Barack Obama heute in Berlin
Heute Abend in Berlin wird der US- Präsidentschaftsbewerber Barack Obama vor mehr als 100.000 Zuhörern an der Berliner Siegessäule erwartet.
Heute Abend in Berlin wird der US- Präsidentschaftsbewerber Barack Obama vor mehr als 100.000 Zuhörern an der Berliner Siegessäule erwartet. Vorerst jedoch trifft Obama am Vormittag Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nach eigenen Worten aber hat Merkel keine Erwartungen in die neue Außenpolitik in Washington.
Hinzu wird noch der Senator aus Illinois (46) von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), sowie der regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD) erwartet. Für eine historische Rede soll laut Experten, Obama sorgen. Diese Rede soll der Neubeginn in dem deutsch-amerikanischen Verhältnis sein.
Der Generalsekretär Hubertus Heil (SPD) erwartet vom Präsidentschaftskandidaten Signale für eine neue Entspannungpolitik: „Es ist eine Riesenchance für einen Neuanfang im transatlantischen Verhältnis. Wer auch immer Präsident nach Bush wird, kann in der internationalen Politik stärker auf eine Politik des Ausgleichs und der Kooperation als der Konfrontation und Ausgrenzung setzen… Die gro0en globalen Themen wie Klimawandel, die Lösung von Krisen und die Bekämpfung des Hungers können nur gemeinsam gelöst werden. Wir wünschen uns eine neue Entspannungspolitik:“
Jedoch gibt es auch Warnungen von Experten. Sie warnen vor überzogenen Erwartungen an den Kandidaten.
Der Koordinator für die deutsch-amerikanischen Beziehungen Karsten Voigt (SPD) wurde von der „Rheinischen Post“ nach seiner Meinung gefragt: „ Falls Obama Präsident werden sollte, wird er mit einem Lächeln, aber mit Nachdruck mehr Soldaten für Afghanistan einfordern… Dies könnte aber schwierig werden. Ich sehe keine Mehrheit im Deutschen Bundestag für ein dauerhaftes Engagement im Süden Afghanistans.“
Deutschland sollte den Besuch Obamas nutzen, um konkrete Vorstellungen einer echten transatlantischen Partnerschaft zu präsentieren.
In den Umfragen in den USA liegt Obama mit 47%, also sechs Punkte, vor McCain. Dennoch hielten 55% Barack Obama für den risikoreicheren Bewerber für das Amt des Präsidenten.
Laut einer Umfrage von 1003 registrierten Wählern, haben die Wähler wenig Vertrauen in beide Kandidaten, die US-Konjunkturkrise in den Griff zu bekommen.
28% waren nur für Obama, aber zumindest 11% mehr als für McCain. Die allgemeine Präsidentschaftswahl findet in den USA am 4.11.2008 statt.
