Schalke 04 verliert die Königsklasse

Schalke 04 erreicht nicht die Champions League und verpasst somit zweistellige Millioneneinnahmen. Durch ein 0:4 (0:1)-Debakel bei Atletico Madrid entgeht den Königsblauen der Einzug in die „Königsklasse”, sie nehmen nun am UEFA-Cup teil und sind gezwungen sich mit 15 Millionen Euro weniger zufrieden zu stellen.


Der Bundesliga-Dritte verspielte mit dem neuen Trainer Fred Rutten die erste Niederlage, beim neunmaligen spanischen Meister seinen 1:0-Vorsprung des Hinspiels. Sobald die Gruppen der Champions League ausgelost werden, sind die Schalker lediglich Zuschauer, nach ihren Teilnahmen 2001, 2005 und 2007. Nun kennen sie aber auch ihren ersten Gegner in der ersten Runde des UEFA-Cups am 18. September.

Im Estadio Vicente Calderon, gefüllt mit 55 000 Zuschauern, vernichteten Olympiasieger Sergio Agüero (19.), der Uruguayer Diego Forlan (51.), der eingewechselte Luis Garcia (82.) und der Argentinier Maxi Rodriguez durch einen Foulelfmeter (87.) die Hoffnungen der Königsblauen. Hinzu kam die Rote Karte für Christian Pander bei seinem mit Strafstoß geahndeten Foul an Simao in der 86.

Agüero übernahm unter den Augen seines bald Schwiegervaters Diego Maradona die Führung. Erst rettete der Kapitän Schalkes Marcelo Bordon nach einem Forlan-Schuss, doch schon kam der argentinische Jungstar hervor und traf nach einer Flanke von Luis Perea zum 1:0. Bis zu diesem Moment hatten die Schalker das Spiel noch im Griff.

Forlan setzte direkt nach der Pause für die Entscheidung. Nach einem Ballverlust der Schalker im Mittelfeld ließ der Uruguayer sämtliche Spieler der Schalker Hintermannschaft schlecht aussehen, er erzielte das 2:0. Auch seinen dritten Treffer konnten die Königsblauen nicht abwenden.

Überrascht hatte Jermaine Jones, der beim Bundesliga-Start gegen Hannover 96 (3:0) einen Syndesmoseriss erlitt. Schon bei der Anfangsformation stand der Nationalspieler wieder auf dem Feld. Trainer Rutten vermisste jedoch den Rekordeinkauf Jeffersin Farfan auf dem Feld, dem man eine rasche Rückkehr zugetraut hatte. Der Peruaner litt an einer Schultereckgelenksprengung, flog mit nach Madrid und schaute von der Tribüne aus zu.

Zuschauen musste auch Olympiateilnehmer Rafinha, der mit seiner Chinareise für Ärger sorgte. Erst beim Stand von 0:2 in der 65. Minute kam der Brasiliener ins Spiel. Die Königsblauen zeigten in ihrem 105. Europaopokal-Spiel ein eher schwaches Spiel.

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