Das Eckpunkte-Papier
DFG und Wissenschaftsrat haben Großes geplant.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat haben am 11. Juli 2008 eine erste Überlegung zur Fortführung und Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative, in einem “Eckpunkte-Papier” vorgestellt. Um Denkanstöße und Beiträge zu einer öffentlichen Debatte liefern zu können, hat die Wissenschaft einen so frühen Zeitpunkt gewählt.
In diesem dreiseitigen Eckpunkte-Papier wird unter anderem vorgestellt, wie die Wissenschaft sich die Fortführung der Exzellenzinitiative über das Jahr 2011 hinaus, im Rahmen eines wettbewerblichen und wissenschaftsgeleiteten Verfahrens, vorstellt. Dabei ist von der Beibehaltung der drei Förderlinien und die Chance eines fairen Wettbewerbs zwischen Fortsetzungs- und Neuanträgen, die Rede. Zudem wird eine Erhöhung der Gesamtmittel für die nächste Etappe, von 20 bis 30 Prozent, außerdem auch eine größere Bandbreiten der Finanzierungsmöglichkeiten, vorgeschlagen.
Nach zahlreichen Gesprächen mit Universitätsleitungen, Sprecherinnen und Sprechern der Exzellenzclustern und Graduiertenschulen, mit von der Exzelleninitiative geförderten und nicht geförderten WissenschaftlerInnen, mit Länderministerien, zudem auch VertreterInnen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und nach Diskussionen in DFG und Wissenschaftsrat, wurden diese Eckpunkte und die Überlegungen zusammengestellt.
Gefördert werden seit dem 19.10.2007 insgesamt 39 Graduiertenschulen, 37 Exzellenzcluster und neun Zukunftskonzepte. Dort zeigte sich schon, dass die Exzellenzinitiative für die Profil- und Strukturbildung der Einrichtungen sehr wichtig ist. Dabei ist die Exzellenzinitiative nicht allein ein Wettbewerb der Wissenschaft, es stellt ebenso einen Wettbewerb der Verwaltung und der Gremien der Universitäten dar. Mittlerweile wollen die Länder nicht nur eine wissenschaftsgerechte Hochschulgesetzgebung, sie bemühen sich selbst darum die Exzellenzinitiative mit zusätzlichen Maßnahmen zu unterstützen.
Auch wenn in allen Einrichtungen Erfolge gefeiert werden können, trifft man noch immer auf Probleme in der Aufbauphase. Vermehrt kommt es in der Einstellung von wissenschaftlichem Personal oder bei der Umsetzung der neuen Organisationsformen innerhalb der Universität zu Schwierigkeiten. Auf struktureller Ebene sind die Erwartungen jedoch schon übertroffen worden. Nun arbeiten die Forschungseinrichtungen gezielt daran, eine Vernetzung zu schaffen, die Verwaltungsstrukturen flexibler zu gestalten, die internationale Ebene zu erreichen und sind zudem verstärkt auf die Nachwuchsförderung, Gleichstellung und Kooperation bedacht.
Somit werden deutliche Schritte in Richtung Modernisierung gemacht, das deutsche Wissenschaftssystem befindet sich in Aufbruchsstimmung. Feststeht schon jetzt, dass eine fünfjährige Förderung bis zum Jahr 2011, wie bisher beschlossen wurde, für die geschaffenen Strukturen und ihre Etablierung nicht ausreicht.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft präsentiert das Eckpunkte-Papier und weitere Informationen im Netz unter http://www.dfg.de/.








