Prostitution für die Karriere

semesterticket_finanzierungen.jpgTagsüber über den Büchern hängen und pauken, abends Kellnern und danach feiern gehen. So kann das Leben eines Studenten aussehen.

Doch einige Studentinnen haben durch volle Vorlesungspläne, Pflichtseminare weniger Möglichkeit sich durch konventionelle Jobs das Studium zu finanzieren. So denken einige Student/Innen über über alternative Verdienstmöglichkeiten nach. Durch staatliche Förderprogramme, wie BaföG, gelingt es den Studentinnen nicht Fachlektüre, Studiengebühren, Taschengeld und Haushaltsgeld zu finanzieren. Prostitution des eigenen Körpers ist immer häufiger eine scheinbare Lösung, um aus der Zwickmühle zu entkommen

Viele Studentinne sehen sich ratlos dem steigenden Dispo entgegen. Um wieder Licht am Ende des Tunnel zu sehen, versuchen sie sich mit der Prostitution. Der regelmäßige Einstieg in die Unterwelt ist dabei sicher genauso schwer, wie der Ausstieg in die reale Welt der angehenden Akademiker. So ist es nicht verwunderlich, dass einige getrieben von der scheinbaren Glammerwelt, sich mit dem Ausstieg schwer tun. Dabei sind nicht diejenigen gemeint, die eventuell "Spaß" an der Prostitution gewonnen haben.

Moralisch gesehen ist es hingegen für viele undenkbar und abstoßend, doch die Geldnot der Studierenden scheint dies in den Schatten zustellen.
Sie verkaufen ihren Körper, und manchmal auch ihre Seele. Stellt man sich so kluge Studentinnen vor, die wenige Jahre später in Führungspositionen die Wirtschaft mitgestalten? Ihre Akzeptanz in der Gesellschaft ist beschränkt.

Ob wohl man heutzutage freizügiger mit dem Thema umgeht als vor einigen Jahren, ist Prostitution noch lange nicht gesellschaftlich anerkannt und wird Status vermutlich auch nie erreichen.

Eine Statistik über Studentinnen, die Aufgrund von Studiengebühren, weniger Möglichkeit der Unterstützung aus dem elterlichem Haushalt, Ablehnung eines Studienkredites oder Stipentiums, in das Rotlichtmilieu geraten sind, gibt es nicht. Die Dunkelziffer scheint jedoch höher zu sein als vermutet. In Franfurt am Main belaufen sich die Zahlen von 700 bis auf 2000 Studentinnen. Bestätigen lässt sich jedoch der Zuwachs der Studentinnen auf das vierfache in einschlägigen Internetportalen. In Chatportalen gibt es mittlerweile mehr Sex-Anzeigen und Angebote als zuvor, auch vermeintlich anständige Portale wie das "Studivz.de".

Letztendlich steht nicht die Frage im Raum, ob sich die studentische Klientel prostiuiert, sondern viel mehr, welche Verantwortung hat die Gesellschaft die Studenten und zukünftige Führungskräfte bei Ihrer Lehre und Forschung zu unterstützen. Sicher mag nicht jeder den hohen Preis durch den Verkauf seines Körpers zahlen und verzichtet somit auf eine wertvolle Ausbildung. Möge mancher denken, dass diese Entscheidung jeder selbst treffen mag, so stellt sich die Frage welcher wirtschaftliche Schaden durch mangende Ausbildung entsteht. Resultiert teilweise daraus der zukünftige Fachkräftemangel in den geburtenschwachen Jahrgängen? Vielleicht ein Denkanstoß über die Studiengebühren noch einmal nachzudenken, ohne diese sofort abschaffen zu wollen. Sicher ist für viele der Zeitpunkt der Fälligkeit entscheidend.

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