Keine Studiengebühren, mehr Personal und entrümpelte

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Thüringen hat
auf seiner heutigen Landesdelegiertenversammlung (LDV) in Erfurt
über Auswege aus der Bologna-Misere diskutiert.

Der größte hochschulpolitische Verband in den jungen Ländern stellte insbesondere die Verbesserung der Betreuungsrelationen an den
Thüringer Hochschulen als zentrale Forderung heraus.

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Virus A/H1N1 - Erneuter Todesfall

influenzaDem Fachbereich Gesundheit für die Region Hannover wurden am vergangenen Donnerstag zwei weitere Todesfälle infolge einer Infektion mit dem Virus A/H1N1 gemeldet. In einem hannoveraner Krankenhaus verstarben am Mittwoch, 2. Dezember, ein 45-jähriger Mann aus dem Landkreis Hildesheim und ein 39-jähriger Mann aus Hannover an Neuer Influenza.

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10. Internationalen Workshops CompPhys09

Das ist eines der Themen des 10. Internationalen Workshops
CompPhys09 zu neuen Entwicklungen in der Computerphysik, der jährlich vom Naturwissenschaftlich-Theoretischen
Zentrum (NTZ) und der Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig veranstaltet wird. Erwartet werden Experten aus über zehn Nationen, u.a. aus Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Spanien, den USA, Polen, der Ukraine und Ungarn.

Computersimulationen von physikalischen Systemen fernab vom Gleichgewicht sind einer der Themenschwerpunkte des diesjährigen NTZWorkshops CompPhys09, zu dem bereits zum zehnten Mal Physiker aus aller Welt nach Leipzig kommen.
Derartige Systeme sind weit verbreitet und spielen sowohl in der Quantenwelt als auch bei biologischen Vorgängen eine wichtige Rolle. Viele Transportprozesse (Ladung, Wärme, Materie, Autos, Schüttgüter,) fallen in diese Klasse. Für einen Übersichtsvortrag zu diesem Thema, der Modellierungsansätze und Simulationsverfahren auf modernen Höchstleistungsrechnern näher beleuchtet, konnte Professor Nobuyasu Ito von der University of Tokyo, Japan, gewonnen werden.
Computersimulationen von Makromolekülen
Computersimulationen von Makromolekülen wie Polymere und Proteine sind nicht nur die Grundlage für Plastikmaterialien, für viele Farben und Verfahren in der Nahrungsmittelindustrie, sondern spielen auch bei nahezu allen Vorgängen des Lebens eine sehr wichtige Rolle.

Diese Systeme sind in der Regel derart komplex, dass oft vergröberte Beschreibungen benutzt werden, die auf grossen
Längen- und Zeitskalen zuverlässige Ergebnisse liefern, deren Modellparameter aber aus mikroskopischen Überlegungen abgeleitet werden müssen. Das Schlagen dieser Brücke über viele Zehnerpotenzen in Raum und Zeit ist Gegenstand der auf dem Workshop diskutiererten sogenannten Mehrskalenanalysen die auch in der numerischen Mathematik sehr viele Anwendungen haben.

Vielfalt von Computersimulationen

Ein weiterer Teil des Workshops beschäftigt sich mit ungeordneten Systemen. Hier werden z.B. die Beweglichkeit von Polymeren in porösen Materialien oder die Eigenschaften von Spingläsern untersucht. In einigen Vorträgen wird dabei auch der Frage nachgegangen, inwiefern neue Einsichten in diese Probleme wichtige Auswirkungen auf scheinbar weit entfernte Gebiete wie die kombinatorische Optimierung oder die Graphentheorie haben können. Weitere Beiträge zu Netzwerkstrukturen, dem Verhalten von Finanzmärkten und Infektionsausbreitungen unterstreichen diese Vielfalt.
Interdisziplinärer Ansatz.

Viele dieser auf den ersten Blick weit auseinanderliegenden Gebiete haben erstaunlich ähnliche Grundlagen, wodurch algorithmische Verbesserungen der Simulationsmethoden in einem Gebiet oft auf andere übertragen werden können.
Deshalb kann ein interdisziplinär ausgerichteter Workshop für fruchtbare gegenseitige Anregungen sorgen. Diese thematische Breite gibt dem Workshop eine Klammerfunktion zwischen Physik, Chemie und Biologie und damit gleich drei profilbildenden Forschungsbereichen der Leipziger
Universität:

- Von Molekülen und Nanoobjekten zu multifunktionalen
Materialien und Prozessen (PbF1),
- Mathematik und ihre Anwendungen in den
Naturwissenschaften (PbF2) und
- Molekulare und zelluläre Kommunikation: Biotechnologie,
Bioinformatik und Biomedizin in Therapie und Diagnostik (PbF3), sowie der durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder finanzierten Graduiertenschule
- - Building with Molecules and Nano-objects (BuildMoNa).

