Die Stellenrecherche

Lesen Sie die Stellenanzeige zwischen den Zeilen!Verschaffen Sie sich Information über den Arbeitgeber! Wie findet man die richtige Stelle in der großen Vielfalt?

Eine alte und klassische Methode sich über das Stellenangebot zu informieren, sind die Printmedien. Im Stellenteil der Tageszeitung finden Sie in der Regel mehrere Seiten mit Stellenangeboten. In vielen Regionen gibt es lokale Stadtteilzeitungen, die ähnliche Rubriken haben. Führend im Stellenmarkt ist unter anderem die FAZ und die Süddeutsche Zeitung. Natürlich finden Sie auch gerade am Samstag in Ihrer regionalen Tageszeitung einen ausführlichen Stellenmarkt. Ebenfalls sind Fachzeitungen eine sehr gute Alternative. Jeder Fachbereich verfügt über branchenspezifische Zeitungen. Erkundigen Sie sich nach diesen und Sie werden vielleicht den entscheidenden Schritt schneller sein als Ihre Konkurrenten. Die inzwischen noch preiswertere und wesentlich umfangreichere Version ist das Internet. Diverse Job-Sites bieten viele hundert Jobangebote. Die bequemen Suchfunktionen ermöglichen eine komfortable Eingrenzung der gesuchten Stellen. Sie können die Stellen regional eingrenzen, nach Branchen, national oder international und vieles mehr. Große Sites stellen der Hochschulanzeiger, Jobscout24, Monster und Step Stone dar. Sicher gibt es darüber hinaus noch diverse weitere Stellenanzeiger, die auch gute Funktionen und Stellenausschreibungen beinhalten. Neben dem Stellenanzeiger kann man sich auch eine Liste machen, in der man die Firmen einträgt, in denen man gern arbeiten würde. Alle großen und mittelständigen Unternehmen verfügen über einen eigenen Internetauftritt, der auch eine Kategorie “Stellengesuch oder Jobs” beinhaltet. Vielleicht ist diese Variante für diejenigen sinnvoll, die eine Stelle in der gewohnten Umgebung suchen.
Tipp bei der Stellensuche:
Bewerben Sie sich bei Unternehmen, die nicht so bekannt sind, bei Unternehmen in der zweiten oder dritten Reihe. Einige werden jetzt etwas überrascht sein, aber die Erklärung dazu ist sehr einfach. Sicher haben Sie sich überlegt für ein Weltunternehmen zu arbeiten, das gibt Sicherheit und ist solide. Allerdings denkt jeder so, was zur Folge hat, dass diese Betriebe sehr hohe Bewerberzahlen auf ein Inserat bekommen. Zusätzlich gibt es noch die Initiativbewerbungen. Sie werden nachvollziehen können, dass Ihre Referenzen schon exzellent sein müssen, damit Sie eine Chance haben unter die Top10 zu kommen. Kleinere Unternehmen bieten daneben auch die Chance, schneller Karriere zu machen, da der Verdrängungswettbewerb kleiner ist.

Lesen Sie die Stellenanzeige zwischen den Zeilen
Nehmen Sie sich das Stellenangebot Ihrer Traumstelle zur Hand und lesen Sie die Anforderungen. Die Mehrheit wird bei kritischer Betrachtung zugeben müssen, dass sie nicht alle Anforderungen erfüllen kann. In Stellenanzeigen werden immer die Idealbesetzungen gesucht. Die Spritzigkeit eines/r 25-Jährigen/er, das Wissen eines Akademikers mit mindestens drei Hochschulstudiengängen, die Erfahrung eines 50jährigen, die Flexibilität eines Singles und die Ruhe eines/r Familienvaters/mutter. Natürlich ist das teilweise etwas übertrieben, aber es macht deutlich, dass die Personaler die Besten der Besten für die Stellenbesetzung suchen. Seien Sie frohen Mutes, wenn Sie wenigstens zu 60 Prozent die gestellten Anforderungen erfüllen.
Jede Stellenanzeige ist in zwei Kategorien eingeteilt. In jeder Stellenanzeige finden Sie Abschnitte, in denen Anforderungen aufgelistet sind, die Sie unbedingt erfüllen müssen, um diese Stelle ausüben zu können und es gibt Passagen, denen Sie entsprechen sollten. Dies sind Anforderungen mit denen Sie Zusatzpunkte gewinnen können.Ganz typische Formulierungen für Kann-Optionen sind “wünschenswert”, “vorteilhaft” oder “optimal”. Hier zeigt der Inserat, dass ihm zwar diese Kenntnis wichtig ist, aber der Erfolg der Arbeit dadurch nicht in Frage gestellt ist, weil es etwa betriebsinterne Fortbildungen zu diesem Punkt gibt, eine andere Abteilung vorhanden ist, die diese Anforderungen erfüllt, die Abfrage der Anforderung so selten ist, das es andere Behelfsmaßnahmen gibt, die dann greifen. Die sogenannten Muss-Anforderungen sind eindeutig angeführt mit Worten wie “wir erwarten, wir setzen voraus, einschlägige Erfahrungen in, Routine” usw.. Wer hier nicht den Anforderungen entspricht, kann sich die Zeit und die Aufwendungen für Papier und Porto sparen, es sei denn, dass sein “Vitamin B” so groß ist, dass seine Qualifikation zweitrangig ist.Einige dieser Anforderungen kann man schnell erlernen, wie verschiedene einfache Programme, ein Informatiker kann sich vielleicht auch schnell in eine andere Programmiersprache einlesen, in der Regel ist dies aber in der Zeit zwischen Bewerbung und Anstellung nicht möglich. Bleiben Sie daher realistisch in Ihren Einschätzungen, wäre doch schade nach dem Hochmut wieder schnell zu fallen, oder?

