Bankenkrise ist hausgemacht
Erstmals in der Finanzgeschichte lässt sich die Wurzel einer Krise ohne Wenn und Aber freilegen. Doch die eigentliche Ursache der Verwerfungen am Finanzmarkt wird nicht benannt: Provision als Motor des Finanzgeschäfts.
In den USA überschlugen sich die Kreditberater der Banken darin, jedermann nicht nur einen unbesicherten Kredit für die Immobilie sondern noch Geld darüber hinaus zu verkaufen. Es ist faszinierend, wie viele dieser Verkaufspraktiken heute plötzlich als skandalös empfunden werden, die noch vor wenigen Wochen als "normal" betrachtet wurden.
Sie wurden von allen Marktteilnehmern deshalb als "normal" empfunden, da man mit diesen Kreditverkäufen Provision verdienen konnte. Und in der Bündelung dieser Risiken in Risikopakete und deren stetiger Veräußerung lag die nächste Provisionsquelle.
Die Marktschreier, die heute in den USA für die gleichen Banken die nun zum Verkauf stehenden Immobilien billig unters Volk bringen, erhalten für diese Resteverwertung noch einmal Provision.
Desgleichen gilt hier in Deutschland unter anderem für all die Zertifikate, die unbedarften Kunden über den Tisch gereicht wurden. Provision war und ist die Wurzel aller Übel im Finanzsystem. Und sie wird sich nicht ausrotten lassen. Sonst wäre bereits seit den achtziger Jahren ein Verbot der unsäglichen Strukturvertriebe veranlasst worden. Damals häufte sich Fehlberatung auf Fehlberatung. Namhafte Politiker stehen noch heute an der Seite derartiger Vertriebsgesellschaften.
Mit einem Provisionsverbot für den Verkauf aller Produkte, die der Altersvorsorge dienen, wäre jedoch in Deutschland ein maßgeblicher Schritt getan. Damit ist eine anlegergerechte Beratung sicher zu stellen. Tausende von Anlageprodukten, die außer der Provision für den Berater und die Bank keine Existenzberechtigung haben, kämen vom Markt.
Wie sich die Finanzwelt sehr gut auch ohne Provision gestalten lässt, dokumentiert die Arbeit der deutschen Honorarberater und Honorar-Banker. In den vergangenen Monaten bekannten sich immer mehr Banker zu dieser zukunftsweisenden Form der Kundenbetreuung.
Ansprechpartner:
Herr Klaus Barde
BHM GmbH
Telefon: +49 (551) 633-9201
Fax: +49 (551) 633-9202
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