Männerbonus von 8600 Euro
Die Männderdomäne der MINT-Fächer.
Das Studium lohnt sich besonders für technikbegeisterte Männer, so die Angaben aus einer Untersuchung des HIS, Hochschul-Informations-System, das vom Bundesforschungsministerium in Auftrag gegeben wurde. So sind von den Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2001, fünf Jahre nach ihrem Abschluss nur drei Prozent arbeitslos, das obwohl zwischen 2004 und 2006 die Lage auf dem Arbeitmarkt besonders schwer war. Bei Fachhochschul-Absolventen liegt die Arbeitslosenquote hingegen nur bei zwei Prozent.
Weniger schön sind die Ergebnisse der Studie, bei der rund 5 400 Absolventen vom HIS befragt wurden, was die Geschlechtergerechtigkeit angeht. Zwischen und Männern und Frauen besteht noch immer ein starkes Gehaltsgefälle, durchschnittlich liegt es bei 8 600 Euro. Die Frauen hatten angegeben, dass sie nach dem Examen “beinahe ausschließlich” ihre Zeit für die Betreuung der Kinder aufgebracht haben und so nicht arbeiten konnten. Rund fünf Jahre nach dem Studienabschluss hatten etwa 30 Prozent schon Kinder. Auch die mangelnde Familienfreundlichkeit der Arbeit ist schuld daran. Auch wenn Inhalte und Aufgaben als positiv bewertet wurden, ein Drittel der Fachhochschul- und ein Viertel der Universitätsabsolventen haben fünf Jahre nach dem Abschluss sich eine leitende Position ergattern können. Trotzdem waren die Befragten mit den Arbeitszeiten und dem Einkommen selten zufrieden. Im Absolventenjahrgang 1997 hingegen stagnierten beispielsweise die Einkommen, bis auf 19 Prozent stieg der Anteil der befristeten Stellen.
Die früheren Elektronik, Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieurwesen-Studenten sind von derartigen Entwicklungen ausgenommen. Insgesamt sind 97 Prozent der Fachhochschul-Absolventen dieser Fächer in regulärer Erwerbstätigkeit als Arbeitnehmer oder auch als Selbstständige tätig, auch für Universitäts-Absolventen von technikwissenschaftlichen Studiengängen haben ebenso gute Aussichten. Diese Quote liegt durchschnittlich bei 86 Prozent, bei den Sprach- und Kulturwissenschaften liegt die Quote bei 80 Prozent. Für Biologen, Architekten und Absolventen mit einem Magisterabschluss nur noch bei 60 bis 70 Prozent. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) erklärt, dass die Absolventen aus MINT-Fächern die höchste Erwerbstätigenquote aufweisen, dabei erhalten diese ein besonderes hohes Einkommen und bewerten rückblickend ihre Studienentscheidung als richtig. Die Zahl der Arbeitslosen hier ist sehr gering. Aus der Studie geht hervor, dass sich das Technikstudium zum Beispiel, sehr lohnt.
Schavan ist der Hoffnung, dass diese Fächer auch das vorherrschende Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Absolventenausgleichen. Jungen Frauen soll mit dem nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen, der Weg in technische und naturwissenschaftliche Berufe geebnet werden.