Information über Arbeitgeber
Sie haben sich nun beworben und einige Einladungen zu persönlichen Vorstellungsgesprächen bekommen? Dann wird es Zeit, sich auf dieses wichtige Gespräch intensiv vorzubereiten. Neben den üblichen Fragen im persönlichen Miteinander sollten Sie sich allerdings auch über das Unternehmen informieren. An dieser Stelle weisen wir noch einmal darauf hin, dass es im persönlichen Gespräch Ihre Aufgabe ist, den Personaler zu überzeugen. Überzeugen müssen Sie zwar auch durch emotionale Intelligenz, aber genauso wichtig ist es, dass Sie mit Fakten glänzen. Was bedeutet das, mit Fakten glänzen? Ihre fachliche Kompetenz ist ein Faktum, aber auch Ihr Wissen über das Unternehmen. Kenntnisse über das Unternehmen kann den einen oder anderen vor ein großes Problem stellen. Große Konzerne und einige mittelständige Unternehmungen verfügen über einen aussagekräftigen Internetauftritt. Auf diesen Seiten werden die Dienstleistungen vertrieblich und informativ beschrieben. Schauen Sie hierbei auch auf ausländische Seiten, indem Sie die Endung verändern z.B. in “com”. Viele dieser Internetauftritte geben allerdings keine Information über die betrieblichen Kooperationen mit anderen Unternehmen. Sie müssen nicht alle Netzwerke kennen, aber zwei bis drei Kooperationen sollten Ihnen schon bekannt sein, zumal, wenn es die Abteilung betrifft, für die Sie sich bewerben. Information über betriebliche Netzwerke befinden sich in vielen Fällen auch im Internet. Schauen Sie sich in den einschlägigen Suchmaschinen um, in Online Zeitungen oder in Communities, die Branchen zusammenführen. Bewerbungsportale, sowie die Eingabe bestimmter Fachbegriffe verknüpft mit dem Unternehmensnamen können in einigen Fällen auch weiterhelfen. Es gibt aber auch noch klassische Methoden, wie Messen, Bibliotheken und Fach- oder Wochenzeitungen.Bei Ihren Recherchen schauen Sie sich neben den Netzwerken auch einmal die Mitarbeiterzahl an, den Umsatz der letzten zwei Jahre, den Gewinn, sofern dies ausgewiesen ist und Nachrichten über zukünftige Projekte. Nicht zuletzt informieren Sie sich über die Firmenphilosophie. Hieran kann man in vielen Fällen nicht nur Expansionswünsche ablesen, sondern auch soziales Engagement und politische Sympathien. Alle diese Angaben müssen Sie nicht auswendig lernen und dann im persönlichen Gespräch aufsagen. Viel mehr sollten Sie diese Daten einfach wissen, so dass Sie für den Fall, dass Sie etwas über das Unternehmen erzählen sollen, oder Sie eventuell Gründe für genau dieses Unternehmen nennen müssen, nicht sprachlos werden. Verschiedene Fakten verknüpft miteinander bieten eine ideale Grundlage zu einer plausiblen Begründung zur Bewerbung genau in diesem Unternehmen.

Stellengesuch
Das Stellengesuch ist eine weitere Möglichkeit, eine neue Stelle zu finden neben den klassischen Methoden wie das Stellenangebot in der Zeitung, im Internet oder die Job Profile auf den Internetauftritten der Unternehmen. Vielleicht haben Sie auch schon darüber nachgedacht, selbst ein Stellengesuch aufzugeben. Grundsätzlich ist dies eine sehr gute Idee, wenn man einige Spielregeln beachtet. Leider ist es so, dass die meisten Stellengesuche gerade bei der heutigen Arbeitsmarktlage nur begrenzt erfolgreich sind. Wir hatten schon zuvor erwähnt, dass die Personalleiter heute bei jedem Stellenangebot im Schnitt 150 bis 600 Bewerbungen bekommen. Bei den großen Markenkonzernen sind es auch gern einmal mehr Bewerbungen. Das ist auch eine Erklärung dafür, dass die Resonanz eines Stellengesuches derzeit nicht mehr die Ausbeute bringt, wie dies noch Anfang des 21. Jahrhunderts war. Trotz der neuen Umstände ist es nicht abwegig, ein Stellengesuch aufzugeben. Ein Stellengesuch sollte sich allerdings von der Masse abgrenzen. Sicher haben Sie auch selbst in der einschlägigen Presse, wie FAZ, der Süddeutschen Zeitung oder vielleicht auch der regionalen Tageszeitung die Seiten mit Stellengesuchen bemerkt. Bevor Sie Ihr eigenes Stellengesuch aufgeben, studieren Sie intensiv die Seite der Stellengesuche einer großen Zeitung und schreiben sich die Formulierungen auf, die Sie öfter als zweimal lesen. Sie werden bemerken, dass die meisten Anzeigen identisch sind, die gleichen Formulierungen beinhalten, teilweise sogar das gleiche Styling haben. Für einen Personaler das absolute Horrorszenario. Daher grenzen Sie Ihr Stellengesuch von der Masse ab und Sie haben die Aufmerksamkeit der Entscheidungsträger. Widmen wir uns nun den Spielregeln, die bei einem Stellengesuch eingehalten werden sollten. Natürlich müssen Sie Ihre fachliche Qualifikation in dem Stellengesuch positionieren. Gern kann man dabei auch vorteilhafte Formulierungen verwenden, denn ein Stellengesuch ist nichts anderes als eine Werbeanzeige, in der Sie sich und Ihre Fähigkeiten anbieten für die Stellensucher. Sie suchen keine Stelle, Sie bieten Ihre Arbeitskraft an. Ihre Fähigkeiten ergänzen Sie mit Ihren beruflichen Erfolgen und weisen alle beruflichen Erfolge aus. Sie wissen nicht, welche Fähigkeiten für den Personaler interessant sind. Vielleicht haben Sie für eine kurze Zeit den gewünschten Beruf evtl. nur in einer Nebentätigkeit ausgeübt. Entscheidungen werden in vielen Fällen zugunsten derjenigen gefällt, die Gemeinsamkeiten zu dem Leser aufweisen. Alle Formulierungen sollten nicht nur aus finanziellen Gesichtspunkten kurz und knapp sein. Je schneller der Personaler die wichtigen Fakten erkennen kann, desto eher ist er bereit, sich mit Ihrer Anzeige auseinander zusetzen.


