Debatte um Studiengebühren geht in die nächste Runde

Schler

Eigentlich wollten die Teilnehmer des Bildungsgipfels zum Thema Studiengebühren nur wenig Worte verlieren. Nachdem die bisher zurückgehaltene Studie des Hochschulinformationssystems (HI) am gestrigen Nachmittag veröffentlicht wurde, sind seitdem immer mehr unausweichliche Fragen aufgekommen, die morgen auf jeden Fall aufgegriffen werden müssen. Das Thema wird auf dem Bildungsgipfel in Dresden aufgefriffen.
Zwischen 6000 und 18 000 Absolventen des Abiturjahrgangs haben im Jahr 2006 aufgrund der überhöhten der Gebühren kein Studium aufgenommen. 415 000 junge Menschen hätten in dem Jahr studieren können. Weiterhin waren von den Studienanfängern im Wintersemester 2007/2008 nur drei Prozent bereit wegen der Gebühren einen Studienortwechsel vorzunehmen und zwei Prozent einen Abbruch planten. Von den mehr als 360 000 Studienbeginnenden gaben damit etwa 7000 ihre Hochschullaufbahn wieder auf. Fakt ist aber auch, dass ein Studium immer weniger jungen Menschen attraktiv erscheint. Im Vergleich zum Jahr 2003 gab es 2007 wegen der starken Abiturientenjahrgänge zwar 17 Prozent mehr junge Menschen mit Hochschulreife, gleichzeitig aber fünf Prozent weniger Studienanfänger. Allein 70 000 Schüler schaffen pro Jahr keinen Schulabschluss und tragen somit dem Rückgang der Schülerzahlen bei.
Die veröffentlichten Zahlen der HIS-Studie passen vor allem der SPD in die Argumentationslinie: Die Studiengebühren müssen weg!
“Besonders junge Frauen und Jugendliche aus bildungsfernen Familien werden vom Studium abgeschreckt”, sagte die ehemalige Bildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD). “Studiengebühren müssen deshalb abgeschafft werden, damit ein gesellschaftsübergreifender Bildungsweg eingeschlagen werden kann. Auch die SPD-Opposition in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sieht ebenfalls vor eine Abschaffung der Gebühren zu veranlassen. Die Union dagegen will länderübergreifend an ihnen festhalten.
Die Erwartungen an den Gipfel werden gering gehalten, weil zu wenig Zeit besteht, um grundsätzliche Kompetenzprobleme zu lösen und mehr als Absichtserklärungen zu formulieren. Vor allem die unionsgeführten Länder Baden-Württemberg und Bayern wollen sich vom Bund nicht hineinregieren lassen und bestehen auf ihr Bildungssystem.
Grundsätzlich sieht der Bund vor die Bildungsausgaben zu erhöhen. Direkte Invertitionen in den Schulen ist aber nicht möglich, da die letzte Föderalismusreform die Bildungspolitik ganz in die Hände der Länger übergeben hat. “Die Föderalismusreform war in dieser Hinsicht ein schwerwiegender Fehler”, sagt Bildungspolitikerin Bulmahn. “Die aktuelle Herausforderung lautet: eine schnelle, quantitative und qualitative Verbesserung unseres gesamten Bildungssystems vom Kindergarten bis zur Hochschule. Das wird für die Länder kaum allein zu schaffen sein”, so Bulmahn.

Studieren leicht gemacht

Barets

Studiengebühren halten doch deutlich mehr junge Menschen davon ab zu studieren, als bisher angenommen. Dies zeigt eine bisher unveröffentlichte Untersuchung, die im Auftrag von Bildungsministerin Annette Schavan durchgeführt wurde. Vor allem Frauen und junge Menschen aus bildungsfernen Elternhäusern oder sozialkritischen Schichten nehmen kein Studium auf. Die Studie wurde in ihrem Ministerium unter Verschluss gehalten, was bei der Vorsitzenden des Bundes-Bildungsausschusses Ulla Burchardt (SPD) für Protest sorgte. Diese sei der Meinung, dass solch entscheidende Ergebnisse unter keinen Umständen dem Bildungsgipfel von Bund und Ländern verheimlicht werden dürften. Unverzüglich veranlasste sie die Veröffentlichung der Dokumente und wies diesen höchste Priorität zu auf dem Bildungsgipfel am Mittwoch in Dresden.

