Der finanzielle Aufschwung geht an Bürgern vorbei
Laut einer Studie ist der wirtschaftliche Aufschwung der letzten drei Jahre, selbst in seiner Spätphase an den Haushalten Deutschlands vorbeigegangen.
Die Untersuchung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergab, machen vor allem Unternehmen und Vermögende Profit durch den Aufstieg. Die realen Nettolöhne jedoch sind im Schnitt dazu um 3,5 Prozent gesunken. Diese Untersuchung reucht bis Ende Mai und enthält also nicht die hohen Lohnabschlüsse der vergangenen Monate.
Die Böckler-Stiftung macht zudem deutlich, dass solche Reallohnverluste neu sind. Im Aufschwung von 1998 bis 2001, der elf Qaurtale anhielt, stiegen noch die realen Nettolöhne um vier Prozent pro Kopf. Nun aber hat sich das reale Einkommen einer vierköpfigen Famile mit einem Verdiener beispielsweise, um insgesamt 3,5 Prozent in den dreizehn Aufschwung-Quartalen verringert. Der eines Ein-Personenhaushaltes um 2,6 Prozent.
Reduziert haben sich ebenso die Renten und andere staatliche Transfers in privaten Haushalten, diese hätten um sieben Prozent abgenommen. Im vergangenen Aufschwung jedoch waren sie um vier Prozent gestiegen. Die Verantwortlichen der Studie erklärten aber, dass die Gewinne der Unternehmen, anders als die Löhne „geradezu explodiert” sind. In diesem Aufschwung seien die die Bruttogewinne um 25 Prozent gestiegen, nachdem es im letzten Zyklus nur fünf Prozent waren. Ebenso sind die Einkommen von Privatpersonen gestiegen, die von Gewinnen und von Vermögen leben.