Ergo:
kurz, knapp und eindringlich, das sind die Trümpfe, die Sie ausspielen können. Spielen Sie mit Schriftarten und Stärken, aber seien Sie damit sparsam. Nie mehr als zwei Schriftarten verwenden, die klar und gut lesbar sind. Die gleiche Regel gilt auch für die Schriftstärke. Am Besten Sie besprechen dies in einem Vorgespräch mit dem Verlag oder der Anzeigenredaktion. Vielleicht gibt es die Möglichkeit 3D-Effekte einzubringen, doppelt zu unterstreichen oder statt der gewöhnlichen rechteckigen Anzeigen eine Anzeige ohne Rand, dicken, dünnen oder doppelten Rand zu gestalten. Andere Formen, wie Quadrate, Dreiecke unw. sorgen auf jeden Fall für Aufmerksamkeit und können je nach Branche auch angewendet werden. Ein Stellengesuch als Steuerberater sollte sicher konservativer aussehen als die eines Medienberaters. Vergessen Sie auf keinen Fall die Positionen anzugeben, die Sie anbieten, ob Sie auch einen Ortswechsel in Betracht ziehen würden, Ihr Alter und natürlich Ihr Geschlecht. Gestalten Sie Ihre Werbeanzeige auffällig, aber machen Sie niemals Versprechungen, die Sie selbst bei noch so großen Bemühungen nicht erfüllen können. Stellen Sie sich positiv dar, aber bezeichnen Sie sich nicht als “Spitzenkraft” oder ” Allrounder”. Sollten Sie eine Spitzenkraft sein, werden Ihre Fähigkeiten und Ihre beruflichen Qualifikationen darauf hinweisen. Machen Sie deutlich, dass Sie gut sind, aber heben Sie das “As” für das Bewerbungsgespräch auf, oder besser, lassen Sie den Personaler selbst herausfinden, wie gut Sie sind. Bescheidenheit ist dort angemessener. Die selbstbezeichneten Allrounder haben sich mit dieser Bezeichnung selbst aus den Verfahren geworfen. Stellen Sie sich vor, Sie ordern einen Handwerker, der Ihre Heizung reparieren soll. Dieser gibt Ihnen eine Visitenkarte, mit welcher er für seine Kenntnisse in EDV, Kfz, Bürobuchhaltung und Ungezieferentsorgung wirbt. Hört sich toll an, ein Mann für alle Probleme. Glauben Sie wirklich, dass er in allen Bereichen eine Spitzenkraft ist? Wohl kaum. Beschränken Sie sich auf Ihr Fachgebiet, in dem Sie wirklich gut sind.

Zum Schluss ein Tipp zu der Größe des Stellengesuchs:
Grundsätzlich sollte die Größe der Anzeige der angestrebten Position entsprechen. Als Malergeselle ist es zwar toll, wenn Sie auf einer halben Seite inserieren. Dies ist aber absolut übertrieben und könnte von dem einen oder anderen Chef falsch verstanden werden. Die Faustregel lautet, dass Sie ca. 0,5% des angestrebten Jahresgehaltes für eine regionale und 1% für eine überregionale Anzeige, wie in der FAZ, investieren sollten.

Der Gehaltsspiegel

Das Studium ist abgeschlossen und nun beginnt die heisse Bewerbungsphase, in der man sich um eine Anstellung bemüht. Gleichzeitig muss man sich Gedanken um die Gehaltsvorstellungen zu machen. Entweder wird man aufgefordert schon in der Bewerbung Angaben zu Gehalt abzugeben oder man wird im Bewerbungsgespräch gebeten hierzu seine Vorstellungen bekannt zu machen. Natürlich geht man dabei gewisse Gefahren ein, sich entweder unter Wert zu verkaufen oder sich zu verpokern. Natürlich haben Unternehmen das Ziel Arbeitskräfte zu günstigen Konditionen einzukaufen. In den meisten Fällen sind sie allerdings bereit, für eine gute Arbeitskraft einen marktunüblichen Preis zu zahlen. Man sollte sich also im Vorfeld über das Gehaltsfüge in der Branche für die ausgeschriebene Vakanz erkundigen.Anfangsgehälter liegen, je nach Branche eher im unteren Bereich des Gehaltsspiegels. Auskunft hierzu geben verschiedene Verbände, wie zum Beispiel der DMMV, der Deutsche Multi-Media Verband, für die Mediebranche.

Der derzeitige Trend der Unternehmen geht in Richtung der variablen leistungsbezogenen Bezahlung oder Bezahlung auf Provisionsbasis. Starre unwirtschaftliche Fixgehälter werden eingespart und die Motivation der Mitarbeiter gefördert. Extra Vergütungen erfolgen auch über Pensionsfonds, Firmenwagen, flexiblen Arbeitszeiten oder Urlaubsvergünstigungen.

Allgemeine und aktuelle Trends

Die Agentur für Arbeit berichtet von einer Erwerbslosenquote von durchschnittlich 9,9% im Jahr 2006. Die Quote der arbeitslosen Akademiker ist nach dem Trendhoch von 2003 mit 253.369 wieder auf dem Weg zu einem positivem Trend.

Beruf und ZukunftBerufe, die in Zukunft das höchste Potential bieten werden, sind leider heute noch nicht zu definieren. Aufgrund der schnellen Entwicklung, weiß keiner, ob genau in seinem Studienfach in 3 bis 5 Jahren Fachkräfte gesucht werden. Erinnern wir uns nur an die Vergangenheit, in der ein akuter Lehrermangel propagiert wurde. Schon wenige Jahre später gab es Unmengen von arbeitslosen Lehrern, die keiner einstellen wollte. Danach flachte der Boom ab, so dass heute ein Mangel an gut ausgebildeten Lehrern vorhanden ist. Es ist also immer ein Risiko. Wer allerdings die nötige Flexibilität mitbringt, oder Aufbaustudien nicht scheut, wird auch in schlechten Zeiten einen Wirkungskreis auf dem Arbeitsmarkt finden.