Besonders große Überlappungen gibt es außerdem mit der sächsischen DFG-Forschergruppe FOR877 "From Local Constraints to Macroscopic Transport" und dem internationalen Promotionskolleg "Statistical Physics of Complex Systems", das seit gut zwei Jahren durch die Deutsch-Französische Hochschule gefördert wird und eine Klasse der Research Academy Leipzig (RAL) ist. Ausdruck dafür ist auch die Anwesenheit zahlreicher Doktoranden und Mitarbeiter von der Partneruniversität Nancy, Frankreich.

Janke freut sich vor allem darüber, dass sich zum Jubiläumsworkshop nicht nur Wissenschaftler aus Europa angemeldet haben, sondern auch Kollegen aus Brasilien, USA und Japan teilnehmen. Wie in den letzten Jahren sind auch wieder osteuropäische Forschergruppen vertreten, mit denen ein regelmässiger wissenschaftlicher Austausch stattfindet.
Insbesondere mit der Jagellonian Universität Krakow, Polen, habe man über eine Institutspartnerschaft der Alexander von Humboldt Stiftung und der Zusammenarbeit in einem Krakower Promotionskolleg inzwischen eine sehr enge und fruchtbare Zusammenarbeit aufbauen können.

Neuer Internetstandard (IPv6) für Protokolle

Potsdam/Berlin. Nun kommt auch in Deutschland der Umstieg auf das Internet der neuen Generation in Schwung: Der Vorsitzende des deutschen IPv6-Rats, Prof. Christoph Meinel, hat die Ankündigung des Internetanbieters Strato AG (Berlin) vom Donnerstag begrüßt, ab sofort den neuen Standard IPv6 in großem Rahmen einzusetzen. "Die übrigen Internetserviceprovider werden dieses Signal unseres Ratsmitglieds sicher bald zum Anlass nehmen, ebenfalls die neuen, effizienteren Datenverkehrsregeln anzuwenden", zeigte sich der Professor für Internet-Technologien und -Systeme überzeugt. Der Wissenschaftler leitet das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut als Direktor.

Das Kürzel IPv6 steht für das vor rund zehn Jahren entwickelte Internetprotokoll der Version 6. Der Standard ist technisch ausgereift und kommt vor allem bereits in den USA und in Asien umfassend zum Einsatz. IPv6 stellt 340 Sextillionen (2128) IP-Adressen für Netzanschlüsse und damit ein praktisch unausschöpfliches Potenzial bereit. "Der derzeit noch verwendete Standard begrenzt diese Zahl auf 236 und damit rund vier Milliarden Adressen. Diese werden aber spätestens 2011 alle vergeben sein", erläuterte Internetprofessor Meinel.

IPv6 ist nach seinen Worten zum Beispiel wesentliche Voraussetzung für intelligente Lösungen bei der Heimvernetzung, Gebäudesteuerung und in der Telemedizin, aber auch im so genannten Internet der Dinge. Hier gehe es etwa um die Kommunikation zwischen und mit Autos und die Nutzung von Netzwerken aus Mess-Sensoren, die mit der RFID-Technik arbeiten. Zudem ermögliche der neue Standard einfache und leistungsfähige Internettelefonie sowie interaktives internetbasiertes Fernsehen (IPTV).

"Die Wirtschaft sollte jetzt die fälligen Geschäftsmodelle präsentieren, welche den Verbrauchern die Vorteile des Internets der neuen Generation schmackhaft machen", forderte Meinel. Auf den von der Bundesregierung beschlossenen Breitbandausbau in Deutschland eingehend, sagte der Wissenschaftler, dieser sei ohne IPv6 "nicht zukunftsfähig". Deshalb müsse diese Infrastrukturmaßnahme jetzt zum Anlass genommen werden, gleichzeitig die IPv6-Technologie flächendeckend in Deutschland einzuführen.

Der Vorsitzende des deutschen IPv6-Rats rechnet damit, dass auch der Bund und die öffentliche Verwaltung in Kürze damit beginnen werden, den neuen Internet-Standard selber zu nutzen. "Mit dieser wichtigen infrastrukturellen Grundsatzentscheidung seiner Behörden setzt sich Deutschland an die Spitze der europäischen Länder, die auf IPv6 umsteigen", lobte Meinel.

Der Deutsche IPv6-Rat
Der 2007 vom Direktor des Hasso-Plattner-Instituts, Prof. Christoph Meinel, ins Leben gerufene Deutsche IPv6-Rat ist der deutsche Landesverband des internationalen IPv6-Forums, dem mehr als 50 nationale Gremien angehören. Erklärtes Ziel des Deutschen Ipv6-Rates ist es, alle nationalen Akteure aus Industrie, Forschung, Politik und Verwaltung, die mit IPv6 befasst sind, zu vereinen und die Einführung des neuen Standards voranzutreiben. Dies soll durch die Sensibilisierung von Endnutzern und Industrie für ein ausgereiftes und sicheres Internet sowie durch Verbesserungen in Technik und Vermarktung gelingen. Der Rat hat entscheidend an der Formulierung der Vorschläge der Europäischen Kommission mitgewirkt. Ihm gehören nunmehr 25 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an.

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