HSV Universitäten
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Hochschulverzeichnis für Universitäten |
Studenten Stundenplan
Je nach Studienfach variiert, wie viel Zeit man in die Erstellung des Stundenplans investieren muss. Einige Studiengänge verlaufen nach einem strengen Fahrplan, es gibt nur geringe Abweichungen je nach Semester. Anderen Studenten wird mehr Organisationstalent abverlangt: Viele müssen sich anhand eines vorliegenden Vorlesungsverzeichnisses und den gegebenen Terminen der Seminare ihren Stundenplan selbst schreiben.
Die erste Planung
Zuerst braucht man natürlich eine Übersicht, wie Grund- und Hauptstudium unterteilt sind:
Wie viele Wochenstunden sind angesetzt?
Wo liegen die Termine der Prüfungen?Wie viele Leistungsnachweise (Scheine) benötige ich?
Welche Leistungsnachweise kann ich in welchem Semester ableisten und wie viele?
Anhand dieser Daten sollte erst einmal eine Grundplanung für den gesamten Verlauf des Studiums erarbeitet werden. Hier nu keine Panik bekommen, niemand erwartet, dass man sein Studium schon vor Beginn zeitlich perfekt managen kann. Für einen erfolgreichen Start Einführungsveranstaltungen, meist schon in Form von Vorlesungen, in denen den Erstsemestern ein Überblick verschafft wird. Hier sollte man sich unbedingt rechtzeitig informieren, da einige dieser Veranstaltungen bereits vor dem offiziellen Semesterbeginn stattfinden. In einigen Fächern, unter anderem in sprachwissenschaftlichen Fächern, gibt es zudem vor dem eigentlichen Starttermin Einstufungsprüfungen. Auch hier sollte man lieber einmal mehr nachfragen, um diese nicht zu verpassen.
Das Grundstudium
Ein Studium wird in seinen Semestern unterteilt nach Grund- und Hauptstudium. Unabhängig von der Art des Abschlusses ist das Grundstudium im jeweiligen Fach bis auf wenige Abweichungen für alle Teilnehmer identisch. Das Grundstudium bildet die Basis für eine Spezialisierung auf bestimmte Schwerpunkte, welche dann im Hauptstudium erwartet wird. Wie im Wort enthalten werden die Studierenden in die Grundlagen ihres Faches eingeführt und so unterrichtet. Das heißt nicht, dass es im Grundstudium keine Anforderungen zu erfüllen gibt. Es gibt eine Anzahl an Semesterwochenstunden (SWS), die jeder Studierende abzuleisten hat.
Neben den Vorlesungen finden Seminare (im Grundstudium Proseminare) statt, in denen man Leistungsnachweise(LN) durch Erbringen einer Prüfung und/oder Referat erwerben kann. Da es dort meist eine begrenzte Teilnehmerzahl gibt, werden diese Seminare in zu Beginn des Semesters vergeben. Es besteht Anwesenheitspflicht. Ist man jedoch lediglich anwesend und erbringt in der Prüfung nicht die geforderte Leistung bzw. nimmt nicht teil, so erhält man lediglich einen Teilnahmenachweis (TN). Eine bestimmte Anzahl der Nachweise (Scheine) sind wiederum notwendig, um zur Abschlussprüfung des Grundstudiums (Zwischenprüfung) zugelassen zu werden.
Das Hauptstudium
Nach der erfolgreich bestandenen Zwischenprüfung startet der Student ins Hauptstudium. Anders als im Grundstudium ist hier die Art des geplanten Abschlusses entscheidend für den weiteren Verlauf, die Planung und die Belegung der weiterführenden Seminare. Hier muss man jedoch wesentlich mehr Arbeit und Zeit investieren, um die begehrten Scheine zu erwerben. Der Unterschied zu den Seminaren im Grundstudium besteht darin, dass sich der Student hier für eine Fachrichtung und Schwerpunkte entscheidet und somit die Themengebiete für die anstehende Abschlussarbeit festlegt. Einige Dinge ändern sich jedoch nicht: Die Anzahl der SWS bleibt ungefähr gleich; und wieder braucht man eine vorgeschriebene Anzahl von Scheinen, um die Zulassung für die Abschluss- bzw. Examensarbeit zu bekommen.
Welche Veranstaltungen wähle ich aus?
Leider gibt es nicht immer nur Seminare, die schon von der Bezeichnung her interessant klingen. Im Verlauf des Studiums wird man Seminare besuchen müssen, die nicht genau die Interessen treffen. Es geht allerdings nicht darum, die ungeliebten Seminare so schnell wie möglich zu absolvieren. An vielen Universitäten gibt es eine genaue Anzahl an Seminarplätzen, so dass es oft nur möglich ist, pro Semester ein Seminar zu besuchen. Auch wenn das wenig klingt, mehrere Seminare in einem Semester abzuschließen kann einen schnell überfordern. Denn was nützt einem der Besuch eines Seminars, wenn man am Ende die Prüfung nicht besteht und das Referat vergeigt? Die Regelstudienzeit wird meist anhand des Mindestpensums vorgeschrieben, so dass ein Seminar pro Semester völlig ausreicht. Die Seminare sind wiederkehrend, dass heißt, dass fast in jedem Semester das gleiche Angebot zur Auswahl steht. Somit gibt es keine Probleme mit Überschneidungen – und sollte man wirklich ein Seminar nicht erfolgreich abschließen, so besteht schon im nächsten Semester die Möglichkeit der Wiederholung. Nach der Pflicht kommt die Kür – nicht alle Veranstaltungen sind gleichzeitig auch Pflichtveranstaltungen. Viele Vorlesungen ermöglichen dem Studenten, Wissen über das geforderte Hinaus zu erlangen oder Themeninhalte aufzufrischen.
Pflichtpraktika
Ein Praktikum
Die Abiturprüfungen finden in den meisten Bundesländern im Frühjahr, meist März bis Juni, statt. Hat man sich zu einem Studium entschlossen, so bleibt einem bis zum Semesterbeginn noch eine geraume Spanne an Zeit. Viele nutzen diese, um erst einmal in Urlaub zu fahren, durch Nebentätigkeiten etwas hinzuzuverdienen oder auch die bestandene Reifeprüfung ausgiebig zu feiern. Alles kein Problem, es sei denn, man muss vor Beginn des Studiums bereits ein Praktikum absolviert haben. Denn dann sollte man diese Zeit unbedingt dazu nutzen, genau dieses Praktikum zu machen.
Warum ein Pflichtpraktikum?
