MVV lehnt SemesterTicket ab
Dem Semesterticket erteilt der MVV eine Absage, denn die vorgestellten Modelle seien teuer und unattraktiv. Eigenartig, dass hier die Beliebtheit des MVV unter Studierenden im Hintergrund steht.
Die von den Studentenverbänden und Jusos geforderte Einführung eines SemesterTickets wurde vom MVV abgelehnt. Entweder seien die Forderungen nicht bezahlbar oder aber sie seien schlicht unattraktiv, daher hat das Marktforschungsinstitut nur ein geringes Interesse an diesem Angebot gezeigt. Selbst wenn das Semesterticket nach MVV-Angaben ausgerichtet wäre, und auch die Verkehrsunternehmen MVG und Deutsche Bahn dies befürworten würden, wäre das ganze Projekt „nicht realisierbar“.
Ein weiterer Grund für die Absage ist, paradoxerweise die Beliebtheit des MVV bei Studierenden. Die Konzeption eines SemesterTickets sieht vor, dass ermittelt werden worin die Fahrgeldeinnahmen der Studenten liegen, um so anschließend diese Summe auf alle Uni-Besucher umzulegen. Für den Einzelnen wird das Ticket, wegen dem zwangsweise erhobenen Beitrag (ähnlich der Semestergebühr), günstiger. In München beträgt die Zahl der Studierenden, die den öffentlichen Nahverkehr nutzen zwischen 60 und 70 Prozent. Demnach steigt die Gesamtsumme derartig hoch, dass auch Rad- und Autofahrer, sogar auch Fußgänger, rund 190 Euro im Semester zahlen.








