Sport und Studium

semesterticket_fusball.jpgWas haben Fußballtorwart Hans-Jörg Butt, Schwimmer Helge Meeuw, Biathletin Kati Wilhelm und Fechterin Britta Heidemann gemeinsam? Sie treiben Sport und gleichzeitig studieren sie in verschiedenen Bereichen. Sport allein reicht auf Dauer nicht, dessen sind sich die meisten Sportler bewusst. So absolvieren sie zusätzlich ein Studium, als zweites Standbein in der Zukunft. Die Zeit ist jedoch knapp. Circa sechs Stunden am Tag trainieren und nebenbei noch pauken? Das stellt sich für einen Leistungssportler als besonders anstrengend Hürde dar. Universitäten und Hochschulen haben die bestehende Marktlücke entdeckt und wollen jetzt reagieren. Die Aufgabe der Hochschulen besteht dann beispielsweise im Management des Zeitplans der Sportler und Studierenden. Sie helfen bei der Studienwahl, knüpfen Kontakte zu Unternehmen oder Hochschulen und vermitteln in Konflikten mit Lehrern, Professoren oder Vorgesetzen. Sie kalkulieren ebenso den zeitknappen Stundenplan und legen die Stunden so gut wie möglich fest, damit der Sport sowie das Studium nicht zu kurz kommen. Prüfungen können auch umgeplant werden, natürlich auch Praktika und Anwesenheitszeiten. Auch wenn die Sportler hierdurch eine spezielle Förderung erhalten, werden sie bei den Noten nicht bevorzugt oder gesondert behandelt. Derzeit gibt es ca. 160 "Partnerhochschulen des Spitzensports". Diese Studiengänge sind auch für andere Studenten zugänglich, für Leistungssportler wird das Studium jedoch flexibler gestaltet. Ganz gleich wie sehr die Hochschulen in die Zukunft investieren, ohne das Interesse und Mitbegeisterung des Einzelnen bringt jede Unterstützung nichts.
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