Europa: Noch keine Einheit bei den Studiengebühren

Mittlerweile werden in sieben deutschen Hochschulen Studiengebühren

Mittlerweile werden in sieben deutschen Hochschulen Studiengebühren erhoben, die Unterschiede bei den Gebühren sind nicht nur ein Problem für Studenten an deutschen Hochschulen sondern auch zahlreichen Studenten europaweit. Jetzt wurde erstmals ein Vergleich aufgestellt, insgesamt wurden 29 Länder (27 EU-Mitglieder, plus Norwegen und Schweiz) vom Münchner ifo Institut verglichen und zeigen in wie weit sich die Studierenden an den Kosten der Hochschulausbildung beteiligen.

Insgesamt werden in 18 von den 29 Ländern allgemeine Studiengebühren an öffentlichen Hochschulen gezahlt. Im Gegensatz dazu werden in den vier skandinavischen Ländern, Frankreich, Polen, Irland, der Tschechischen Republik, Malta, der Slowakei, Slowenien (nur das Grundstudium) und Zypern, keine Studiengebühren an staatlichen Hochschulen erhoben. Doch oft wird die Gebührenfreiheit beschränkt auf Studenten aus EU-Mitgliedsstaaten. So zahlen Studierende, die nicht aus EU-Ländern stammen in Dänemark, Schweden, Irland, Malta, der Slowakei und Zypern allgemeine Studiengebühren. Die Höhe der Gebühren betragen von EUR 1 250 p.a. in Malta bis zu EUR 36 000 p.a. in Irland. In Finnland, Norwegen und einigen Bundesländern Deutschlands ist ein Hochschulstudium hingegen wirklich gebührenfrei.

In den achtzehn Ländern, wo allgemeine Studiengebühren erhoben werden, sind die nationalen Modelle und die Beitragshöhen unterschiedlich, zum Teil sind die Unterschiede erheblich. Doch in Ländern wie Österreich, Luxemburg, den Niederlanden und Portugal werden die Gebühren landesweit einheitlich gehalten. In manchen Ländern jedoch sind die Universitäten selbst berechtigt, die Höhe der Gebühren festzulegen, teils innerhalb vorgegebener Grenzen. Dann wiederum können die Höhe der Gebühren vom Standort der Uni bzw. vom Fach abhängig gemacht werden. Die Höhe kann variieren, von EUR 50 p.a. für einige Studienplätze in Bulgarien bis hin zu EUR 21 400 p.a. (GBP 16 000) für Graduierten-Programme in Wales und England.

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