Das Fernstudium

Die meisten Studieninteressierten entscheiden sich für ein Vollzeitstudium. Eine Alternative, wie ein Teilzeitstudium oder ein Fernstudium stellte keine wirkliche Alternative dar.

Im Angesicht von immer mehr überfüllten Hörsälen, einen Zwangsläufigen Umzug in eine neue Stadt, die Aufgabe des derzeitigen gut bezahltem Jobs und vielen anderen Gründen, entscheiden sich immer mehr Studenten für ein Fernstudium.

Worin besteht der Unterschied zwischen ein Fernstudium zu einem Vollzeitstudium?

Die Erklärung steckt eigentlich schon im Namen. Man studiert nicht am Campus der Universität, der Hochschule, sondern von zu Hause aus. Eine ideale Form für Studenten, die sich grundsätzlich als Einzelkämpfer wohler fühlen, als in einer Gruppe. Man nennt es auch organisiertes Lernen, dass über eine zeitliche und räumliche Distanz stattfindet.

Ein Fernstudiengang ist in Grund- und Hauptstudium, so wie in einzelne Semester aufgeteilt. Die Freizeit wird zu einem nicht unwesentlichem Teil in Studienzeit gewandelt. Dies erfordert natürlich ein hohes Maß an Eigen-verantwortung. Inzwischen gibt es Fernstudienfachbereich in sämtliche Studiengänge. Derzeitig gibt es ca. 150 Institute, die über 1.200 Fachbereiche anbieten und mit einem akademischen Grad enden.

Umgesetzt wird das Fernstudium dabei immer öfter mit neuen medialen Kommunikationswege. Dazu gehören Fernstudienbriefen, Präsenzphasen und telematischer Möglichkeiten (Computerkonferenz, Internet usw. ). Somit ist auch Berufstätigen, Erziehenden und Behinderten ein Studium möglich. Häufig war ihnen in der Vergangenheit der Weg eines Studium verwehrt. Mit einem Fernstudium sind sie räumlich unabhängig und können in ihrem gewohntem Umfeld ohne Barrieren dem Lernen widmen.

Die persönliche, berufliche oder familiäre Gegebenheiten bei der Studien- und Berufsplanung können berücksichtigt werden, im Gegensatz zu herkömmlichen Studienformen. Präsenzveranstaltungen sind jedoch in vielen Fächern vorgesehen. Die sind allerdings lange im Voraus planbar und stellen keine unüberwindbare Hürde dar.

Probleme mit dem Arbeitgeber

Es gibt Unternehmen in Deutschland, die die Eigeninitiative ihrer Mitarbeiter unterstützen und übernehmen die Studiengebühren. Dies kann vollständig sein oder durch Zuschüsse subventioniert sein. Einige große und finanzstarkte Unternehmen genehmigen sogar bezahlten Urlaub für die Präsenz- und/oder Prüfungszeiten. Sofern die Fortbildung zum Wohle des Unternehmens ist, profitiert auch der Arbeitgeber vom zusätzlichen Fachwissen des Fernstudierenden.

Dank des Internets gewinnen auch E-Learning-Projekte immer mehr an Bedeutung. Einige Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter mit der Übernahme der Reisekosten zu Präsenzveranstaltungen. E-Learning-Maßnahmen wechseln sich mit Präsenzseminaren in er Regel ab, um den persönlichen Kontakt zwischen den Seminarteilnehmern zu halten und zu fördern.

Vor- und Nachteile des Fernstudiums

Ein Fernstudium verlangt ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Eigenverantwortung. Man sollte sich darüber bewußt sein, bevor man sich für den Weg des Fernstudiums entscheidet.

Vorteile

- Flexibilität
- modernes Lernen durch mediale Lernformen
- regelmäßige Unterstützung und Bertreuung durch Lernpersonal
- Lehrangebote an verschiedenen Universitäten, auch international

Nachteile

- kein persönliches Verhältnis zu Dozenten und Kommilionen
- keine spontane Konversationen, Diskussionen
- keine Bibliothek
- Familie wird vernachlässigt
- Studiengebühren bei privaten Fernuniversitäten

Es will gut geplant und geprüft sein, bevor man sich final für ein Studium entscheidet. Sofern nicht alle Parteien Unterstützung leisten oder zumindestens diese akzeptieren.

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