Studenten Stundenplan

Je nach Studienfach variiert, wie viel Zeit man in die Erstellung des Stundenplans investieren muss. Einige Studiengänge verlaufen nach einem strengen Fahrplan, es gibt nur geringe Abweichungen je nach Semester. Anderen Studenten wird mehr Organisationstalent abverlangt: Viele müssen sich anhand eines vorliegenden Vorlesungsverzeichnisses und den gegebenen Terminen der Seminare ihren Stundenplan selbst schreiben.

Die erste Planung
Zuerst braucht man natürlich eine Übersicht, wie Grund- und Hauptstudium unterteilt sind:
Wie viele Wochenstunden sind angesetzt?
Wo liegen die Termine der Prüfungen?Wie viele Leistungsnachweise (Scheine) benötige ich?
Welche Leistungsnachweise kann ich in welchem Semester ableisten und wie viele?

Anhand dieser Daten sollte erst einmal eine Grundplanung für den gesamten Verlauf des Studiums erarbeitet werden. Hier nu keine Panik bekommen, niemand erwartet, dass man sein Studium schon vor Beginn zeitlich perfekt managen kann. Für einen erfolgreichen Start Einführungsveranstaltungen, meist schon in Form von Vorlesungen, in denen den Erstsemestern ein Überblick verschafft wird. Hier sollte man sich unbedingt rechtzeitig informieren, da einige dieser Veranstaltungen bereits vor dem offiziellen Semesterbeginn stattfinden. In einigen Fächern, unter anderem in sprachwissenschaftlichen Fächern, gibt es zudem vor dem eigentlichen Starttermin Einstufungsprüfungen. Auch hier sollte man lieber einmal mehr nachfragen, um diese nicht zu verpassen.

Das Grundstudium
Ein Studium wird in seinen Semestern unterteilt nach Grund- und Hauptstudium. Unabhängig von der Art des Abschlusses ist das Grundstudium im jeweiligen Fach bis auf wenige Abweichungen für alle Teilnehmer identisch. Das Grundstudium bildet die Basis für eine Spezialisierung auf bestimmte Schwerpunkte, welche dann im Hauptstudium erwartet wird. Wie im Wort enthalten werden die Studierenden in die Grundlagen ihres Faches eingeführt und so unterrichtet. Das heißt nicht, dass es im Grundstudium keine Anforderungen zu erfüllen gibt. Es gibt eine Anzahl an Semesterwochenstunden (SWS), die jeder Studierende abzuleisten hat.

Neben den Vorlesungen finden Seminare (im Grundstudium Proseminare) statt, in denen man Leistungsnachweise(LN) durch Erbringen einer Prüfung und/oder Referat erwerben kann. Da es dort meist eine begrenzte Teilnehmerzahl gibt, werden diese Seminare in zu Beginn des Semesters vergeben. Es besteht Anwesenheitspflicht. Ist man jedoch lediglich anwesend und erbringt in der Prüfung nicht die geforderte Leistung bzw. nimmt nicht teil, so erhält man lediglich einen Teilnahmenachweis (TN). Eine bestimmte Anzahl der Nachweise (Scheine) sind wiederum notwendig, um zur Abschlussprüfung des Grundstudiums (Zwischenprüfung) zugelassen zu werden.

Das Hauptstudium
Nach der erfolgreich bestandenen Zwischenprüfung startet der Student ins Hauptstudium. Anders als im Grundstudium ist hier die Art des geplanten Abschlusses entscheidend für den weiteren Verlauf, die Planung und die Belegung der weiterführenden Seminare. Hier muss man jedoch wesentlich mehr Arbeit und Zeit investieren, um die begehrten Scheine zu erwerben. Der Unterschied zu den Seminaren im Grundstudium besteht darin, dass sich der Student hier für eine Fachrichtung und Schwerpunkte entscheidet und somit die Themengebiete für die anstehende Abschlussarbeit festlegt. Einige Dinge ändern sich jedoch nicht: Die Anzahl der SWS bleibt ungefähr gleich; und wieder braucht man eine vorgeschriebene Anzahl von Scheinen, um die Zulassung für die Abschluss- bzw. Examensarbeit zu bekommen.

Welche Veranstaltungen wähle ich aus?
Leider gibt es nicht immer nur Seminare, die schon von der Bezeichnung her interessant klingen. Im Verlauf des Studiums wird man Seminare besuchen müssen, die nicht genau die Interessen treffen. Es geht allerdings nicht darum, die ungeliebten Seminare so schnell wie möglich zu absolvieren. An vielen Universitäten gibt es eine genaue Anzahl an Seminarplätzen, so dass es oft nur möglich ist, pro Semester ein Seminar zu besuchen. Auch wenn das wenig klingt, mehrere Seminare in einem Semester abzuschließen kann einen schnell überfordern. Denn was nützt einem der Besuch eines Seminars, wenn man am Ende die Prüfung nicht besteht und das Referat vergeigt? Die Regelstudienzeit wird meist anhand des Mindestpensums vorgeschrieben, so dass ein Seminar pro Semester völlig ausreicht. Die Seminare sind wiederkehrend, dass heißt, dass fast in jedem Semester das gleiche Angebot zur Auswahl steht. Somit gibt es keine Probleme mit Überschneidungen – und sollte man wirklich ein Seminar nicht erfolgreich abschließen, so besteht schon im nächsten Semester die Möglichkeit der Wiederholung. Nach der Pflicht kommt die Kür – nicht alle Veranstaltungen sind gleichzeitig auch Pflichtveranstaltungen. Viele Vorlesungen ermöglichen dem Studenten, Wissen über das geforderte Hinaus zu erlangen oder Themeninhalte aufzufrischen.

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