Vorbild Hessen

semesterticket_geldschein.jpg Mehr Studierende gegen die Studiengebühren.

Schon 70 Prozent der Studierenden sind gegen Studiengebühren, dies ergab eine Langzeitstudie der Uni Hohenheim. “Sofortige Abschaffung der Studiengebühren”, diesen Satz würden diese 70 Prozent aller zahlenden Studenten sehr gerne hören.
Die Quote ist steigend, im Vergleich zu 2007 stieg die Zahl von 60 auf 63 % an.
Kann dieser Anstieg bald bewirken, dass wie in Hessen, die Studiengebühren ganz abgeschafft werden?

Für den “Gebührenkompass” wurde die Marktforschung absolviert. Befragt wurden sieben deutsche Gebührenländer an 54 Universitäten mit insgesamt 6150 Studierenden. Pro Universität mindestens 100 Studenten.
Die meisten waren derselben Meinung, dass Gebühren keine Vorteile einbringen.
Eigentlich sollte sich die Lehre wegen den Gebühren verbessern, sowie die Einrichtungen. Jedoch spüren die Studenten nicht viel davon. Vielmehr macht sich das Gefühl breit, dass es keine Verbesserungen in der Zukunft geben wird.

Befragt wurde ebenso nach der Zufriedenheit mit der minimalen Verwendung der Gebühren. Auf einer Notenskala von 1 (sehr zufrieden) bis 6 (sehr unzufrieden), entstand das Ergebnis im Durchschnitt lediglich die Note 4,55. Die Verschlechterung kann man im Vergleich zum Vorjahr erkennen. Dort existierte noch die Note 3,5.
Beste Noten bekamen noch die Universität Bayreuth (3,75), Clausthal-Zellerfeld (3,81), Uni Konstanz (3,89) sowie die Universitäten in Bamberg und Aachen (jeweils 3,93).

Unter den Ländern schneiden die Universitäten in Bayern, die im Durchschnitt auf eine Note von 4,27 kamen, sowieso die Baden-Württembergischen Universitäten (4,443) noch am besten ab. Ganz unten im Ranking befindet sich Hamburg und NRW (beide 4,76).
Gründe der Unzufriedenheit sind fehlende Transparenz und mangelhafte Information über die Gebührenverwendung. Jedoch auch, der Studie zufolge, die Angst vor dem Missbrauch der Gebühren für Kürzungen der Hochschulmittel der Länder.
Nach Angaben zufolge nahmen die Universitäten in den Gebührenländern in dem vergangenen Semester insgesamt rund 350 Millionen Euro Studiengebühren ein.
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