Den Untersuchungen zufolge haben allein vom Abiturientenjahrgang 2006 bis zu 18 000 junge Menschen aufgrund der neuen Gebühren kein Studium aufgenommen. Im selbigen Jahr hatten erst die zwei Bundesländer Niedersachsen und NRW Gebühren verlangt. Danach erfolgte ihre Einführung in fünf weiteren unionsgeführten Ländern.

Frau Schavan versucht nun durch neue Bildungssysteme diesem Rückgang entgegenzuwirken. “Nach den Vorstellungen der CDU sollten bis 2015 drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und sieben Prozent in Bildung fließen. Jetzt sind wir bei 6,2 Prozent. Im nächsten Schritt werden Instrumente und Strategien entwickelt, die eine entsprechende Steigerung der Finanzmittel ermöglichen.”, so die Bildungsministerin in einem Interview.

Die Bundesregierung will Berufstätigen ohne Abitur zukünftig ermöglichen ein Studium zu absolvieren. “Wer eine Ausbildung und Berufserfahrung hat, soll ein Studium aufnehmen können”, erläuterte die Ministerin.

Die Hochschulen sollen sich künftig stark für Berufstätige ohne Abitur öffnen: “Entscheidend wird nicht mehr sein, welches Zertifikat jemand hat, sondern über welche Kompetenzen er verfügt”, betonte die Bildungsministerin. Die Verantwortung sieht sie bei den Unis: “Die Universitäten sollen die Studierwilligen beraten, bei Zusatzqualifikationen helfen und auch die Studienplätze vergeben.”

Inwieweit das beschriebene Modell föderlich für die Studenten ist, ist fraglich. Fehlt es 38 Prozent der Studierenden an festen Lern- und Arbeitsgruppen. Die werden sich in überfüllten Unis wohl kaum leichter zusammenfinden. Auch die Lernmittel scheinen dann noch begrenzter. Es muss eine breitere Masse abgedeckt werden. Dazu fehlt den Univresitäten und den Lehrenden die Kompetenz und der materieller Verfügungsrahmen.

Wo das Geld zur Unterstützung herkommen soll sei bereits beschlossen. Darin sieht Frau Schavan auch den entscheidenden Schritt zum Fortgang des Vorhabens: “Die Koalition hat allein bis 2012 sechs Milliarden Euro an Mehrausgaben schon fest beschlossen. In einigen Ländern gibt es auch Beschlüsse für Mehrausgaben. Der Konsens wächst, dass Bildungsinvestitionen zu verantwortungsbewusster Zukunftsvorsorge gehören. Wer jetzt nicht deutlich in Bildung investieren will, verspielt die Zukunft.”

1.000 neue Studienplätze

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Die fachhochschule Köln, die Stadt leverkusen und die IHK Köln haben ein gemeinsames Ziel vor Augen. In Zusammenwirkung soll beim NRW-Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie ein Antrag gestellt werden in Leverkusen einen neuen Campus zu errichten, der als Dependance der FH Köln fungiert.

Das Ziel ist es mit rund 1000 neuen Studienplätzen Studierenden aus den Bereichen Technische Chemie, Pharmazeutische Chemie und Physikalische Technik eine neue Perspektive und Studienmöglichkeit zu schaffen. Zudem sind studienbegleitende Förderprogramme, wie zum beispiel Studienfonds, angedacht.

Ein Campusort steht auch schon fest. Der Komplex soll auf den Gelände der “neue bahn stadt opladen” errichtet werden, dem Areal des ehemaligen Ausbesserungswerks der Bahn. Zum Campus Leverkusen soll auch das “labor- und Technikzentrum” der Currenta GmbH gehören.

Großzügig sich für dieses große Projekt eingesetzt haben sich: Leverkusens Oberbürgermeister Ernst Küchler, FH-Präsident Prof. Dr. Joachim Metzner, IHK-hauptgeschäftführer Dr. herbert Ferger, Vera Rottes, Geschäftsführerin der neue bahn stadt opladen, Gregor Berghausen, Geschäftsführer der IHK Köln für aus- und Weiterleitung.

