Nachwuchsjuristen gesucht
Wer sind eigentlich Juristen? Über sie gibt es zahlreiche Vorurteile, demnach sind die humorlos, Bedenkenträger und stecken alles und jeden in Schubladen. Dabei werden Juristen selbst oft in solche gesteckt. Wenn es darum geht nach dem Studium und Referendariat Jobs zu verteilen, gibt es für die Personalchefs eine kleine Schublade.
Große Kanzleien, der Staat und Unternehmen sind jedoch bemüht und balgen um Juristen. Obwohl es genügend Absolventen gibt, wird sehr viel umworben und charmiert. Rund zehn Tausend Volljuristen werden pro Jahr in den Arbeitsmarkt geführt.
Im Examen haben circa zehn Prozent eine Prädikatsnote erhalten. Knapp die Hälfte schafft das Ganze auch im zweiten Examen. Das sind dann also 500 hochqualifizierte Absolventen, um die sich die Arbeitgeber bemühen.
Sind sie Arbeitgeber bei ihrer Auswahl nicht zu streng, denn gesucht werden nur Juristen mit einem Prädikat, ein überdurchschnittlich guter Abschluss reicht nicht. Die Arbeitgeber begründen das damit, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, einen guten Mitarbeiter unter denen mit gutem Examen zu finden. Das lässt sich anhand der Erfahrung auch belegen, denn bei der Qualität müssen so selten Kompromisse gemacht werden.
Der Marktführer Freshfields zum Beispiel, benötigt 129 Junganwälte im Jahr und das kostet. Ein Einstiegsgehalt von bis zu 105 000 Euro im Jahr ist äußerst attraktiv, denn viele Akademiker erreichen dieses Summe nicht mal bis zur Rente. Unternehmen decken so ihren Bedarf und die Bewerberüberhang liegt oft bei 500.
Der Staat bietet jungen Richtern ein Monatsbruttoeinkommen von 3100 Euro. Auch wenn es nicht sonderlich viel ist im Vergleich, ist ein solcher Posten dauerhaft zu haben und bietet vor allem Eines, nämlich Freizeit.








