Aktiv gegen den Fachkräftemangel
Deutsche Wirtschaft fordert Milliarden für Hochschullehre.
Um den Mangel an Fachkräften zu beseitigen haben die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft gefordert mehr Geld in die Hochschullehre zu investieren.
Pro Jahr soll die Zahl von derzeit 12,2 Milliarden Euro auf 14,7 Milliarden Euro erhöht werden. Die Menge der Erhöhung soll durch die bundesweite Einführung von Studiengebühren von 1.000 Euro pro Jahr finanziert werden.
Ein bestimmtes Finanzierungsmodell wurde von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Bundesverband Deutscher Industrie (BDI), dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft entwickelt.
Anbei forderte der Wissenschaftsrat zur Verbesserung der Lehre 1,1 Milliarden Euro pro Jahr.
Schon mit zwei Milliarden Euro zusätzlicher Einnahmen, durch die bundesweite Einführung von Studiengebühren, können die Verbände rechnen. Dieses Geld kann die akademische Einrichtung in die Lehre einfließen lassen, in dem sie zusätzliches Personal einstellen.
Um einen Vorschlag anstatt einer Forderung geht es um das Thema “Gutscheinpool”. Hierbei sollen von Bund und Ländern gemeinsam fünf Milliarden Euro für einen Gutscheinpool zusammengelegt werden.
Aus diesem sollen die Studenten Gutscheine im Wert von 2.500 Euro pro Jahr erhalten, die sie an ihrer Hochschule einlösen.
Die Aufteilung des Gutscheinpools sieht so aus, dass die Lände 4,5 Milliarden Euro tragen und der Bund soll mit rund 500 Millionen Euro pro Jahr den Beitrag für ausländische Studenten übernehmen.
Ziel dieser Forderung und Vorschlags ist, ein Studium ohne Nebenjobs und Elternunterstützung zu erreichen.
Jedoch profitieren nicht nur Studenten von dem Modell, sondern auch Bund und Länder. Denn wenn sie ab 2009 in 20.000 neue Studienplätze pro Jahr investieren, könnte der Mangel an Fachkräften in ca. zehn Jahren beseitigt werden.
Darüber hinaus sollen, laut Andreas Pinkwart (FDP), begabte Studenten bis zu 300 Euro mtl. gefördert werden.
Dafür sollten Hochschulen für jeden Euro , die sie an Drittmitteln für die Studienförderung einwerben könnten, auch einen Euro vom Staat erhalten.
So hätte man für die Studienförderung pro Jahr noch zusätzlich rund 130 Millionen Euro von Bund und 70 Millionen von den Ländern zur Verfügung.
