Mensa
Eine Mensa ist eine Caféteria, eine Kantine oder der Essensschlachtbereich einer Hochschule.
Dieser Ausdruck “Mensa” stammt ursprünglich aus dem lateinischen und bedeutet “Tisch” oder “Tafel”. Obwohl dieser Begriff meist in den Hochschulen oder Unis verwendet wird, wird er mittlerweile auch Schulen verwendet.
Wenn man an eine Mensa denkt, denkt man automatisch ans Essen, besonders fettiges, kalorienreiches Essen, an Getümmel vor dem “Buffet” und der Kasse, an lautes Lachen und Gerede, ggf. an Jamie Oliver (www.jamieoliver.com) und an unfreundliche, dicke Köchinnen. Diese Klischees sind meistens der erste Gedanke, den manch einer mit Mensa verbindet, oft ein falsches Bild das durch das Fernsehen (besonders in amerikanische Serien) geprägt wird.
Mensen und Caféterien sind in erster Linie für die Verpflegung von Studierenden und Mitarbeitern da. Sie sind gut ausgestattet und ein warmes Mittagessen und teilweise auch das Abendessen werden hier zubereitet.
In der Regel ist das Essen der Mensen von staatlicher Seite subventioniert, damit hierdurch auch die Teilnahme am Hochschulstudium gefördert wird. Fast alle Mensen stehen gegen einen Zuschlag als „Subventionsausgleich“ auch Gästen offen. Mit bis zu 12 000 ausgegebenen Essen pro Tag werden Hochschul-Mensen zu den größten Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung gezählt. Die öffentlich-rechtlichen Studentenwerke betreiben die Mensen in Deutschland, hierbei ist die soziale Unterstützung der Studierenden gebündelt. Hierzulande gibt es schon 58 selbstständige Studentenwerke, die den Betrieb von rund 700 gastronomischen Einrichtungen regeln. Im November 1925 wurde nach eigenen Angaben die „Alte Mensa“ in Dreseden eröffnet, sie ist somit die älteste Mensa in Deutschland.
Auch in Italien und Frankreich wurden vergleichbare Einrichtungen aufgebaut. Die Mensen Österreichs werden von einer nationalen Betriebsgesellschaft unterhalten. Die Mensen vieler anderer Länder werden entweder von der Hochschule selbst oder aber durch gewinnorientierten Caterern betrieben.
Die Menüs der Mensen bestehen aus Vorspeise, Hauptspeise und Dessert. Oft wird ein kostengünstiges Stammessen oder auch ein oder mehrere Wahlessen angeboten. Die Mensen in Deutschland haben sich mittlerweile an moderne Produktionsmethoden herangearbeitet und können somit eine größere Auswahl bieten. Während früher das Menü an seine Beilagen gebündelt war, kann heute eine freie Zusammenstellung gewählt werden. Auch vegetarische Menüs und eine Salatbar, verschiedene Desserts und Getränke stehen zur Auswahl. Große Mensen bieten zudem einen „Themenpark“ an, die an verschieden Stationen unterschiedliche und besondere Gerichte anbieten, beispielsweise asiatische oder mexikanische Speisen.
Während früher Mensa und Caféterien streng von einander getrennt waren, verschmelzen diese heute, besonders an kleineren Hochschul-Standorten. Dort werden dann warme und kalte Essen sowie Getränke in der selben Verkaufszone angeboten und werden im gemeinsamen Gästebereich konsumiert. Um die Zusammenarbeit zu verdeutlichen, bedient man sich verschiedener Neologismen wie „Mensaria“ oder „Menseria“.
Einen weiterer wichtiger Aspekt der Mensa ist, dass sie ein Ort ist, der den Studierenden eine Entspannung nach dem Unterricht ermöglicht und zudem auch Gelegenheit bietet mit den Kommilitonen in Kontakt zu treten.








