Paul Potts und sein göttlicher Traum

Auch wenn er heute vor tausenden von Menschen auftritt, wollte Tenor und ehemalige Handyverkäufer Paul Potts eigentlich vor einem anderen Publikum singen.

Als Kinde wollte Nachwuchstenor Paul Potts immer Pfarrer werden, der Musik wegen natürlich. Dem „Zeit”-Magazin erklärt der ehemalige Handy-Verkäufer, dass er als Kinde immer dachte, als Pfarrer könnte er jeden Tag in der Kirche stehen und singen. Über zehn Jahre lang sang er im Kirchenchor. Bekannt wurde Potts durch seinen Sieg in der britischen Castingshow „Britain’s Got Talenz”.

An der Universität Plymouth studierte der 37-Jährige Philosophie, wurde nach seinem Examen jedoch arbeitslos. Ihm schien es unmöglich anfang der neunziger Jahre einen Beruf zufinden, der seinem Abschluss entsprach. So arbeitete er tagsüber in einem Teilzeitjob in einem Warenhaus und nachts arbeitete er in einem Supermarkt. Oft schlief er dabei vor Müdigkeit auch im Stehen ein. Nachdem er diesen Zusatnd nicht mehr aushalten konnte, wechselte er in einen Laden für Mobiltelefone. Dort war er nicht schlecht und immer unter den besten Zehn der Gegend, berichtet Potts.

Der Sänger verlor durch seinen Job jedoch nie die Lust an der Philosophie und am Singen. Damit fordert er sich immer wieder selbst heraus und erklärt, dass man seinen Geist stets in Bewegung halten muss. Er erklärt, dass er noch immer Verkäufer ist, nur jetzt verkauft er eben Paul Potts.

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