Die Selbstanalyse

Selbstanalyse

Wer wünscht sich nicht einen Job, der zu einem passt, der Spaß macht und bei der man mit Leidenschaft bleibt? Entscheidend sind die persönlichen Ziele, Wünsche, Fähigkeiten und Neigungen.

Die berühmten ”W-Fragen” aus der Schulzeit kommen an dieser Stelle zum Einsatz.
Wer bin ich?
Welche Fähigkeiten habe ich?
Was sind meine Ziele?
Welche Ziele kann ich mit meinen Fähigkeiten erreichen?

Eine strukturierte Vorgehensweise erleichtert hierbei Vieles. Mit dem sogenannten “Adenauer Kreuz”gelingt dies am einfachsten. Es basiert auf der Vorgehensweise Konrad Adenauers. Für die zahlreichen Entscheidungen, die zu treffen waren, behalf er sich eines einfachen Tricks. Auf einem weißen Blatt skizzierte er ein T-Kreuz. Die beiden Seiten wurden mit Pro und Contras gefüllt. Nach einer ausgiebigen Bedenkzeit wurden die positiven und die negativen Gründe addiert. Die größere Zahl steht für die Entscheidung. Im übertragenden Sinn bedeutet das, eine Liste anzufertigen, in der die Fragen beantwortet werden. Dabei sollte man sich Zeit lassen, da es sich hierbei um eine mittelfristige Entscheidung handelt. Manchen fällt es schwer, eine Art Checkliste anzufertigen. Die Hobbys, die Sprachen, die man gerne spricht, die Fähigkeiten und Kenntnisse am Computer, die Berufsfelder, in denen man gerne ist oder war. Das sind alles Anhaltspunkte, die in der Selbstanalyse bedacht werden müssen.
Die eigenen Stärken sollten mit dem Stellenangebot weitgehend übereinstimmen. Der Personaler wird die Stärken des Bewerbers mit dem Jobprofil vergleichen und danach eine Entscheidung treffen. Nur wer die eigenen Stärken und Schwächen kennt, wird Erfolge feiern! Also eine lohnenswerte Investition in Ihre Zukunft. Man kann dabei auch Freunde, Familie und Bekannte mit einbeziehen. Manchmal kennt das Umfeld die Stärken und Schwächen besser als man selbst.

Was will ich?
Natürlich hat man Wünsche und Träume, doch was sind die konkreten Ziele? zu wissen, was man für die berufliche Zukunft will, ist nicht einfach. Viele Studenten studieren zwei Studienfächer oder man machen zwei Ausbildungen gleichzeitig, um sich einfach absichern zu können. Meist führt diese Methode aber nicht zu dem gewünschten Erfolg.
So wird das Sicherheitsdenken zum absoluten Fiasko. Die Einen mögen sich jetzt hier wiederfinden, die Anderen denken, dass es sich dabei nur um Einzelfälle handelt. Weit gefehlt, ein Großteil der S”uchenden” in Deutschland verfährt nach dem erwähnten Muster. Viele Menschen nehmen sich in ihrem Leben einfach zuviel vor. Der Grund ist in vielen Fällen, die Angst vor dem Versagen, arbeitslos zu werden. Die meisten Menschen kennen Ihre Stärken und Schwächen nicht.

Es gibt viele Methoden, seine Stärken und Schwächen herauszufinden. Einige dieser Methoden werden wir hier anführen. Im Internet finden sich Tools, die zur Selbsteinschätzung dienen. Man nennt diese Tools Job-Checks, Self Assessments oder interaktive Tests. Alle Tests haben den Vorteil, dass man Sie in aller Ruhe zu Hause am PC durchführen kann. Man sollte jedoch ein bisschen Zeit für diese Tests haben. Bei jedem Test ist das Ergebnis von der Eingabe abhängig. Eine möglichst ehrliche und genaue Eingabe der Daten, bringt demjenigen mehr. Diese Tests geben einen Überblick über die Fähigkeiten und Interessen sowie berufliche Chancen.
Bei den Verlagen für Pädagogik und Psychologie stehen geeignete Werke über Selbsteinschätzungstests bereit. Diese Tipps sollten nicht nur Berufsanfänger beherzigen, sondern auch Bewerber, die schon lange im Berufsleben stehen und nicht so glücklich in ihrem Job sind. Neben der Tatsache, dass Menschen im neuen Job mehr Spaß haben werden, können sich Menschen, die ihre Ziele kennen, auch besser in einem Vorstellungsgespräch präsentieren. Einige Unternehmen, die sehr vertriebslastig sind, unterstützen ihre Mitarbeiter in der Anfertigung eines Struktogramms. Ein Struktogramm gibt Aufschluss darüber, ob jemand sachlich, emotional oder direkt zielorientiert handelt. Dieses Struktogramm kann man auch außerhalb eines Unternehmens anfertigen lassen. Interessant sind die Tests übrigens auch in Hinblick auf die Gehaltsverhandlung: “Je mehr soziale Kompetenzen ein Bewerber neben seinen fachlichen Kompetenzen vorweisen kann, um so stärker ist seine Position natürlich auch während der Gehaltsverhandlung”, betont Tim Böger, Geschäftsführer der Hamburger Vergütungsberatung Personal Markt. Meist fällt dann auch das Gehalt höher aus.

Welche Fähigkeiten haben Sie?
Auf dem Adenauer Kreuz sind nun also Stärken und Schwächen aufgelistet, auch die Ziele werden niedergeschrieben. auf einem neuen weißen Blatt werden alle Eigenschaften und Anforderungen aufgeschrieben, die zur Besetzung der neuen Stelle vorausgesetzt werden. Nachdem fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten aufgeschrieben sind, werden die persönlichen Fähigkeiten (Soft Skills) genannt. Schließelich werden die eigenen Stärken und Schwächen den Anforderungen gegenübergestellt. Es müssen nicht unbedingt hundert Prozent der Anforderungen erfüllt werden, es sollte jedoch die Mehrzahl der Anforderungen sein.

Fazit:
Onlinetests helfen bei der Selbsteinschätzung und können Personen bei der Berufswahl und beim Jobwechsel unterstützen. Ob jemand jedoch ein erfolgreicher Arzt oder Unternehmer wird, können sie nicht vorhersagen.
Und noch etwas: Wer mehrere Tests absolviert, fährt generell besser. Wer sich nicht nur auf einen Test verlässt, kann Tendenzen besser erkennen und möglicherweise fehlerhafte Einschätzungen minimieren. Wichtig ist aber auch, dass die Anwender beim Ausfüllen der Fragebögen ehrlich sind. Denn nur so können sie auch eine kompetente Einschätzung bekommen. 
Der Bewerber sollte sich Schritt für Schritt vorstellen, wie die Karriere aussehen soll. Welche Stufen der Werdegang haben soll, welche Aufgaben übernommen werden sollen und wie Probleme gelöst werden. Schreibt man nun die
 Vorstellungen auf, hat man soeben seine Ziele formuliert.

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