Milliarden investieren

Die Landesregierung will in den kommenden Jahren mindestens fünf Milliarden Euro

Die Landesregierung will in den kommenden Jahren mindestens fünf Milliarden Euro in die veralteten und baufälligen Hochschulen im Land investieren. Der Hochschulminister Andreas Pinkwart machte deutlich, dass die Universität Köln mit einem dreistelligen Millionenbetrag rechnen kann. Bis zum Jahresende sollen die entsprechenden Detailplanungen bereitgestellt werden. Das Programm „Entwicklung der Hochschullandschaft in NRW bis 2020″ sieht unter anderem, ein Sanierungskonzept für die Hochschulen vor, worüber die Landesregierung ihre Entscheidung fassen wird. Schon mehrmals wurde in diesem Zusammenhang auch die Gründung vier neuer Fachhochschulen angesprochen. Die bestehenden Fachhochschulen sollen fünf Zweigstellen erhalten. Ende des Monats wird ein Wettbewerb gestartet in dem dann, zum Jahreswechsel über deren Standorte entschieden werden soll, so ein FDP-Politiker in der Kabinettsvorlage.

An den Fachhochschulen sollen so rund 11 000 Studienplätze hinzukommen. Eine der vier neuen Einrichtungen wird mit etwa 1000 Studienplätzen, speziell an Gesundheitsberufe gerichtet sein. Mit je 2500 Studienplätzen werden sich die anderen drei Einrichtungen ihren Schwerpunkt in den so genannten „MINT- Fächern” Haben, nämlich in der Mathematik, Informatik, in den Naturwissenschaften und in der Technik. Die schwarz-gelbe Koalition zeigt hiermit ihre Reaktion auf den Fachkräftemangel der Wirtschaft, besonders Ingenieure werden gebraucht. Der Hochschulminister möchte, dass künftig die Fachhochschulen in NRW rund 40 Prozent der Studienplätze anbieten, im Moment liegt der Anteil noch bei 25 Prozent.

Im Jahr 2009 werden die neuen Fachhochschulen gegründet werden und bis zum Jahr 2013 wird mit besonders vielen Studienanfängern gerechnet, die dann in vollem Umfang arbeitsfähig sein werden. Pro Jahr, so rechnet die Landesregierung, werden die neuen Hochschulen 160 Millionen Euro kosten.

Die Voraussage des Kultusministers für das kommende Jahrzehnt besagt, dass NRW sich für insgesamt 160 000 zusätzliche Plätze für Studieninteressierte schaffen muss. Der FDP-Minister will 25 000 Studienplätze an den Fachhochschulen und weitere 135 000 an den Universitäten schaffen. Zwischen Bund und Ländern soll zu diesem Zweck ein Hochschulpakt II geschlossen werden. Berlin und Düsseldorf müssten sich dann, die von Pinkwart veranschlagten Kosten von 2,2 Milliarden Euro teilen. Für NRW werden im Hochschulpakt I bis zum Jahr 2010 etwa 26 000 zusätzliche Studienanfänger erwartet. Bei 450 Millionen Euro werden die Gesamtkosten gesehen.

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