Barack Obama macht Kampfansage gegen John McCain

Den Wahlparteitag der Demokraten schließt Barack Obama mit einer Kampfansage an die Partei um George W. Bush und John McCain ab und nimmt das Mandat seiner Partei zur Präsidentschaftskandidatur an. Der US-Demokrat fordert einen grundlegenden politischen Wandel im Hinblick auf die Regierungszeit Bushs.

Vor rund 75 000 begeisterten Anhängern nahm Barack Obama zum Abschluss des Parteitags der US-Demokraten die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatur. In „tiefer Dankbarkeit und großer Bescheidenheit” nahm er die Nominierung in Denver an.

Anschließend rief der 47-Jährige zu einem grundlegenden politischen Wechsel auf. Obama erklärte, dass die Träume der Amerikaner erfüllt werden könnten, sofern man sich dem Wandel anschließt. Zudem demonstrierte er für die wirtschaftlichen Probleme der US-Bürger.

Unter tausendem Jubel hatte Obama die Bühne betreten, mehrfach rief er „Danke” und wiederholte den Slogan seiner Kampagne, „Yes, we can”. Er erklärte, dass es ein entscheidender Moment sei, das Land befindet sich im Krieg, die Wirtschaft ist in Aufruhr und das amerikanische Versprechen ist bedroht. Obama kritisierte außerdem die Außenpolitik Bushs und das seines Rivalen John McCain.

Am Mittwoch war Obama als erster schwarzer Präsidentschaftskandidat in die Geschichte der USA eingegangen. Dazu erklärte er, dass obwohl er nicht der wahrscheinlichste Kandidat für dieses Amt ist, stünde er dennoch dort, „weil sich überall in Amerika etwas bewegt”.

Weiterhin zeigte er sich solidarisch mit den hohen Benzinpreisen und der Immobilienkrise der wirtschaftlich geplagter Bürger. Dass das Auto fahren zu teuer würde und die Kreditkartenrechnungen kaum zu bezahlen seien, führte er auf die misslungene Politik in Wahsington zurück. Seinem Rivalen McCain warf er vor, sich nicht um die Sorgen der Bürger zu kümmern.

Er wies die Vorwürfe der Republikaner zurück, dass er nämlich als Oberbefehlshaber der Truppen versagen würde. Obama machte deutlich, dass er nicht zögern werde sein Land zu verteidigen.

Am 4. November findet die Präsidentschaftswahl statt. Laut Umfragen führt Obama mit 48 Prozent der Stimmen vor John McCain mit 42 Prozent.


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