Voraussichtlich werden in den nächsten Jahren IT-Berufe keine Probleme bei ihrer Jobsuche bekommen, da die heutige Technik soweit entwickelt sein wird, dass fast ausschließlich Fachkräfte benötigt. Für Wirtschaftsingenieure, Maschinenbauer oder BWL-Studenten sieht die Zukunft rosig aus, wobei der Bereich Logistik sehr gefragt sein wird. Mischstudiengänge aus BWL-Wissen und Wirtschaftswissenschaften, z. B. Chemiker, Mediziner und Apotheker werden gute Chancen haben. Mediziner werden aufgrund des Renteneintritts der bisherigen Stelleninhaber eine breite Palette an Möglichkeiten haben.

Um aber ein endgültige Entscheidung zu treffen, berücksichtigt Eure Fähigkeiten, Leidenschaften und Neigungen.

Die Tarifverträge
Tarifverträge allgemein
Metallindustrie Baden-Württemberg
Öffentlicher Dienst (TVöD) Bund
Bundes-Angestellten-Tarifvertrag (BAT)
Bankgewerbe
Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge
Deutscher Journalisten Verband (DJV)
Zeitarbeit
Zeitungen, Buchverlage
Kinos

Die Gewerkschaften
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
IG-Metall (IGM)
IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau)
IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE)
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
Gewerkschaft der Polizeit (GdP)
Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)

Das Arbeitsrecht
Interessenvertretung von Medienschaffenden (connex)
Arbeitsrecht.de
IG-Metall-Ratgeber
Ratgeber-Recht WDR

Lohn- und Gehaltsübersichten
Süddeutsche Zeitung
IG-Metall-Tarifdatenbank
WSI-Tarifarchiv


Das Assessment Center

Was ist ein Assessment Center?

Ein Assessment Center ist ein Bewertungsverfahren, bei dem die Fähigkeiten des Bewerbers in den Mittelpunkt gerückt werden. Deren Verhalten wird von einer Jury beobachtet und bewertet, oft sind völlig triviale Fragen oder Aufgaben, die letztendlich über die Sozialkompetenz entscheiden, aussagekräftig. Die Prüfer in einem AC werden Assessoren genannt und führen die Bewertung durch. Häufig stammen sie auch aus den Abteilungen, in denen eine Stelle vakant ist.

In einem AC sitzen die Bewerber in einer übersichtlichen Gruppe von 8 bis 12 Kandidaten. Die Dauer eines AC-Verfahrens kann zwischen 2 bis 3 Tagen sein. An manchen Unternehmen werden diese Tests auch an einem Tag durchgeführt. Allerdings ist dieses AC dann nicht mit einem “regulären” AC zu vergleichen. Mini ACs werden diese genannt. Bei besonders individuellen Ausschreibungen werden auch ACs mit einem oder zwei Kandidaten durchgeführt.

Keine Angst vor dem Assessment Center - Zeitgerechtes Auswahlverfahren?

In der Regel werden in einem AC Präsentationen, Gruppendiskussionen, Rollenspiele, Fallstudien und die so genannte Postkorbübungen, bei der verschiedene Vorgänge, Termine und Aufgaben nach ihren Prioritäten sortiert werden sollen, durchgeführt. Bei dieser Übung muss eine lange Liste von Terminen und Aufgaben nach ihrer Dringlichkeit in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht und ein Zeitplan zur Erledigung der Arbeiten erstellt werden.Darüber hinaus finden verschiedene Tests statt, die in drei verschiedene Gruppen unterteilt sind:
Intelligenz-, Persönlichkeits- und Leistungstests. Es werden Allgemeinbildung, logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und die mathematische Fähigkeit geprüft. Bei den Persönlichkeitstests geht es um wichtige Charaktereigenschaften, die der Stellenausschreibung dienlich sind; Leistungstests prüfen das Konzentrationsvermögen und die Ausdauer.

Das Assessment Center ist ein besonders hartes Ausleseverfahren, da die Kandidaten permanent von verschiedenen Führungskräften und in einigen Fällen auch Psychologen beobachtet werden. In großen Unternehmen werden die Bewerber selbst in den Pausen und beim Essen nicht aus den Augen gelassen. Hierdurch erhalten die Prüfer einen Eindruck über das Sozialverhalten und das Integrationsvermögen.

Führende Psychologen sehen dieses Verhalten sehr kritisch und sprechen sich für klare Verhältnisse aus. Dem Bewerber muss bewusst sein, welche Tests durchgeführt werden. Des weiteren müssen die Bewerber über die Bewertungskriterien informiert werden und ihr Einverständnis dazu geben. Nach den Tests sollten unmittelbar Einzelgespräche geführt werden. In diesen Einzelgesprächen müssen pro und contra kommuniziert werden, damit der Bewerber seinen hinterlassenen Eindruck einschätzen kann.

Was entscheidet sich beim Test?

Es sind eine Reihe von Tests, die beim Assessment Center durchgeführt werden. Entscheidend ist in den meisten Fällen die Stellenbeschreibung, d.h. die zu besetzende Stelle mit ihren Aufgaben. Die Tests orientieren sich an diesen Anforderungen. Die Bewerber sollten immer freundlich sein und sich auch auf unvorhersehbare Aufgaben schnell einstellen können.

Die Aufgabe des Assessment Centers ist die objektive Bewertung der Bewerber. Dies wird gewährleistet, indem möglichst rational beurteilt wird. Bekanntlich sehen vier Augen mehr als zwei, und da vier Augen manchmal nicht ausreichen, werden die Bewerber bei einigen Aufgaben auch von einer Gruppe von Prüfern nach dem Mehraugenprinzip beobachtet.

Keep cool!

Der Bewerber sollte immer in einer ruhigen, ausgelassenen aber konzentrierten Stimmung in die Übungen gehen. Dabei sollte man den Wettbewerb im Blick behalten, diesen analysieren und darauf achten welche Stärken und Schwächen die einzelnen Bewerber haben. Es reicht also schon die Mimiken, Gestiken und Körperhaltungen der Bewerber zu beobachten.

Diese Qualitäten harmonisieren auch mit einer sehr beliebten Aufgabe während des Assesment Centers, dem Rollenspiel. Beispielsweise wird eine Beschwerdesituation eines Kunden simuliert, bei der ein Bewerber den Kunden spielt, der Zweite den Verkäufer bzw. Servicemitarbeiter. Das Spiel hat zwei Durchläufe, so dass jeder Bewerber jede Rolle einmal präsentieren muss. Eine stressige Situation für den Bewerber, dennoch das AC soll dazu dienen, das Potenzial der Kandidaten darzustellen und will nicht einfach Druck ausüben.