Sie sehen das Vorhaben als Möglichkeit der dauerhaften Entwicklung der regionalen Wirtschaft beitragen zu können. Es muss daher ein ausreichendes Angebot an natur- und ingenieurwissenschaftlich qualifizierten Fach- und Führungskräften vorhanden sein.

Auch die Wirtschaft zeigte deutliches Interesse am Aufbau des Campus Leverkusen. Viele andere Unternehmen sind bereit technische Einrichtungen und Labore, sowie Lehrbeauftragte zur Verfügung zu stellen.

Sichere Arbeitsplätze beim TÜV Thüringen

tüv thüringenUnter dem Motto: “Neue Angebote weltweit” lädt der TÜV Thüringen am 08. und 09. September Auditoren aus verschiedenen Ländern auf den Altenstein bei Bad Liebenstein. In der Auslandskonferenz werden Fragen zu neuen Dienstleistungen beraten.

Die Auslandskonferenz ist ein Meilenstein in der Unternehmensentwicklung des TÜV Thüringens. Immerhin werden fast 30 Prozent des Umsatzes der Unternehmensgruppe im Ausland erwirtschaftet. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Auslandsgeschäfts und die Etablierung auf den Auslandsmärkten sind primäre Unternehmensziele, das sichert vor allem auch die über 500 Arbeitsplätze in Deutschland.

Globalisierung als Chance verstehen, ist ein Motto der Konferenz. Der TÜV Thüringen gestaltet diesen Prozess seit Jahren für sich aktiv und zum Vorteil für alle Beteiligten. Besonders gefragt sind im Ausland die Zertifikate des TÜV Thüringen für Managementsysteme nach international gültigen Standards.

Gemeinschaftsunternehmen oder Unternehmenspartner in zahlreichen Ländern sorgen für das Dienstleistungsangebot vor Ort. Mit Teilnehmern aus 12 Ländern werden künftige Angebote diskutiert und die Schwerpunkte für die kommenden Jahre erörtert. Der TÜV Thüringen und seine internationalen Partner bereiten sich so auf den stärker werdenden Wettbewerb im Zertifizierungsmarkt vor.

Ansprechpartner:

Herr Jan Schnellhardt
TÜV Thüringen e. V.
Telefon: +49 (361) 4283-270
Fax: +49 (361) 4283-257
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Solarium Kette ” Sunpoint ” experimentierfreudig

sunpointFranchise-Kette Sunpoint testet in Brandenburg einen neuen Standort, der insbesondere die mobile Kundschaft anspricht und ihr ausreichende Parkmöglichkeiten bietet. So eröffnete der Marktführer unlängst auf einem knapp 1.300 Quadratmeter großen eigenen Areal ein so genanntes Stand-Alone-Studio mit derzeit zwölf Sonnenbänken. Standort: eine nach Berlin führende Hauptverkehrsstraße, die täglich von 15.000 Pendlern befahren wird.

Hinter der neuen Strategie stecken nicht nur Experimentierfreunde, sondern vor allem auch Zahlen und Fakten: Gut zwölf Millionen Deutsche legen sich gern auf eine Sonnenbank in einem Solarium – mehr als die Hälfte davon plant einen solchen Besuch regelmäßig. Traditionell befinden sich Sonnenstudios entlang der hoch frequentierten Straßen in den jeweiligen Stadtteilen der großen Citys wie in den besten Lauflagen in kleinen und mittleren Städten. Ein Lidl-Supermarkt in unmittelbarer Nähe beispielsweise erwies sich als zusätzlicher Kundenmagnet und erhöht die Standortqualität aus Verbrauchersicht .

Das neue Studio läuft seit Oktober 2007 gut an und liegt mit 5.000 Kunden pro Monat deutlich über dem Branchenschnitt. Mit zwei Vollzeitkräften und zehn Aushilfen ist bei einem optimierten Personaleinsatzplan jederzeit eine dem Besuch-Rhythmus der Kunden angepasste Beratung und Betreuung gegeben. Betreiber des innovativen Konzeptes ist eine Partner-Gesellschaft, in der sich die lokale Franchise-Nehmerin Karla Metscher und der Franchise-Geber eingebracht haben. Ein Beispiel für Fairness im Franchising – denn die Risiken des Projektes lasten somit auf zwei Schultern. „Die bislang realisierten Umsätze belegen, dass sich kurzfristig ein Vorsteuerergebnis (EBITDA) von 30 Prozent erzielen lässt“, rechnet Geschäftsführer Klaffke vor.

