Was kostet das Studieren?
Alle Kosten, die für das Studium anfallen auf einem Blick!
Nach dem der gewünschte Studiengang gefunden ist und die Einschreibung auch schon stattgefunden hat, ist es an der Zeit zu rechnen. Welche Kosten und Ausgaben entstehen, welche Beiträge sollen gezahlt werden?
Laut einer Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, die den Durchschnittsbetrag durch Befragung der Studenten ermittelt, sind Studenten im Schnitt in der Lage, pro Monat 767 Euro auszugeben. Jedoch ist die Bandbreite des Eingenommenen unterschiedlich, während ein Viertel der Studierenden weniger als 600 Euro im Monat hat, verfügt ein Vierteil über 890 Euro plus, im Monat.
Ob die vorhandenen Einnahmen reichen, liegt daran was, wo und wie der Student studiert. Sowohl bei den Einnahmen als auch bei den Lebensunterhaltungskosten, werden je nach Region und Studienort unterschiedliche Gefälle festgestellt. Da in kleinen Städten die Mieten niedriger sind, ist somit auch das Wohnen dort günstiger. Gleichzeitig finden sich in großen Städten eher gut bezahlte Studentenjobs.
Auch die Wahl der Hochschule wirkt sich finanziell aus. Private Hochschulen kosten in der Regel mehr als staatliche Hochschulen, denn hier werden Gebühren erhoben und es existieren keine Zuschüsse von offizieller Seite. Letztendlich fallen zum Semesterstart Studienbeiträge oder auch Studiengebühren an. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, lohnt es sich im Voraus über anfallende Kosten zu informieren.
Lebensunterhaltungskosten
Als Lebensunterhaltungskosten werden all die Kosten bezeichnet, die jeden Monat für grundlegende Bedürfnisse anfallen, also vor allem Wohnen und Essen. Auch bei besonders sparsamer Lebensweise fallen Kosten an. Für Studierenden werden oft spezielle “Sondertarife” angeboten was das Essen und Wohnen betrifft. Da bieten sich die Mensa zum Einen und das Studentenwohnheim zum Anderen an.
Folgende Beträge werden von Studierenden in Deutschland gezahlt:
250 Euro Miete plus Nebenkosten, 86 Euro für Fahrtkosten (etwa das Semesterticket), circa 37 Euro für Lernmittel, rund 50 Euro für TV, Internet und GEZ-Gebühren. Weiterhin 60Euro für Krankenversicherung (spätestens mit 25 zahlt der Student selbst), 169 Euro Verpflegung und 57 Euro für Kleidung.
Eine Summe von 700 Euro wird erreicht, um sich grundlegende Bedürfnisse leisten zu können.
Wohnen
Für Studenten ist die Miete, die größte finanzielle Belastung, doch je nach Studienort fallen unterschiedliche Mietkosten an. Die höchsten Mieten werden in Frankfurt am Main, Hamburg, München, Darmstadt und Köln, mit rund 300 Euro monatlich verlangt. In Jena, Chemnitz, Erfurt und Ilmenau hingegen sind die Mieten besonders günstig.
Für Studierende ist das Wohnen im Wohnheim, in einer Wohngemeinschaft oder im Studentenwohnheim, eine günstige Variante. Um ein Zimmer im Studentenwohnheim zu erhalten, können im Studentenwerk entsprechende Anträge gestellt werden.
Studienbeiträge
Hochschulen verlangen Studienbeiträge, um somit die Verwaltungskosten der Einschreibung und Rückmeldung decken zu können und um weitere Leistungen hiermit zu finanzieren. Darin sind dann Anteile für die Studierendenvertretung, die Tätigkeiten des Studentenwerks aber auch das Semesterticket. Die Gebühren können zwischen 50 und 150 Euro liegen. Neben den Studienbeiträgen werden ab dem Wintersemester 2005/2006 auch Studiengebühren erhoben.
Studiengebühren
Mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes wurden am 26. Januar 2005 die Studiengebühren eingeführt. Zuvor kannte man Studiengebühren nur bei Langzeitstudierenden, Gasthörern und Studierende von Aufbau- und Master-Studiengängen.
Private Hochschulen haben auch früher schon kostendeckend Studiengebühren erhoben, meist mehrere tausend Euro im Monat. Nach dem Grünsignal des Gerichts, haben sich die Landesregierungen sofort um die entsprechenden Gesetze bemüht, auch an staatlichen Hochschulen Studiengebühren einzuführen. Ab dem Wintersemester 2006/2007 werden rund 500 Euro pro Semester, neben den Studienbeiträgen erhoben, je nach Hochschule und Bundesland.
Weitere Infos zur Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks hier.