In vielen Studienfächern/Studienfächern tritt der Student im Verlauf seines Studiums ein oder mehrere Praxissemester an, welche dazu dienen, bereits erworbene theoretische Kenntnisse zu vertiefen und im Berufsleben zu erproben. Für eine ganze Reihe von Studiengängen wird jedoch verlangt, bereits vor Studienbeginn ein fachorientiertes Praktikum abzuleisten. Ohne den entsprechenden Nachweis ist eine Einschreibung und somit die Zulassung in dem gewünschten Fach nicht möglich. Solch ein Vorpraktikum ist dazu da, vor Beginn des Studiums Einblicke in die zukünftige Berufsbranche zu gewinnen. Es Kenntnisse gewonnen und Fähigkeiten erlernt, die für die Aufnahme des Studiums von Nöten sind. Zum einen kann sich der Praktikant so versichern, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben und seine Entscheidung zu festigen. Und dann ist dieses Praktikum natürlich die Grundlage für das folgende Studium, da die Hochschulen ihren Unterricht und ihre Lehre auf den erlernten Grundlagen aufbauen. Die Erfahrung in der Praxis hilft häufig, der Theorie mit einem besseren Verständnis entgegenzutreten, da viele Dinge bekannt sind und immer wieder auftauchen werden.
Auch wenn es Pflicht ist: Das Praktikum sollte nicht als Muss gesehen werden. Es sollte nicht willkürlich, sondern gezielt und überlegt gewählt werden. Ein Praktikum zu finden, welches dem Studenten den benötigten Nachweis zur Vorlage erbringt, ist sicher nicht schwer zu finden. Entscheidend ist, dass in dem Praktikum Kenntnisse über das Soll hinaus vermitteln werden können und sich somit neue Chancen ergeben. Vielleicht kann man sich ja bereits eine Option auf weitere Praktika oder eine Nebentätigkeit zum Studium sichern und gute Kontakte knüpfen?
Für welche Studiengänge brauche ich den Nachweis eines Vorpraktikums?
Nicht für alle Studiengänge und nicht an allen Hochschulen ist ein Vorpraktikum ein Muss. An Fachhochschulen, deren Schwerpunkt auf der praxisnahen Lehre liegt, ist es jedoch für fast alle Studiengänge zum Standard geworden. Wird in anderen Bereichen wie Sport und Kunst die Eignung des Studenten durch Aufnahmeprüfungen und Auswahlgespräche festgestellt, so sind es in den Bereichen Medien, Design, Technik und Wirtschaft die Praktika, die für die Hochschulen sicherstellt, den interessiertesten und motiviertesten Studenten ihren Studienplatz zu sichern. Auch in den Fächern Medizin sowie in sozialen Fächern wie soziale Arbeit oder Pädagogik ist ein Praktikum erwünscht. Ob das Studienfach ein Vorpraktikum verlangt, kann einfach bei der Studienberatung erfragt oder auf den Homepages der Hochschulen eingesehen werden.
Gezielt bewerben!
Am besten ist, man erstellt sich einen genauen Zeitplan. Auch wenn die Zeit zwischen Abiturprüfung und Semesterbeginn lang erscheint, so ist es doch am besten, dass man sich schon vor den Prüfungen um eine Praktikumsstelle bemüht. Je früher man sich bewirbt, desto mehr Auswahl an Unternehmen hat man und desto wahrscheinlicher ist dann auch die Zusage des Wunschunternehmens. Für Praktika jeglicher Art sollte man mit einer Vorlaufzeit von mindestens drei Monaten rechnen, bei Auslandspraktika sollte man sich noch mehr Zeit einplanen, mindestens 4-5 Monate. In der zeitlichen Kalkulation muss man die Recherche nach geeigneten Stellen, die Bewerbungsphase mit Rücklauf sowie die Vorstellungstermine berücksichtigen. Die meisten Praktika schreiben eine Dauer von 6-8 Wochen, es kann auch sein, dass eine Dauer von 3 Monaten erwünscht ist. In der Regel muss das Praktikum vor Beginn des Studiums komplett abgeleitet sein; nur in wenigen Fällen zeigt eine Hochschule hier Toleranz. In Rücksprache kann es immer wieder sein, dass dem Student gewährt wird, 60 Prozent vorab zu leisten und den Rest auf einen späteren Termin zu legen. Auch für Zivil- oder Wehrdienstleistende gilt an vielen Hochschulen eine besondere Regelung, da oft die freie Zeit bis zum Semesterstart nicht ausreicht, ein Praktikum über die geforderte Zeit zu machen. Wichtig: Wenn man sich entschlossen hat, ein Fach im sozialen Bereich zu belegen, so kann es sein, dass der Zivildienst, sofern dieser auch in einer sozialen Einrichtung erfolgte, anerkannt wird. Für FSJler (Teilnehmer freiwilliges soziales Jahr) gilt dasselbe. In vielen Fällen ist ein zusätzliches Praktikum dann gar nicht mehr nötig. Bei der Suche nach einer Praktikantenstelle ist der künftige Student meist auf sich selbst gestellt. Vorab sollte man die Bedingungen des Praktikums mit der Hochschule klären. Es kostet nichts, bei dieser Gelegenheit gleich Kontaktadressen zu erfragen. An vielen Universitäten gibt es auch interne Zeitschriften, Infoblätter oder Aushänge, die aktuelle Stellenausschreiben beinhalten oder darauf hinweisen. Auch der Kontakt zu Studenten, welche bereits ihr Praktikum hinter sich haben kann dienlich sein, vielleicht wird ein Unternehmen weiterempfohlen. Sollte dies alles ohne Erfolg bleiben, so stehen immer noch die Möglichkeiten der eigenen Recherche offen. Hierzu kann man sich im einfachsten Fall ein Branchenbuch zur Hand nehmen; Medium Nummer 1 bleibt das Internet: Hier gibt es nicht nur jede Menge Praktikumsbörsen, sondern man kann hier auch noch zusätzliche Informationen über die Unternehmen sammeln. So ist man bestens gewappnet, wenn es zum Vorstellungsgespräch kommt. Wenn man auch bei der Suche der Stelle nicht zu willkürlich handeln sollte, ganz so wählerisch darf man dann doch nicht sein. Da man als frischgebackener Abiturient keine Berufserfahrung vorweisen kann, sollte man sich flexibel zeigen. Viele Unternehmen setzen selbst bei Einsteigern gewisse Kenntnisse voraus, die sie entweder durch Eigeninitiative oder durch ein Schülerpraktikum haben könnten. Hier zählt einfach nur Ehrlichkeit. Wenn man die entsprechende Qualifikation noch nicht vorweisen kann, so sollte man gezielt auf sein Lernbereitschaft hinweisen. Wird ein Praktikum vergütet, so ist dies nur eine geringfügige Vergütung bzw. Aufwandsentschädigung, die dem Praktikanten meist Anfahrtskosten sichern soll. Hier darf man nicht zurückschrecken und sollte immer im Hinterkopf behalten, dass in vielen Unternehmen die Option eines Studentenjobs in Aussicht gestellt wird. Sollte das Geld dann doch trotz allem knapp werden: Es gibt Möglichkeiten im Bereich BAföG, die dem Student schon vor Beginn des Studiums finanziell fördern, solange dies ein Praktikum umfasst.
