Deutsche Forscher zurück
Im internationalen Vergleich sind die Gehälter deutscher Professoren nicht konkurrenzfähig.
Im internationalen Vergleich sind die Gehälter deutscher Professoren nicht konkurrenzfähig. Besonders bei der neuen W-Besoldung gilt dies besonders. Deutsche, im Ausland lehrende Forscher soll die Rückkehr an deutsche Universität, durch die Alexander von Humboldt-Professur, attraktiv gemacht werden. Dafür hat das Bildungsministerium für Bildung und Forschung ein Preisgeld von jeweils bis zu fünf Millionen Euro bereit gestellt.
Innerhalb von fünf Jahren kann dieses Geld für die Finanzierung der wissenschaftlichen Arbeiten der Preisträger und ihrer Arbeitsgruppen verwendet werden. Bis zu 180 00 Euro im Jahr kann das Gehalt eines Humboldt-Professors hoch werden, etwa 50 000 Euro mehr als die höchste Gehaltsstufe eines deutschen Professors. Die Universitäten können an die Stiftung Anträge für einen herausragenden Forscher stellen, diese Nominierung können außeruniversitäre Einrichtungen zusammen mit einer deutschen Hochschule erreichen. Dabei können die Hochschulen selbst entscheiden, ob sie auch Rücklagen bereitlegen für die Finanzierung nach den fünf Jahren, ob sie etwa Altersruhebezüge unterstützen oder auch den Ehepartner des Forschers finanzieren.
Die Humboldt-Stiftung ist bemüht, das Harnack-Prinzip wieder zu den Universitäten zurückzuführen. Weil gute Hochschullehrer auch gute Forscher sind, ist eine Reduktion des Lehrdeputats für Humboldt-Professoren auf lediglich fünf bzw. sechs Stunden in Ordnung, so der Präsident der Humboldt-Stiftung, Chemiker Helmut Schwarz. Man hofft derweil, dass auch von kleineren Universitäten Anträge für gute Wissenschaftler kommen und nicht nur von den Einrichtungen, die bereits bei der Exzellenz-Initiative erfolgreich waren.
Schwarz gehört selbst zu den international führenden Forschern der Molekularchemie. Für ihn ist es wichtig, fass neu zu berufene Professoren besser werden sollten als der „Mittelwert” der Fakultät. Gleichzeitig sind zahlreiche Universitäten um ihren Sozialfrieden besorgt, der durch einen sehr guten Wissenschaftler eventuell zerstört werden könnte.
Bis zum zweiten Juni müssen die Nominierungen der ersten Auswahlrunde eingereicht sein. Auch aus dem Ausland treffen Wissenschaftler die Auswahl.