Grundsätzlich sollte das AC als Veranstaltung wahrgenommen werden, in der viel gelernt wird, neuen Freunde getroffen werden, eventuell wichtige Kontakte knüpfen und vielleicht auch unabhängig vom Ergebnis feststellen, ob das Unternehmen einem zusagt.
Primär bewirbt sich der Kandidat und gibt eine Empfehlung seiner Person ab, doch gleichzeitig überreicht das Unternehmen im Gegenzug auch seine Visitenkarte!

Die Existenzgründung

Wer träumt nicht von Karriere, Ruhm und Erfolg?
Eben darum entscheiden sich viele für ein Studium und wollen dann, mit dem Hochschulabschluss in der Tasche, die Erfolgsleiter hinaufklettern. Weil es manchen nicht schnell genug gehen kann, kommt der Gedanke der Selbstständigkeit schon während des Studiums auf. Es bleibt allerdings nicht bloß bei einer Idee oder einem Traum. Träume sind ja immerhin da, um sie zu verwirklichen!

Persönliche Vorraussetzungen
Leider ist der Gedanke, dass Selbstständigkeit auch Reichtum mit sich bringt, weit verbreitet. Unterschätzt wird, wie viel Arbeit tatsächlich vor dem vermeintlichem Reichtum zu erledigen ist. Eine Garantie gibt es nicht und 40.000 Firmenpleiten in 2004 sprechen für sich.
Wer es trotzdem wagen will, sollte diese Eigenschaften parat halten:
- Ehrgeiz
- Einsatzbereitschaft
- Risikobereitschaft
- Belastbarkeit
- Berufliche Qualifikation, evtl. berufliche Erfahrung
- Kreativität
- Verantwortungsbewusstsein
- Führungsqualität
- Familiäre Unterstützung

Können diese Punkte mit “ja” beantwortet werden, ist der erste Schritt zur Selbstständigkeit getan.
Im zweiten Step gilt es sich folgende Fragen zu stellen:
- Reichen meine persönlichen und fachlichen Kenntnisse?
- Ist meine Markteinschätzungen objektiv?
- Sind meine Finanzen gesichert und ist mein Finanzplan realistisch?
- Ist das Risiko kalkulierbar?
- Handelt es sich überhaupt um eine gute Geschäftsidee?

Information und Beratung
Vor der Existenzgründung kann man sich mit Hilfe von Broschüren im Internet oder auf Gründungsveranstaltungen über die Chancen und Risiken informieren. Nach Möglichkeit sollte ein Gründungsseminar besucht werden und ein Berater der entsprechenden Verbände (IHK, HWK) hat sicherlich den ein  oder anderen Tip. Weitere kompetente Fachleute können zB. freie Unternehmens- und Steuerberater oder auch Rechtsanwälte und Notare sein.StandortanalayseBevor ein Unternehmen gegründet wird, sollte man sich einen Überblick darüber verschaffen, in welchem Umfang eine Standortanalyse für den Erfolg der Idee ausschlaggebend ist. Je nach Vorhaben ist ein Standort in der City sinnvoll. Unternehmenszweige, die eher das produzierende Gewerbe betreffen, sollten auf die teueren Standorte verzichten und an den Stadtrand, die günstigen Immobilien nutzen oder einen Bezug in den Gewerbegebieten der Stadt in Betracht ziehen. In vielen Fällen ist es gerade in der Anfangsphase auch möglich das Unternehmen von zu Hause aus zu betreiben, vielleicht im Keller der Eltern, aus einer Garage oder einfach vom Schreibtisch aus.In einigen Branchen muss man die Stadt in die Standortwahl mit einbeziehen. Möchte man sich, zum Beispiel in der Fernseh- oder Filmindustrie behaupten, so macht es Sinn sein Unternehmen in den Metropolen der Filmindustrie anzusiedeln. Die Konkurrenz ist groß, aber die Standortnähe zu den Auftraggebern kann sich vorteilhaft auswirken. Ein weiterer Aspekt ist die Prüfung der Konkurrenz. Wo hat sich die Konkurrenz angesiedelt? Welche Preispolitik wird in der Region gefahren? Stellt sich die Konkurrenz vielleicht als mögliche Synergiepartner dar? Natürlich benötigt man Personal, doch in der Start-up-Phase kann der “Chef” auch allein das Unternehemen führen. Je genialer die Geschäftsidee ist, desto einfacher wird es sein, einen Finanzier zu finden, der bei dem Aufbau des Unternehmens finanzielle Hilfe leistet oder mit guten Kontakten behilflich ist. Weitere Stellen sind der Bund, Förderprogramme, Länder oder aber Darlehen von Banken. Einen guten Steuerberater zu Rate zu ziehen, ist aber in jedem Fall hilfreich.

Die Formalitäten
Wer in Deutschland ein Unternehmen gründen möchte, muss sich zwangsläufig auch der deutschen Bürokratie unterwerfern. Je nach Unternehmensform müssen dem Notar, dem  Gewerbeamt, sowie ggf. dem Gesundheitsamt Besuche abgestattet werden. So meldet die Berufsgenossenschaft ihren Bedarf an, genauso wie unter Umständen die IHK. Viele fragen sich dann warum man der IHK Beiträge überweisen muss, obwohl  sie sich gar nicht bei dieser Institution gemeldet hat. Leider kann man dem nicht ausweichen, so dass früher oder später Beiträge zu zahlen sind. Es gibt jedoch auch Berufe, die nicht angemeldet werden müssen. Dazu gehören die so genannten freie Berufe wie der Arzt, der Künstler oder der Rechtsanwalt, solange diese nicht durch eine Rechtsform anmeldepflichtig werden. Des weiteren sind auch Land- und Forstwirte anmeldefrei.Genehmigungspflicht besteht trotz Gewerbefreiheit bei Gaststätten und Hotels. Es wird geraten,  sich vor der Realisierung der Pläne über besondere Genehmigungen zu informieren.

