Exzellenz für Studentenwerke

Studierende wünschen sich auch in den Bereichen der Wohnungssuche, Auslandssemester, Karriereberatung, Studienfinanzierung,

Studierende wünschen sich auch in den Bereichen der Wohnungssuche, Auslandssemester, Karriereberatung, Studienfinanzierung, Gesundheit, Kultur usw., Betreuung und Unterstützung. Mit den US-amerikanischen Universitäten als Vorbild, will man so die Persönlichkeit des Studierenden fördern. Nicht allein die Wissensvermittlung ist für die Ausbildung der Akademiker wichtig, auch die Persönlichkeitsbildung wird immer wichtiger. So schlussfolgerte die transnationale Tagung „Putting Students at the Center” in Luxemburg, vom 21. bis 22. Mai.
Die Verantwortlichen der Studentenwerke, Studierendendienststellen, Universitätsleitungen und die Experten der ganzen Welt waren in der Konferenz präsent. Unter anderem nahmen Vertreter aus den USA, Japan, Skandinavien. Katar und aus den europäischen Ländern teil. Unter anderem wurden folgende Themen besprochen: Wohnheimmanagement, Betreuung behinderter Studenten und Career Service. Zahlreiche Gastredner waren vor Ort, so auch Hochschulminister und Leiter der „academic Cooperation Association” Francois Biltgen aus Brüssel, und Achim Meyer auf der Heyde aus Berlin, Präsident des „European Council for Student Affairs” (ECStA).

Achim Meyer auf der Heyde macht deutlich, dass sich die Hochschulen Europas an den Modellen der USA und dem asiatischen Raum halten müssen, um wettbewerbsfähig zu sein. Zudem darf die studentische Betreuung nicht vergessen werden. Die Tagung wurde von der Universität Luxemburg und der „Miami University Luxembourg” organisiert und bietet die Möglichkeit, die „best practises” der USA kennen zulernen. Auch die USA hat von Europa lernen können. Die amerikanischen Gäste waren beeindruckt, wie die Universität Luxemburg mit der Mehrsprachigkeit und dem „multikulti” Campus umgeht. Die Leiterin des „Service des Études et de la Vie Étudiante” der Universität Luxemburg, Anne Christophe erklärte, dass die Konferenz dazu anregt, sich gemeinsam um die Bedürfnisse der Studierenden zu kümmern und diese zu verbessern.

Für Studierende sind die USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich derzeit, die meist gewählten Gastländer. Zwischen den Studentenwerken in den USA und Europa gibt es einen entscheidenden Unterschied. Während hierzulande Abiturienten bereits als selbstständige Erwachsene betrachtet werden, sind in den USA die Erstsemester durchschnittlich zwei Jahre jünger als in Europa. Aus diesem Grund legen deren Eltern besonders großen Wert auf die Betreuung an der Hochschule. So haben die US-Universitäten nicht allein einen Bildungsauftrag, sondern auch einen Erziehungsauftrag.

In der Tagung spielen zudem die Schwierigkeiten ausländischer Studierenden eine entscheidende Rolle. Oft haben ausländische Studierende Probleme bei der Finanzierung ihres Studiums, bei der Suche nach einer Unterkunft oder einem Studentenjob gibt es ebenso Probleme. Der elterliche Erfolgsdruck und Heimweh plagen besonders asiatische Studierende. Außerdem wurde in den USA über die sehr hohen „tuiton fees” geklagt. Zudem werden ausländischen Studierenden zahlreiche administrative Einschränkungen entgegen gesetzt, wenn sie neben dem Beruf arbeiten wollen, diese sollten in Europa und den USA abgeschafft werden.

Während die Studierenden in Europa oft für ein Jahr oder gar länger die Heimat verlassen, sind die Auslandsaufenthalte der US-Studenten eher kurz. Doch eine Gemeinsamkeit lässt sich beobachten, Studierende wollen häufiger lieber bei den Eltern wohnen bleiben, während die Eltern die Unabhängigkeit der Kinder wünschen.

Mit folgenden Attributen wird die heutige Studierendengeneration beschrieben: Selbstbewusst, anspruchsvoll, teamfähig und technologiegläubig. In diesem Zusammenhang werden die „soft skills” angesprochen, die nicht nur in Seminaren, sondern auch in der Betreuung und dem Studentenleben erlernt werden. Die Persönlichkeit des Studierenden wird von der ganzen Universität ausgebildet.

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