12 Millionen für die Uni!
Die Universität Witten/Herdecke freut sich schon.
Denn bald wird die Universität Witten/Herdecke die Sommerferien einleiten, jedoch so schön wie gewollt wird es für die Verantwortlichen nicht, denn die Universität steht wieder mal in Not.
Das Thema “Geld” steht wieder auf vorderster Front.
Schon immer hatte die Universität Witten/Herdecke finanzielle Probleme, diese sollten aber bereits vergangenen Sommer beendet werden, da 12 Millionen Euro von der mittelständischen Beratungsgesellschaft Droege International Group AG aus Düsseldorf bereitstanden.
Den Goldregen stoppte Walter Droege jedoch plötzlich. Der Grund dafür, war das fehlende Engagement der Universität. Einen ersten Beitrag von 2,6 Millionen Euro hatte Droege schon im Vorfeld gezahlt. Daraufhin stellten sich jedoch kaum Veränderungen ein. Im Frühjahr hatte die Universität einen Businessplan vorgelegt, der einen Verlust vorzuweisen hatte. Zudem weigerte sie sich, die Mitarbeiterstärke zu reduzieren. Droege macht hierbei deutlich, dass die personelle Ausstattung dieser Hochschule in Deutschland einzigartig sei. Die Professoren würden kaum Drittmittel einwerben, auch den lukrativen Weiterbildungsmarkt ignoriere die Hochschule. Doch Droege steht er auf der Seite der Universität, da sie ein großes Potential aufweist, besonders in der Medizin.
Seit mehr als 10 Jahren arbeitet Droege mit der Hochschule zusammen, steht aber auch zu seiner Überzeugung, dass erst etwas getan werden muss, um von ihm die gewünschte Unterstützung zu erlangen. “Wenn sich weitere Sponsoren finden und die Universität sich deutlich verschlankt, bin ich weiter bereit, sie finanziell zu unterstützen”, so Droege.
Sponsoren werden nötig sein, denn schon 2005 stellte der Wissenschaftsrat in Witten/Herdecke nur “knapp ausreichende finanzielle Voraussetzungen zur Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs” fest. Daraufhin entschloss man sich eine Nachprüfung anzukündigen. Fällt diese jedoch negativ aus, steht die staatliche Anerkennung auf wackligen Beinen.
Statistiken zeigen die Quote der Einnahmequellen, dass Spenden und Sponsoring mit durchschnittlich 8,5 Millionen Euro im Jahr zwar vergleichsweise ergiebig sprudelten, die Studiengebühren aber, deckten nur einen unterdurchschnittlichen Anteil am 29-Millionen-Euro-Budget. Das Stiftungsvermögen war mit rund 30 Millionen Euro gering.
In diesem Fall zieht man den Vergleich mit der International University in Bremen. Ende 2006 standen auch sie in einer ähnlichen finanziellen Notlage. Doch sie wurden von einer 200 Millionen-Euro-Unterstützung der Jacobs-Stiftung “gerettet”. Als kleine Gegenleistung dafür, gab es eine Namensänderung von der ” International University Bremen” in die “Jacobs University”.
Der erste Schritt in Richtung Erfolg, sollte in den Erhöhung den Einkünften gemacht werden. Statt 30.000 Euro soll ein wirtschaftwissenschaftliches Studium dann 55.000 Euro kosten.