Das Vorstellungsgespräch
Ein Termin zum Vorstellungsgespräch darf Sie grundsätzlich motivieren. Es gibt also etwas in Ihrem Lebenslauf, was den Personalchef angesprochen hat und in dem Sie sich von Ihren Konkurrenten positiv unterscheiden. Vielleicht haben Sie sehr gute Noten, oder excelente Zeugnisse von Ihrem ehemaligen Chef, vielleicht begeistert aber auch Ihr Lebensweg und Ihre außergewöhnliche Ausbildung. Ein Grund sich zu freuen, aber kein Grund sich auszuruhen. Lediglich die erste Hürde haben Sie hinter sich gebracht. Eine kleine Hürde, denn im Lebenslauf und Anschreiben konnten Sie kaschieren, Dellen verschweigen, auf Hochglanz polieren. Im Vorstellungsgespräch wird es schwieriger. Sie haben keine Zeit lange über Antworten und Ihre Selbstpräsentation nachzudenken. Seien Sie wach wie ein Hase, schlau wie ein Fuchs und schnell wie ein Jaguar.Â
Sie haben nur eine Chance, sich von Ihrer besten Seite zu präsentieren!
Also, zeigen Sie berufliches Ich. Nehmen Sie den Ball in die Hand, laufen auf das Tor zu und versenken den Ball, wie ein Spitzenstürmer. Die ersten Minuten werden über die Länge und den Verlauf des Gespräches entscheiden. Man wird Sie in eine Schublade stecken, aus der Sie nur noch schwer herauskommen werden. Die folgenden Fragen werden dann schon von der halbbewussten Absicht des Personalers bestimmt, sich im Lauf des Gesprächs den ersten Eindruck bestätigen zu lassen. Man wird Sie fragen, welche Intention Sie hatten, sich bei diesem Unternehmen zu bewerben, warum Sie dieses Arbeitsfeld gewählt haben und was Sie an diesen Aufgaben begeistert. Das verlangt nach einer überzeugenden Antwort. Antworten, wie “ich habe Ihre Stellenanzeige gelesen und das hörte sich alles toll an. Da dachte ich, schick doch mal ne Bewerbung hin” sind eher weniger überzeugend. Sicher sollte man sich nicht anbiedern, aber ein bisschen mehr Mühe darf man sich schon geben. Berater für Bewerbungen empfehlen die Bewerbung von einer neutralen Person noch einmal überprüfen zu lassen. Vielleicht haben Sie ja die Gelegenheit, einer leitenden Person Ihre Version vorzulegen. Allerdings sollte Ihr Ratgeber Erfahrungen mit Bewerbern haben. Ein Vorarbeiter einer Schlosserei mit 10 Mitarbeitern ist hierbei nicht gerade die erste Wahl, aber vielleicht kreativ genug, um Ihnen wertvolle Tipps zu geben. Achten Sie darauf, dass Ihre Daten verwendbar und schlüssig sind. Beschäftigen Sie sich vor dem ersten Jobinterview noch einmal mit Ihrer Werbekampagne und gehen Sie jeden Punkt Ihrer Bewerbung noch einmal durch. Jede Bewerbung ist eine Werbebotschaft. In Werbebotschaften werden alle Aktivitäten und Ereignisse von ihrer besten Seite präsentiert. Hierbei gilt die Lebensweise, dass ein Glas nie halb leer, sondern immer im schlechtesten Fall halb voll ist, oder das noch ein bisschen im Glas ist. Man stellt somit das Positive heraus und vernachlässigt negative Aspekte. Nach diesen Betrachtungsweisen lesen Sie Ihre Schreiben, damit Sie nicht in unruhige Gewässer geraten.Gewöhnen Sie sich auch an, unmittelbar vor einem Gespräch noch einmal Ihre Bewerbung zu lesen und sich Ihre damaligen Überlegungen wieder ins Gedächtnis zu holen.
Welche Gedanken hatten Sie ursprünglich bei dieser Formulierung?
Schwere Interviewfragen und wie man damit verfahren kann.Jeder kennt das Gefühl, wenn er in eine Prüfung geht oder zu einem Vorgesetzten muss. Sofern man zu den betreffenden Personen kein freundschaftliches Verhältnis hat, gehen einem dabei schon die Nerven durch. Das ist auch völlig normal, denn man weiß nicht genau, was einen erwartet und man weiß nicht, wer einen erwartet. Der Eine mag damit vielleicht etwas besser zurecht kommen als der Andere. Im Allgemeinen ist das aber eine aufreibende Situation. Fragen, die an die eigene Person gehen und mit der fachlichen Qualifikation nichts zu tun haben, sind die schwersten. Dabei geht es um einen selbst, gefällt man dem Gegenüber, optische, zwischenmenschliche Faktoren spielen dabei eine Rolle. Eine komische Bewegung, ein schlecht ausgedrückter Satz, eine unsympathische Mimik reicht aus, um vielleicht nicht so echt und natürlich zu erscheinen, wie man wirklich ist. Vielleicht lag das auch nur daran, das man sich unwohl gefühlt hat. Unter normalen Bedingungen hätte man vielleicht die Situation noch in den Griff bekommen, aber die Nerven gehen mit einem durch. Dabei sind die Fragen in der Regel sehr ähnlich. Somit kann man sich auch darauf vorbereiten und sich schlagfertige Antworten überlegen.
Eine häufige Aufforderung ist, etwas über sich selbst zu erzählen. Eigentlich möchte der Personaler damit eine lockere Atmosphäre schaffen. Einige beginnen dann etwas zu erzählen. Im Grunde genommen möchte der Personaler aber wissen, ob Sie sich für die ausgeschriebene Stelle auch eignen. Es kommt also darauf an, was und wie Sie antworten. Antworten Sie auch jeden Fall standesgemäß, jeder Beruf hat seine Berufssprache und berufliche Verhaltesweisen und Regeln. Die sollten Sie nicht nur kennen, sondern auch beherrschen. Eine entsprechende Antwort auf diese Frage können Sie sich schon zu Hause zurecht legen und weitgehend auswendig lernen.
Formulieren Sie die Antwort aus und achten Sie darauf, dass Sie keine wichtigen Eigenschaften vergessen und widersprechen Sie sich nicht in Ihren Aussagen. Eine andere Frage könnte sich nach Ihrem Traumjob erkundigen. Je länger Sie reden, desto mehr Fehler können Sie machen. Den Traumjob schlechthin gibt es nicht. Auch wenn 80% der Aufgaben der ausgeschriebenen Stelle mit Ihrem Traumjob überein stimmen, bleibt das Risiko, dass Sie genau die 20 % nennen, die nicht der Stelle entsprechen und schon sind Sie draußen. Schade!Bitten Sie doch um eine kurze Beschreibung der ausgeschriebenen Stelle. Wer fragt, der führt und kann somit weniger Fehler machen.
Darüber hinaus sollten Sie sich über Presseartikel, Internet, Fachlektüre, Geschäftsberichte usw. über das Unternehmen informieren. Mit der Stellenbeschreibung wollen Sie nicht erfahren, was Sie schon wissen, sondern prüfen, ob Sie alles richtig verstanden haben. Lassen Sie allerdings niemals den Eindruck entstehen, dass Ihnen etwas nicht gefällt, wenn Sie etwas anders verstanden haben.
Sollten Sie dennoch plötzlich kein Interesse mehr an der Stelle haben, können Sie anfangen, Kritik zu üben. Das beendet das Gespräch schnell und sichert Ihnen die gewollte Absage in der Regel.Sicher möchte man auch wissen, ob Sie über die geforderten Erfahrungen verfügen. Reden Sie beruhigend und selbstsicher. Versichern Sie, dass Sie über ausreichend Erfahrungen verfügen, um die angestrebte Position bewältigen zu können. sofern Sie in ähnlichen Positionen gearbeitet haben, beschreiben Sie einfach ein Problem, dass Sie mit Erfolg gelöst haben. Das beruhigt den Personaler und bringt Ihnen wertvolle Punkte. Diese Beschreibung kann auch über die durchschnittlichen Zeugnisnoten, nach denen man Sie Fragen könnte, hinwegbringen. Reagieren Sie auf keinen Fall mit Erklärungen. Reden Sie über Ihre guten Zeugnisnoten und bringen diese mit dem Job in Einklang. Zeigen Sie, was Sie gelernt haben.
Beliebte Fragen, wenn auch unsinnig, sind die Beschreibung der eigenen Person in drei oder fünf Jahren. Manche antworten mit “Auf Ihrem Stuhl”, prinzipiell sehr lustig und individuell, aber auch sehr riskant. Während der Eine vielleicht darauf abfährt und dies der entscheidende Spruch ist für die Stellenzusage, ist der andere äußerst beleidigt, weil er nicht verstanden hat, dass er selbst entweder eine Position nach oben gerückt ist oder so schlechte Arbeit geliefert hat, dass er nicht mehr haltbar war.
Sicherer ist da die Aufforderung nach einem herausfordernden Job, bei dem man sich selbst verwirklichen kann. Letztlich bekommt man immer die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Vielleicht fragen Sie Ihr Gegenüber, was ihm an seinem Job so gefällt. Das stellt eine persönliche Beziehung her und sicher kann er sich bei Ihrem nächsten Anruf, mit dem Sie sich wieder ins Gedächtnis bringen, an Sie erinnern.
Die Kleiderordnung
Bewerber-Outfits Empfehlung
1. Neutrale und formal korrekte Kleidung und den Rahmenbedingungen angepasst. Der Bewerber sollte sich an die soziale und berufliche Position der Stelle, anpassen.
2. Wer noch nie einen Anzug oder ein Kostüm getragen hat, kann sich zuvor an Probeläufen versuchen, sich so an die neue Garderobe gewöhnen. Der nächste Besuch in einem Restaurant kann etwa schon zum “Schaulaufen” werden.
3. Als Mitarbeiter eines großen Konzerns, einer mittelständigen Unternehmung, eines kleinen Handelsgeschäftes oder Handwerkbetriebes wird die Position repräsentiert. Als Baustein des Unternehmens, wird sowohl in sozialer als auch wirtschaftlicher Sicht die Arbeit verkörpert. Mit Stil sich den Dingen des Alltags zu wenden, kann Vorteile für die berufliche Zukunft haben.
Bevor es zu einem Fototermin geht, sollte also das neue “Outfit” nicht ehr als Fremdkörper betrachtet werden. Ein Foto soll authentisch wirken und dazu ist es notwenig, dass derjenige sich wohlfühlt. Der Termin beim Fotografen wird wahrscheinlich anstrengend und aufwendig sein. Dabei wird es sich lohnen, Geld in ein gelungenes Bewerberfoto zu investieren.Â
Beim Fotoshootinh benötigt man Zeit, um den Fotografen kennenzulernen und dessen Vorgehensweise zu erfahren. Ein guter Fotograf nimmt sich die Zeit! Beim Ausdruck der Fotos sollte die Wahl auf das bessere Papier fallen, denn der erste Eindruck zählt. Das Foto sollte außerdem nciht einfach mit einer Büroklammer befestigt werden.
Das Arbeitsamt bewilligt in der Regel auf Antrag einen Bewerbungszuschuss. Das Arbeitsamt, oder besser, die Agentur für Arbeit ist nicht dafür verantwortlich, das Sie einen neuen Arbeitsplatz bekommen. Die Verantwortung für die berufliche Existenz liegt beim Bewerber. Er oder sie entscheidet, welchen Stellenwert der neue Job hat.
Bei Postbewerbungen verwendet man immer das klassische Foto, bei Online Bewerbungen, die mittlerweiler oft bevorzugt werden, kann man das Bild als Datei einfügen. Der Dateiumfang gibt auch die Bildschärfe an.
In der Regel lieber nicht!
Bewerbungsfoto
Das Bewerbungsfoto hat auf keinem Land der Erde so eine große Bedeutung, wie dies in Deutschland der Fall ist. Ein Foto setzt sich aus sieben Dimensionen und mehr als 22 Aspekten zusammen. Mit dieser Information erhält ein professionelles Bewerberfoto einen noch gewichtigeren Einfluss als es uns in der Vergangenheit bewusst war.
Studien haben ergeben, dass unsere Wahrnehmung auf Bilder fixiert ist und erst an zweiter Stelle Texte registriert. Durch das Bild wird gleichzeitig auch eine Kategorisierung vorgenommen. Ein sympathischen Bild ist man offener und wohlwollender gegenüber als abgebildeten Personen, die nicht unserem Geschmack entsprechen. Des Weiteren können wir uns textliche Inhalte leichter merken, wenn wir es mit einem außergewöhnlichen Bild verknüpfen können. Somit sichert man sich bei guter Qualifizierung mehr Aufmerksamkeit gegenüber den Wettbewerbern.Â
Positionieren Sie Ihr Bewerbungsfoto auf einer separaten Seite, das sichert mehr Aufmerksamkeit, die nicht durch andere Zeichen und Texte abgelenkt wird. Überdenken Sie, wie der Verkäufer aussehen müsste, damit Sie ihm nahezu alles abkaufen würden. Nehmen Sie sich diesen Gesichtsausdruck als Vorbild und kopieren dies. Was Ihnen gefällt, können Sie auch überzeugend kopieren und spiegelt sie authentisch wider.Â
Ein guter Fotograf wird Sie sicher Fragen, für welche Branche Sie sich bewerben und auf welche Position die Bewerbung ausgerichtet wird. Denn jeder Job richtet auch Standards an das Bild. Verschiedene Hintergründe, Stylings, Positionierung, Mimik, Gestik beeinflussen die Ausstrahlung positiv, neutral oder negativ. Dabei muss es sich nicht gleich um einen “Starschnitt” handeln, aber es gibt zum Beispiel Empfehlungen, welche Größe ein Bild haben kann. Zu empfehlen ist hier ein Bild von 50 mm in der Breite und 62 mm in der Höhe, maximal 60 mm mal 90 mm. Andere bevorzugen Formate von 8 x 6 cm bis 5 x 4 cm. Dazu eine simple Überlegung: Fotostudios liefern üblicherweise bewerbertypische Formate um 6 x 4 cm. Das setzt einen Standard. Größer sollten die Fotos allerdings wirklich nicht sein. Sicher ist allerdings, ein Fotostudio, dass diese Parameter nicht abfragt, sollte Ihnen zu denken geben und vielleicht lieber dazu bewegen ein anderes Studio aufzusuchen.Â
Vertriebler können übrigens gern ein großes Foto wählen, genauso ist es in der Medien- Branche üblich, sich eher mit einem großzügigen Foto zu bewerben. Eine Sekretärin sollte allerdings ihr Foto auf einem normalen Maß anfertigen lassen. Ergo, Bewerber mit großem Ego dürfen in einigen Branchen dies auch zeigen.
Natürlich sollten Sie Ihren Style an das Image des Unternehmens anpassen und nach der Position ausrichten auf die man sich bewirbt. Forschen und informieren Sie sich über das Unternehmen und finden Sie heraus, was das Unternehmen verkörpern möchte. Dies finden Sie zum Beispiel heraus, indem Sie sich die Zielgruppe betrachten, den Außenauftritt analysieren und sich den Web Auftritt anschauen. Unserer Meinung nach sollten Sie ein neutrales Outfit wählen. Für Männer gilt grundsätzlich immer ein gebügeltes Hemd und eine passende Krawatte, dessen Muster mit dem Rest des Fotos harmonisieren sollte . Die Frauen sind beim Outfit etwas freier und sollten einfach geschäftsmäßig wirken. Wir denken, dass Sie auf ein Girlie Dress oder flippiges Outfit verzichten sollten (gilt auch unbedingt für Auszubildende). Wir raten Bewerbern, sich so zu kleiden, wie es in ihrem Berufsstand üblich ist. Ein Steuerberater sollte einen dunklen Anzug tragen und sollte im Gegensatz zum Modedesigner auf schrille Farben verzichten. Es sollten daher einige Regeln beim Bewerbungsfoto beachtet werden. Selbst Kleinigkeiten können fatale Folgen haben. Damit man die größten Fehler vermeidet, haben wir diese unter Makes and Dont´s noch einmal dargestellt. Â
Soft Skills
Einige können vielleicht mit dieser Rubrik nicht sofort etwas anfangen. Wir wollen daher die Schwerpunkte dieser Seite kurz zusammenfassen. Auch wenn sich einige Punkte aus den anderen Rubriken hier wiederholen, halten wir es für wichtig, noch einmal darauf hinzuweisen. So werden wir einige Beispiele nennen, wie man auf Fragen von Personalern reagieren kann und sollte. Danach gehen wir zur Selbstanalyse über. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, sich selbst besser kennen zulernen.Â
Natürlich sollen auch hier wertvolle Bewerbungstipps nicht fehlen. Lange Rede, kurzer Sinn, für die Lateiner unter uns, steigen wir in “medias res”. Worum geht es bei den Soft Skills eigentlich wirklich? Wir denken zuerst an die Psyche eines Menschen, eines Bewerbers. Im Duden lesen wir unter: Â
| Phi|lo|so|phie, die; -, -n [lat. philosophia < griech. philosophÃa, zu: phileÃn= lieben, gern haben u. sophÃa= Weisheit]: 1. Streben nach Erkenntnis über den Sinn des Lebens, das Wesen der Welt u. die Stellung des Menschen in der Welt; Lehre, Wissenschaft von der Erkenntnis des Sinns des Lebens, der Welt u. der Stellung des Menschen in der Welt: die materialistische, idealistische P.; P. lehren, studieren. |
 2. persönliche Art u. Weise, das Leben u. die Dinge zu betrachten: seine P. lautet: leben und leben lassen; ich habe mir meine eigene P. zurechtgezimmert. © Duden - Deutsches Universalwörterbuch,   5. Aufl. Mannheim 2003.Â
Im Folgenden versuchen wir die Beschreibung des Dudens auf unsere Bewerbungssituation zu übertragen. Sie verfügen über zwei Leben, über ein Privatleben und ein Berufsleben. Einige mögen das ganz streng trennen und haben einen beruflichen und einen privaten Freundeskreis. Mit dem Wechsel des Jobs verliert man auch die Freunde aus dem beruflichen Umfeld.  Welche Vor- und Nachteile diese strikte Trennung hat, soll jeder für sich selbst analysieren. Beschäftigen wir uns lieber mit dem beruflichen Ich.Â
Ihr berufliches Ich Ihr berufliches Ich beginnt im Vorstellungsgespräch. Stellen wir uns einmal vor, wir würden uns in einem Handball-Bundesligaspiel befinden. Sie sind der/die Stürmer/In. Sie bekommen den Ball zugeworfen und laufen los. Sie haben nur ein Ziel, den Ball in das Tor zu bringen, ohne Umwege. Sie reagieren schnell, flink und immer gut aufgelegt. Wie im Spiel, entscheiden auch im Berufsleben die ersten Minuten. Nach den ersten Worten wird der Personaler kategorisieren. Schubladendenken wie man es tagtäglich auch im privaten Leben praktiziert. Zukünftige Fragen werden sich dann nach dem gewonnenen Eindruck richten. Ein andauerndes Frage- und Antwort-Spiel folgt. Sie sind der Stürmer, der einen Ball nach dem anderen zugeworfen bekommt und Sie versuchen neben dem Einlochen im Tor auch noch verdammt gut auszusehen. Dabei ist es nicht entscheidend, dass Sie die Fragen lang und breit beantworten. Nehmen wir einmal an, man würde Sie fragen, übrigens eine sehr häufig gestellte Frage, wie ein Kollege Sie beschreiben würde. Darauf kann man verschieden reagieren. Mögliche Antworten sind zum Beispiel, “Energisch. Praktisch. Gut.”, Zuverlässig. Zuversichtlich. Zupackend.” Benutzen Sie keine Füllworte wie “Also…”, ” Ich sag mal so,…”, “Ähm… ” oder was auch immer. Diese Füllworte sind so effektiv wie schlechte Fernsehwerbung. Jeder nimmt sie wahr und schaut nie wieder hin. Zeigen Sie Ihren Killerinstinkt, kurz, schnapp und knackig und wirken trotz allem auch noch eloquent. Killerinstinkt hat nichts mit Mundfaulheit gemein. Am Besten kann man das nutzen, wenn man sich selbst kennt und weiß, wer und was man ist.Â
Onlinetests helfen bei der Selbsteinschätzung und können Personen bei der Berufswahl und beim Jobwechsel unterstützen. Ob jemand jedoch ein erfolgreicher Arzt oder Unternehmer wird, können sie nicht vorhersagen. Und noch etwas: Wer mehrere Tests absolviert, fährt generell besser. Wer sich nicht nur auf einen Test verlässt, kann Tendenzen besser erkennen und möglicherweise fehlerhafte Einschätzungen minimieren. Wichtig ist aber auch, dass die Anwender beim Ausfüllen der Fragebögen ehrlich sind. Denn nur so können sie auch eine kompetente Einschätzung bekommen. Sicher sitzen Sie jetzt am Schreibtisch und haben sich ein weißes Blatt Papier genommen, um nun niederzuschreiben, welche Wünsche Sie haben. Das klappt auch bei einigen ganz gut, solange man sich auf Stichworte beschränkt. Den anderen fällt nur ein, dass sie der/die Richtige für den Job ist. Das ist leider ein bisschen zu wenig. Hier ein kleiner Tipp. Legen Sie das Stellenangebot weg und fangen Sie an zu träumen. Stellen Sie sich Schritt für Schritt vor, wie Ihre Karriere aussehen soll. Welche Stufen Ihr Werdegang haben soll, welche Aufgaben Sie übernehmen, wie Sie Probleme lösen. Schreiben Sie Ihre Vorstellungen auf. Nachdem Sie Ihre Überlegungen zu Papier gebracht haben, gratulieren wir Ihnen zu einem erfolgreichen Schritt. Sie haben gerade Ihre Ziele formuliert.Â
Welche Fähigkeiten haben Sie?
Sie haben nun mit dem Adenauer Kreuz Ihre Stärken und Schwächen aufgelistet und ergänzend dazu Ihre Ziele niedergeschrieben. Nun ist es an der Zeit, dass Sie ein neues weißes Blatt zur Hand nehmen und alle Eigenschaften und Anforderungen aufschreiben, die zur Besetzung Ihrer neuen Stelle vorausgesetzt werden. Greifen Sie dabei auch auf Fachlektüre zurück. Dann können Sie sicher sein, dass Sie alle wesentlichen Anforderungen aufgelistet haben. Nachdem Sie die fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten aufgeschrieben haben, gehen Sie nun zu den persönlichen Fähigkeiten (Soft Skills) über.Nun ist es Ihre Aufgabe, den eigenen Stärken und Schwächen die Anforderungen gegenüberzustellen. Auch hier können Sie wieder ein Adenauer Kreuz zur Hilfe nehmen, um zu prüfen, ob Sie die Anforderungen erfüllen. Prüfen Sie danach, ob Sie sich für den Job fit fühlen. Haben Sie allerdings dabei auch etwas Mut, man wächst an Aufgaben. Sollten Sie nicht hundert Prozent der Anforderungen erfüllen, stecken Sie nicht den Kopf in den Sand. Einer Mehrzahl von Anforderungen für das gewählte Jobprofil sollten Sie jedoch schon entsprechen.Â
Recherche
In den folgenden Zeilen werden wir uns mit dem Stellengesuch, dem Arbeitgeber und verschiedenen Verfahrensweisen zur Stellensuche beschäftigen. Viele Bewerber erhalten eine Absage, weil sie sich auf Stellen beworben haben, deren Anforderungen sie nicht erfüllen. Dabei waren sie von der Eignung überzeugt.Â
Lesen Sie die Stellenanzeige zwischen den Zeilen!Verschaffen Sie sich Information über den Arbeitgeber! Wie findet man die richtige Stelle in der großen Vielfalt?
Eine alte und klassische Methode sich über das Stellenangebot zu informieren, sind die Printmedien. Im Stellenteil der Tageszeitung finden Sie in der Regel mehrere Seiten mit Stellenangeboten. In vielen Regionen gibt es lokale Stadtteilzeitungen, die ähnliche Rubriken haben. Führend im Stellenmarkt ist unter anderem die FAZ und die Süddeutsche Zeitung. Natürlich finden Sie auch gerade am Samstag in Ihrer regionalen Tageszeitung einen ausführlichen Stellenmarkt. Ebenfalls sind Fachzeitungen eine sehr gute Alternative. Jeder Fachbereich verfügt über branchenspezifische Zeitungen. Erkundigen Sie sich nach diesen und Sie werden vielleicht den entscheidenden Schritt schneller sein als Ihre Konkurrenten.Â
Die inzwischen noch preiswertere und wesentlich umfangreichere Version ist das Internet. Diverse Job-Sites bieten viele hundert Jobangebote. Die bequemen Suchfunktionen ermöglichen eine komfortable Eingrenzung der gesuchten Stellen. Sie können die Stellen regional eingrenzen, nach Branchen, national oder international und vieles mehr. Große Sites stellen der Hochschulanzeiger, Jobscout24, Monster und Step Stone dar. Sicher gibt es darüber hinaus noch diverse weitere Stellenanzeiger, die auch gute Funktionen und Stellenausschreibungen beinhalten. Neben dem Stellenanzeiger kann man sich auch eine Liste machen, in der man die Firmen einträgt, in denen man gern arbeiten würde. Alle großen und mittelständigen Unternehmen verfügen über einen eigenen Internetauftritt, der auch eine Kategorie “Stellengesuch oder Jobs” beinhaltet. Vielleicht ist diese Variante für diejenigen sinnvoll, die eine Stelle in der gewohnten Umgebung suchen.Â
Tipp bei der Stellensuche:
Bewerben Sie sich bei Unternehmen, die nicht so bekannt sind, bei Unternehmen in der zweiten oder dritten Reihe. Einige werden jetzt etwas überrascht sein, aber die Erklärung dazu ist sehr einfach. Sicher haben Sie sich überlegt für ein Weltunternehmen zu arbeiten, das gibt Sicherheit und ist solide. Allerdings denkt jeder so, was zur Folge hat, dass diese Betriebe sehr hohe Bewerberzahlen auf ein Inserat bekommen. Zusätzlich gibt es noch die Initiativbewerbungen. Sie werden nachvollziehen können, dass Ihre Referenzen schon exzellent sein müssen, damit Sie eine Chance haben unter die Top10 zu kommen. Kleinere Unternehmen bieten daneben auch die Chance, schneller Karriere zu machen, da der Verdrängungswettbewerb kleiner ist.Â
Lesen Sie die Stellenanzeige zwischen den Zeilen
Nehmen Sie sich das Stellenangebot Ihrer Traumstelle zur Hand und lesen Sie die Anforderungen. Die Mehrheit wird bei kritischer Betrachtung zugeben müssen, dass sie nicht alle Anforderungen erfüllen kann. In Stellenanzeigen werden immer die Idealbesetzungen gesucht. Die Spritzigkeit eines/r 25-Jährigen/er, das Wissen eines Akademikers mit mindestens drei Hochschulstudiengängen, die Erfahrung eines 50jährigen, die Flexibilität eines Singles und die Ruhe eines/r Familienvaters/mutter. Natürlich ist das teilweise etwas übertrieben, aber es macht deutlich, dass die Personaler die Besten der Besten für die Stellenbesetzung suchen. Seien Sie frohen Mutes, wenn Sie wenigstens zu 60 Prozent die gestellten Anforderungen erfüllen.
Jede Stellenanzeige ist in zwei Kategorien eingeteilt. In jeder Stellenanzeige finden Sie Abschnitte, in denen Anforderungen aufgelistet sind, die Sie unbedingt erfüllen müssen, um diese Stelle ausüben zu können und es gibt Passagen, denen Sie entsprechen sollten. Dies sind Anforderungen mit denen Sie Zusatzpunkte gewinnen können.Ganz typische Formulierungen für Kann-Optionen sind “wünschenswert”, “vorteilhaft” oder “optimal”. Hier zeigt der Inserat, dass ihm zwar diese Kenntnis wichtig ist, aber der Erfolg der Arbeit dadurch nicht in Frage gestellt ist, weil es etwa betriebsinterne Fortbildungen zu diesem Punkt gibt, eine andere Abteilung vorhanden ist, die diese Anforderungen erfüllt, die Abfrage der Anforderung so selten ist, das es andere Behelfsmaßnahmen gibt, die dann greifen. Die sogenannten Muss-Anforderungen sind eindeutig angeführt mit Worten wie “wir erwarten, wir setzen voraus, einschlägige Erfahrungen in, Routine” usw.. Wer hier nicht den Anforderungen entspricht, kann sich die Zeit und die Aufwendungen für Papier und Porto sparen, es sei denn, dass sein “Vitamin B” so groß ist, dass seine Qualifikation zweitrangig ist.Einige dieser Anforderungen kann man schnell erlernen, wie verschiedene einfache Programme, ein Informatiker kann sich vielleicht auch schnell in eine andere Programmiersprache einlesen, in der Regel ist dies aber in der Zeit zwischen Bewerbung und Anstellung nicht möglich. Bleiben Sie daher realistisch in Ihren Einschätzungen, wäre doch schade nach dem Hochmut wieder schnell zu fallen, oder?
Information über Arbeitgeber
Sie haben sich nun beworben und einige Einladungen zu persönlichen Vorstellungsgesprächen bekommen? Dann wird es Zeit, sich auf dieses wichtige Gespräch intensiv vorzubereiten. Neben den üblichen Fragen im persönlichen Miteinander sollten Sie sich allerdings auch über das Unternehmen informieren. An dieser Stelle weisen wir noch einmal darauf hin, dass es im persönlichen Gespräch Ihre Aufgabe ist, den Personaler zu überzeugen. Überzeugen müssen Sie zwar auch durch emotionale Intelligenz, aber genauso wichtig ist es, dass Sie mit Fakten glänzen. Was bedeutet das, mit Fakten glänzen? Ihre fachliche Kompetenz ist ein Faktum, aber auch Ihr Wissen über das Unternehmen. Kenntnisse über das Unternehmen kann den einen oder anderen vor ein großes Problem stellen. Große Konzerne und einige mittelständige Unternehmungen verfügen über einen aussagekräftigen Internetauftritt. Auf diesen Seiten werden die Dienstleistungen vertrieblich und informativ beschrieben. Schauen Sie hierbei auch auf ausländische Seiten, indem Sie die Endung verändern z.B. in “com”. Viele dieser Internetauftritte geben allerdings keine Information über die betrieblichen Kooperationen mit anderen Unternehmen. Sie müssen nicht alle Netzwerke kennen, aber zwei bis drei Kooperationen sollten Ihnen schon bekannt sein, zumal, wenn es die Abteilung betrifft, für die Sie sich bewerben. Information über betriebliche Netzwerke befinden sich in vielen Fällen auch im Internet. Schauen Sie sich in den einschlägigen Suchmaschinen um, in Online Zeitungen oder in Communities, die Branchen zusammenführen. Bewerbungsportale, sowie die Eingabe bestimmter Fachbegriffe verknüpft mit dem Unternehmensnamen können in einigen Fällen auch weiterhelfen. Es gibt aber auch noch klassische Methoden, wie Messen, Bibliotheken und Fach- oder Wochenzeitungen.Bei Ihren Recherchen schauen Sie sich neben den Netzwerken auch einmal die Mitarbeiterzahl an, den Umsatz der letzten zwei Jahre, den Gewinn, sofern dies ausgewiesen ist und Nachrichten über zukünftige Projekte. Nicht zuletzt informieren Sie sich über die Firmenphilosophie. Hieran kann man in vielen Fällen nicht nur Expansionswünsche ablesen, sondern auch soziales Engagement und politische Sympathien. Alle diese Angaben müssen Sie nicht auswendig lernen und dann im persönlichen Gespräch aufsagen. Viel mehr sollten Sie diese Daten einfach wissen, so dass Sie für den Fall, dass Sie etwas über das Unternehmen erzählen sollen, oder Sie eventuell Gründe für genau dieses Unternehmen nennen müssen, nicht sprachlos werden. Verschiedene Fakten verknüpft miteinander bieten eine ideale Grundlage zu einer plausiblen Begründung zur Bewerbung genau in diesem Unternehmen.Â
Stellengesuch
Das Stellengesuch ist eine weitere Möglichkeit, eine neue Stelle zu finden neben den klassischen Methoden wie das Stellenangebot in der Zeitung, im Internet oder die Job Profile auf den Internetauftritten der Unternehmen. Vielleicht haben Sie auch schon darüber nachgedacht, selbst ein Stellengesuch aufzugeben. Grundsätzlich ist dies eine sehr gute Idee, wenn man einige Spielregeln beachtet. Leider ist es so, dass die meisten Stellengesuche gerade bei der heutigen Arbeitsmarktlage nur begrenzt erfolgreich sind. Wir hatten schon zuvor erwähnt, dass die Personalleiter heute bei jedem Stellenangebot im Schnitt 150 bis 600 Bewerbungen bekommen. Bei den großen Markenkonzernen sind es auch gern einmal mehr Bewerbungen. Das ist auch eine Erklärung dafür, dass die Resonanz eines Stellengesuches derzeit nicht mehr die Ausbeute bringt, wie dies noch Anfang des 21. Jahrhunderts war. Trotz der neuen Umstände ist es nicht abwegig, ein Stellengesuch aufzugeben. Ein Stellengesuch sollte sich allerdings von der Masse abgrenzen. Sicher haben Sie auch selbst in der einschlägigen Presse, wie FAZ, der Süddeutschen Zeitung oder vielleicht auch der regionalen Tageszeitung die Seiten mit Stellengesuchen bemerkt. Bevor Sie Ihr eigenes Stellengesuch aufgeben, studieren Sie intensiv die Seite der Stellengesuche einer großen Zeitung und schreiben sich die Formulierungen auf, die Sie öfter als zweimal lesen. Sie werden bemerken, dass die meisten Anzeigen identisch sind, die gleichen Formulierungen beinhalten, teilweise sogar das gleiche Styling haben. Für einen Personaler das absolute Horrorszenario. Daher grenzen Sie Ihr Stellengesuch von der Masse ab und Sie haben die Aufmerksamkeit der Entscheidungsträger. Widmen wir uns nun den Spielregeln, die bei einem Stellengesuch eingehalten werden sollten. Natürlich müssen Sie Ihre fachliche Qualifikation in dem Stellengesuch positionieren. Gern kann man dabei auch vorteilhafte Formulierungen verwenden, denn ein Stellengesuch ist nichts anderes als eine Werbeanzeige, in der Sie sich und Ihre Fähigkeiten anbieten für die Stellensucher. Sie suchen keine Stelle, Sie bieten Ihre Arbeitskraft an. Ihre Fähigkeiten ergänzen Sie mit Ihren beruflichen Erfolgen und weisen alle beruflichen Erfolge aus. Sie wissen nicht, welche Fähigkeiten für den Personaler interessant sind. Vielleicht haben Sie für eine kurze Zeit den gewünschten Beruf evtl. nur in einer Nebentätigkeit ausgeübt. Entscheidungen werden in vielen Fällen zugunsten derjenigen gefällt, die Gemeinsamkeiten zu dem Leser aufweisen. Alle Formulierungen sollten nicht nur aus finanziellen Gesichtspunkten kurz und knapp sein. Je schneller der Personaler die wichtigen Fakten erkennen kann, desto eher ist er bereit, sich mit Ihrer Anzeige auseinander zusetzen.
Ergo:
kurz, knapp und eindringlich, das sind die Trümpfe, die Sie ausspielen können. Spielen Sie mit Schriftarten und Stärken, aber seien Sie damit sparsam. Nie mehr als zwei Schriftarten verwenden, die klar und gut lesbar sind. Die gleiche Regel gilt auch für die Schriftstärke. Am Besten Sie besprechen dies in einem Vorgespräch mit dem Verlag oder der Anzeigenredaktion. Vielleicht gibt es die Möglichkeit 3D-Effekte einzubringen, doppelt zu unterstreichen oder statt der gewöhnlichen rechteckigen Anzeigen eine Anzeige ohne Rand, dicken, dünnen oder doppelten Rand zu gestalten. Andere Formen, wie Quadrate, Dreiecke unw. sorgen auf jeden Fall für Aufmerksamkeit und können je nach Branche auch angewendet werden. Ein Stellengesuch als Steuerberater sollte sicher konservativer aussehen als die eines Medienberaters. Vergessen Sie auf keinen Fall die Positionen anzugeben, die Sie anbieten, ob Sie auch einen Ortswechsel in Betracht ziehen würden, Ihr Alter und natürlich Ihr Geschlecht. Gestalten Sie Ihre Werbeanzeige auffällig, aber machen Sie niemals Versprechungen, die Sie selbst bei noch so großen Bemühungen nicht erfüllen können. Stellen Sie sich positiv dar, aber bezeichnen Sie sich nicht als “Spitzenkraft” oder ” Allrounder”. Sollten Sie eine Spitzenkraft sein, werden Ihre Fähigkeiten und Ihre beruflichen Qualifikationen darauf hinweisen. Machen Sie deutlich, dass Sie gut sind, aber heben Sie das “As” für das Bewerbungsgespräch auf, oder besser, lassen Sie den Personaler selbst herausfinden, wie gut Sie sind. Bescheidenheit ist dort angemessener. Die selbstbezeichneten Allrounder haben sich mit dieser Bezeichnung selbst aus den Verfahren geworfen. Stellen Sie sich vor, Sie ordern einen Handwerker, der Ihre Heizung reparieren soll. Dieser gibt Ihnen eine Visitenkarte, mit welcher er für seine Kenntnisse in EDV, