie zahlen Semester für Semester 500 Euro angeblich für eine Verbesserung der Lehre, welche in der Realität meistens nicht ankommt. Da stellen sich viele Studenten dir Frage in welche Tasche die Gelder wandern. Grundsätzlich hätte man vielleicht noch bedingtes Verständnis für Gebühren, wenn dadurch eine erhebliche Verbesserung der Bedingungen in Lehre und Forschung zu spüren wäre.
Neben dem Unmut über die Tatsache, dass durch die Gebühren ein erfolgreiches Hochschulstudium mehr und mehr von sozialem und finanziellen Hintergrund der Eltern abhängt, erscheint das Verfahren um das Gebührengesetz in Baden-Württemberg weiterhin als großes Ärgernis. "Die Landesregierung und Parlament verändern bereits nach relativ kurzer Zeit die Befreiungstatbestände und auf dem Klageweg sind immer noch Verfahren gegen das Gebührengesetz am OVG Mannheim anhängig. So transformiert sich das Recht auf Bildung zum Glücksspiel." so Castro Merino.
Die Debatte um Sinn und Auswirkungen hat sich nach der verschleppten Veröffentlichung der HIS-Studie zur Auswirkung von Studiengebühren auf Studieninteressierte wieder intensiviert. "In der Folge ist die Abschaffung der Gebühren ein logischer Schritt - dies werden wir in Mannheim deutlich machen" schließt Keller.