Ansprechpartner:

Frau Claudia Bleier
PR
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semesterticket_fuller.jpgKeinem anderen Land ist es bislang gelungen so viele Nobelpreisträger hervorzubringen, wie die USA. Kein Land der Welt ist bei akademischem Nachwuchs dermaßen beliebt wie die USA. Für das akademische Jahr 2006/2007 stellte Washington knapp 600 000 Visa aus. Indien, China und Südkorea erhielten jedes vierte Visum. Wie das britische Bildungsnetzwerk QS (Quacquarelli Symonds) jährlich ermittelt, so wurden die hundert besten Universitäten weltweit wieder vin Harvard angeführt. Die Hochschulen Amerikas erreicht sechs der Top-Ten-Positionen. Auf der QS-Liste von 2007 fiel Heidelberg auf Platz 60, die Ludwig-Maximilians-Universität in München errechte Platz 65, auf Platz 66 die TU München.

In Deutschland wird Weltklassenforschung betrieben, erklärt der deutsche Atomphysiker Wolfgang Ketterle (50) ungeachtet der niedrigen Ränge. Im Jahr 1990 war er nach der Ausbildung in Heidelberg, München und Garching ging er als Postdoc nach Amerika. Noch heute forscht er am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge bei Boston. Ketterle holte für eine Entdeckung mit zwei Kollegen den Nobelpreis 2001 nach Deutschland. Er erklärt, dass Amerika mit einigen wenigen Eliteschulen glänzen kann. „Im Durchschnitt sind deutsche Universitäten aber besser”, macht er dabei deutlich.

Günter Blobel, Biochemiker und Nobelpreisträger von 1999, ist der Meinung, der Erfolg amerikanischer Universitäten liegt in den flexibleren Verwaltungsstrukturen. Er lobt den richtigen Weg Deutschlands, denn auch hier bemüht man sich, den Universitäten mehr Entscheidungsfreiheit zu geben. 1967 hatte er in den Vereinigten Staaten promoviert. Dort blieb er wurde amerikanischer Staatsbürger und forscht weiter, inzwischen 72 Jahre alt, an der Rockefeller Universität in New York. Dort wird ihm die Gelegenheit geboten, solange zu arbeiten wie er will und nicht wie Vorschriften es ihm diktieren, erklärt er.

Laut Angaben des Institute of International Education (Washington) wurden im Studienjahr 2006/2007 knapp 14,5 Milliarden Dollar also 9,8 Milliarden Euro in die Wirtschaft gegeben. Der Präsident des Institutes Allan E.Goodman berichtet der „New York Times”, dass Internationale Ausbildung den fünftgrößten Service Export, noch vor medizinischen Diensten, darstellt.

Amerikanische Hochschulen beauftragen Werbestrategen, von diesen erhalten die Markennamen und sorgen für Nachfrage. Positiv wirkt sich dabei die Weltsprache Englisch an und das sehr vielseitige Angebot an Studienfächern. Schafft ein Studieninteressierter die Aufnahme in einer dieser Universitäten wird er reich belohnt. Das „Wall Street Journal” schrieb, dass Absolventen Anfangsgehälter erhalten, die ein Drittel über den Gehältern von Absolventen weniger namhafter Hochschulen liegen.

Für manch einen zahlt sich das Studium in Amerika mit politischer Macht oder diplomatischem Einfluss aus. Die früheren UN-Generalsekretäre Kofi Annan (Ghana) und Boutros Boutros-Ghali (Agypten) wurden in Amerika geschult. Ebenso der derzeitige EU-Außenpolitiker und ehemalige Nato-Generalsekretär Javier Solana (Spanien) und auch vergangene Staats- und Regierungschefs wie Vicente Fox (Mexiko), Süleyman Demirel (Türkei) und Ehud Barak, Israels Vertreidigungsminister.

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