Sondertarife für Existenzgründer
Es gibt Starthilfen für Existenzgründer vom Staat. Zwar gibt es seit 2006 keine Ich –AGs mehr, diese werden nun Gründungszuschuss genannt, jedoch hat sich die staatliche Förderung kaum verändert.
So können Arbeitslose, die sich durch selbstständige Arbeit eine Existenz aufbauen möchten, weiterhin den Gründungszuschuss beantragen.

Voraussetzungen?
Um in den Genuss dieser Hilfestellung zu kommen, gilt die Vorraussetzung, arbeitslos zu sein, und die Anstellung darf nicht selbst gekündigt worden sein (sonst folgt eine Sperrfrist).
Zur Anforderung müssen diverse Formulare ausgefüllt werden und einen Businessplan erstellen. Dieser Businessplan muss dann etwa von der Handelskammer überprüft werden. Diese bewerten dann, ob die Idee ihres Unternehmens auch Chancen für die Zukunft hat. (Hilfe für die Erstellung des Businessplans : info@thierhoff-consulting.de)

Wie viel bekommt man?
Die Höhe der Förderung richtet sich nach dem letzten Gehalt. Um genaueres zu erfahren muss man zur Bundesagentur für Arbeit gehen.­­
siehe: http://www.existenzgruender.de/

GEZ Befreiung

Was ist die GEZ?

Die GEZ ist die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland. Die GEZ hat ihren Sitz in Köln und ist die gemeinsame Gebühren- und Teilnehmerverwaltung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Dazu zählen ARD, ZDF und der WDR, aber auch 3sat und arte.  Die Aufgabe der GEZ besteht darin, die im Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag festgelegten Rundfunkgebühren für TV, Radio usw. von den Teilnehmern einzuziehen. Es besteht die Pflicht, die angeschlossenen Empfangsgeräte selbst bei der GEZ anzumelden. Dieses kann man über den Postweg oder auch online machen. Pro Haushalt muss ein Mitglied alle Geräte anmelden, die Gebühren können dann unter den Haushaltsmitgliedern aufgeteilt werden (z.B. in WGs). Als Student hat man die Möglichkeit, von den Gebühren der GEZ befreit zu werden. Die Befreiung gilt für ein Jahr. Der Status “Student” reicht nicht zur Befreiung und lediglich wer über ein geringes Einkommen verfügt kann auf die Befreiung der Gebühren hoffen. Daher müssen einige Dokumente beim Sozialamt der Gemeinde eingereicht werden:
- Immatrikulationsbescheinigung
- Kopie des Mietvertrages
- Einkommensnachweise, wie Bafög-Bescheinigung, Lohn, Unterhalt etc.
- Beiträge einer eigenen Krankenversicherung
- GEZ Beitragsnummer
- Kopie des Bafög-Bescheides an die Landesrundfunkanstalt (seit Sommer 05)

Diejenigen, die bis heute kein Radio oder Fernsehen hatten, brauchten bis jetzt auch keine Geräte anmelden. Im Zeitalter von Internet ist es seit einigen Jahren möglich auch über das Internet TV zu schauen oder Radio zu hören. Daher haben die Ministerpräsidenten am 19. Oktober 2006 beschlossen, dass für “Neuartige Rundfunkgeräte” (Internet-PCs) ab Januar 2007 eine Gebühr in Höhe von EUR 5,52 zu entrichten ist. Sehr viel Verwirrung kam nun auf. Dabei sind die meisten von der neuen Gebühr nicht betroffen. Betroffen von der neuen Gebühr sind nur die Bürger, die bis jetzt kein Radio oder Fernsehen angemeldet hatten, aber über einen internetfähigen PC oder andere rundfunkfähigen Geräte verfügen.

Die genauen Gebühren findet man unter http://www.gez.de im Internet.

TIPP: Wenn man schon den Weg zum Sozialamt gemacht hat, kann man auch gleich die Gelegenheit nutzen den Telekom Sozialtarif zu beantragen. Diesen kann man auch bei der Telekom einreichen. Bei Genehmigung wird einem ein Rabatt auf die Grundgebühr gewährt, der als Guthaben auf die Telefonrechnung verrechnet wird.

Sozialhilfe

Die Sozialhilfe für Studenten
Viel Information und reichlich Änderung gab es in den letzten Jahren bei den staatlichen Unterstützungen für die Bundesbürger. Die Sozialhilfe hat sich in Deutschland seit den Hartz Reformen entscheidend verändert. Unabhängig davon ob es einen betrifft oder nicht, folgende Begriffe sind allen bekannt:
Hartz IV, ALGII, Sozialgeld und neue Sozialhilfe.
Die eigentliche Bedeutung, hinter den Begriffen, ist allerdings den Meisten nicht bekannt. Diese Reformen haben Vor- und Nachteile. Mag man der Politik glauben schenken, so hat die Mehrheit keinen wirktlichen Unterschied feststellen können.
Einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben Menschen, die in den letzten 36 Monaten, mindesten 12 Monate in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis standen. Sie müssen zwischen 15 Jahre und 65 Jahre sein. Leistungen werden Personen gewährt, die die Altersrente oder Knappschaftsausgleichsleistungen erhalten, für mehr als sechs Monate im Krankenhaus oder z.B. einer anderen stationären Klinik waren. Personen, die eine Fort- oder Ausbildung absolvieren, wie Auszubildende, TeilnehmerInnen an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme, SchülerInnen (ab der 10. Klasse) oder Studenten erhalten nur in Ausnahmefällen eine Leistung.
Die jeweiligen Vorschriften der Hartz Gesetzwerke sind im SGB niedergeschrieben, Hartz IV ist im SGB II beschrieben. Zurück zu dem Thema, wann Studenten Sozialhilfe beantragen können. Vorab darf gesagt sein, dass es ein schwerer und steiniger Weg ist, der nur in Ausnahmen zum Erfolg führt. Grundlage für die Sozialhilfe ist das “Zwölfte Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII)”.In der Regel sind Auszubildene und Studenten vom Arbeitslosengeld und der Sozialhilfe ausgeschlossen, wobei Ausnahmen möglich sind.
Wie können Studenten an Ausnahmeregelungen teilhaben?
Besondere Lebenslagen nach § 73 SGB XII
Dieser Paragraf könnte Grundlage für besondere Hilfe in extremen Lebenlagen sein. Hierbei kann die Hilfe in Form von gezahlten Geldmittel sein. Dies kann als Beihilfe oder Darlehen deklariert sein.
Berechtigt sind nach § 7 SGB II, anbei noch einmal der Gesetzesauszug des Abs. 5 SGB II
(5) Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 60 bis 62 des Dritten Buches dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. In besonderen Härtefällen können Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts als Darlehen geleistet werden. Die Ausnahme der Regel….
(6) Abs. 5 findet keine Anwendung auf Auszubildende,
die auf Grund von § 2 ABs. 1a des Bundesausbildungsförderungsgesetzes keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung haben oder auf Grund von § 64 Abs. 1 des Dritten Buches keinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe haben oder deren Bedarf sich nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder nach § 66 Abs. 1 Satz 1 des Dritten Buches bemisst.

Zusammenfassung:

- In Deutschland lebende Studenten haben keinen Anspruch auf Sozialhilfe oder ALG II, sofern sie:
* BAföG empfangen
* kein eigenes Kind haben
* eine eigene Wohnung haben

- Ausnahmen bilden Härtefälle, hier kann Sozialhilfe gewährt werden. Ein Härtefall liegt vor, wenn die Nichterteilung der Hilfe zum Lebensunterhalt unzumutbar ist. Kein Härtefall liegt vor, wenn der Student sein Studium abbricht, um zu arbeiten und/oder der jenige dann keinen Arbeitsplatz findet. Schließlich darf die Hörderungshöchstdauer nicht überschritten werden.- Sozialhilfe kann bei Behinderung, Schwangerschaft oder (chronischer) Krankheit gewährt werden.

Empirisches Lesen

Im Laufe des Studiums sind die Studentinnen und Studenten gezwungen Unmengen von wissenschaftlichen Texten zu lesen. Die Zeit dazu ist meistens begrenzt und daher ist es für alle studierende ratsam sich mit den Techniken des wissenschaftlichen Lesens zu beschäftigen. Sie bieten eine Hilfe die wichtigsten Informationen eines Textes in kurzer Zeit zu erfassen. Dazu gibt es 7 verschiedene Herangehensweisen.
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Wohngeld

Wohngeld stellt einen Zuschuss zur Miete dar. Der Student erhält für das Zimmer(bzw. Wohnung), die er angemietet hat (oder für die Eigentumswohnung, die er gekauft hat) einen Zuschuss ausgezahlt. Jeder Student bekommt diese Unterstützung gewährleistet, sofern er die Wohnung, für die das Wohngeld beantragt wurde, auch tatsächlich bewohnt wird. Die Wohnung sollte als angemessenen und dem Zweck entsprechen.

Wer erfüllt die Anspruchsgrundlage
Grundsätzlich haben Studenten keinen Wohngeldanspruch. Studenten haben in der Regel Anspruch BAföG und somit ist Wohngeld ausgeschlossen. Dabei ist nicht ausschlaggebend, ob das BAföG beantragt wurde oder das Einkommen der Eltern zu einer Ablehnung geführt hat. Der Wohngeldanspruch ist allerdings nur dann ausgeschlossen, sofern alle Familienmitglieder eines Haushaltes, dem Grunde nach, Anspruch auf das BAföG haben. Ist ein Familienmitglied kein Student, kann Wohngeld beansprucht werden.
Beispiel
Ein Studentenpaar (unabhängig, ob miteinander verheiratet oder nicht) hat ein gemeinsames Kind, beide Studenten und nicht wohngeldberechtigt; Das Kind aber studiert nicht und hat somit auch kein BAföG beantragt. Folglich ist der gesamte Familienhaushalt wohngeldberechtigt.

Wann können Studenten noch Wohngeld beantragen

- wenn keine Studienförderung mehr statt findet
- wenn die Ausbildung abgebrochen wurde, die Fachrichtung gewechselt wurde
- wenn keine nach dem BAföG förderungswürdige Ausbildung vorliegt
- wenn die Ausbildung im Ausland vollzogen wird
- wenn die Voraussetzung für eine weitere Ausbildungförderung nicht vorliegt
- wenn die Altershöchstgrenze überschritten

RechtsanspruchBerechtigte haben einen einklagbaren Rechtsanspruch. Folgende Punkte bestimmen die Höhe und den Anspruch- die Anzahl der im Haushalt lebenden Familienmitglieder
- die Höhe des Einkommens, das im Haushalt zur Verfügung steht
- der Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung

Einkommensgrenzen sind unter http://www.bmvbw.de/ zu finden. Der Wohgeldantrag wird bei der örtlichen Wohngeldstelle der Stadt- oder Gemeindeverwaltung gestellt.

Man sollte sich die Einkommensgrenzen genau anschauen. Für das Wohngeld müssen die regelmäßigen Einkünfte nachgewiesen werden. Die Höhe darf etwas über dem Bedarf der Grundsicherung laut SGB XII liegen. Wer diesen nicht nachweist, macht sich gewissermaßen verdächtig. Die Behörde könnte davon ausgehen, dass falsche Angaben gemacht wurden und Einkommen verschwiegen wurde.

Folgende Unterlagen müssen eingereicht werden

- Bescheinigung des Vermieters (Baujahr des Hauses, Wohnungsgröße)
- Antrag auf Wohngeld
- Zusätzliche Erklärungen zum Antrag auf Wohngeld
- Verdienstbescheinigung
- BfA Bescheide, der SGB II oder SGB XII Abteilung, welche Bezüge ihr erhaltet
- BAB oder BAföG Bescheide, ob man un in welcher Höhe man berechtig ist

Kindergeld

1936 wurde in Deutschland das erste Mal Kindergeld erteilt. Damals hatte Deutschland sehr geburtenschwache Jahrgänge, so versuchte der Staat die Kindererziehung, durch diese Finanzspritze, attraktiver zu gestalten. Heute wird das Elterngeld gewährt um gerade für finanzschwachen Familien zu entlasten.Für Studenten stellen sich, unter anderem, folgende Fragen: In welcher Form sie das Kindergeld nutzen können, sofern sie BAföG erhalten und welche Formulare ausgefüllt werden. müssen, um es zu erhalten.

Anspruchsgrundlage
Grundsätzlich haben Eltern Anspruch auf Kindergeld, sofern das Kind das 18. Lebensjahr noch nicht überschritten hat. Falls kein Unterhalt geleistet wird, kann das Kindergeld auch an das volljährige Kind gezahlt werden
Im Gegensatz zu vielen behördlichen Anträgen, ist es beim Kindergeld möglich den Anspruch auch rückwirkend einzureichen. Dennoch führt eine fristgerechte Einreichung der Unterlagen zu einer schnelleren Bearbeitung.

Eltern
In der Regel wird das Kindergeld den Eltern ausgezahlt. Dabei ist entscheidend, bei welchem Elternteil das Kind lebt. Sofern die Eltern nicht getrennt leben, wird einer der Eltern als emfangsberechtig angegeben. Die gleiche Regelung gilt auch für Stief-, Adoptiv-, Pflege- oder Großeltern.
Sofern es sich um ausländische Eltern handelt und sie über eine Aufenthaltserlaubnis oder - genehmigung verfügen, haben auch diese Anspruch auf Kindergeld. Des weiteren müssen sie Staatsbürger des europäischen Wirtschaftsraumes, der Schweiz oder der Türkei sein.

Alter
Kindergeld wird in der Regel bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gewährt. Grundlage für die Auszahlung des Kindergeldes ist das deutsche Einkommenssteuergesetz. Nach dem 18. Lebensjahr muss (nach § 32 Abs. 4 EStG) nachgewiesen werden, ob weiterhin Anspruch auf Kindergeld besteht. Sind die Parameter erfüllt, besteht Anspruch aktuell bis maximal zum 25. Geburtstag des Kindes.

Anspruchsgrundlage ist erfüllt, wenn das Kind
- in der Schul- oder Berufsausbildung ist
- im Studium ist

Einkommen
Das Einkommen der Eltern ist für die Gewährung des Kindergeldes nicht ausschlaggebend. Lediglich das Einkommen des Kindes ist entscheidend. Das Bruttojahreseinkommen darf für das Kalenderjahr 2006 einen Betrag von 7.680€ nicht überschreiten. Bei Studierenden zählt BAföG auch zum Einkommen. Allerdings wird hier nicht das komplette BaföG als Einkommen gerechnet, sondern nur ein Teil. Die Agentur für Arbeit gibt weitere Auskünfte zu diesem Bereich.
Betrag: 1. bis 3. Kind werden 2006 monatlich 154€, jedes weitere Kind 179€.
Wohnsitz:
In Deutschland oder auch in einem der EU-Mitgliedsstaaten

Details zum Studium
- Kindergeld gibt es nur für ordentlich Studierende an Hochschule im In- oder Ausland
- Hochschulstudium an einer Fernuni als Vollzeitstudent
- das vollständige Studium im Ausland wird berücksichtigt, sofern es einem berufsqualifizierenden Abschluss dient
- Auslandssemestern werden anerkannt, wenn das Studium in einer ähnlichen Fachrichtung fortgesetzt wird
- eine Beurlaubung gilt als Unterbrechung, Kindergeldanspruch entfällt (Ausnahmem sind Berufsausbildung, Prüfungsvorbereitung, Erkrankungen, Mutterschaft)

Beantragung des Kindergeldes
Die Eltern oder das Kind beantragen das Kindergeld schriftlichbei der Familienkasse.
Zur Einreichung muss
- eine Immatrikulationsbescheinigung vorgelegt werden
- ein Nachweis über das Einkommen und Bezüge eingereicht werden
- Werbungskosten, die pro Jahr höher als der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 920 € sind
- Bescheinigung über Behinderungen
- der Nachweis abgeschlossene Ausbildungszeiten

Bildungsfonds

Was ist ein Bildungsfonds?
Neben den herkömmlichen Studienkrediten, stellt der Bildungsfond einen alternativen Finanzierungsweg dar. Auch hier wird das Ziel verfolgt den Traum von einem erfolgreichen Studium zu erfüllen. Immer öfter fragt die Wirtschaft und Forschung noch gut ausgebildeten Fachkräften, die auch im internationalen Vergleich Stand halten.

Der Bildungsfond des Münchner Unternehmens CareerConcept AG, die bereits mehrere hundert Studenten gefördert hat, bietet eine weitere Möglichkeit zur Traumerfüllung.
Warum gewährt ein Unternehmen einen Kredit?

Der Bildungsfonds ist ein Investment in die Zukunft. Studenten, die vom Bildungsfond unterstützt werden, zahlen nach dem Studium, einkommensabhängig, in den Fond zurück. Dieser Betrag ist nicht in einer Währung festgelegt, wie man es vielleicht von Kreditformen kennt. Beim Bildungsfond ist die Rückzahlung, nach erfolgreichem Abschluss des Studiums, in Form eines fest definierten Prozentsatzes des Gehaltes (über eine vorab bestimmte Zeitdauer) an den Bildungsfond zurückzuzahlen. Zins- und Tilgungszahlungen werden dem Studenten nicht berechnet. Sollte der Student arbeitslos sein, zahlt er nichts zurück.

Welches Auswahlverfahren gibt es bei der Vergabe
Bei den Auswahlkriterien zählen lediglich die Leistungsfähigkeit und die Persönlichkeit des Bewerbers. Auch hier spielen die sozialen und finanziellen Gegebenheiten keine Rolle. Nach erfolgreicher Bewerbung durchläuft der Bewerber eine mehrstufiges Auswahlverfahren. Währenddessen wird über die Aufnahme in das Finanzierungsprogramm entschieden. Studenten, die dieses Programm erfolgreich durchlaufen haben und aufgenommen wurden, können einen monatlichen Betrag von bis zu 1.000 Euro für ihre Lebenshaltungskosten erhalten. Zusätzlich werden die anfallenden Studiengebühren übernommen.

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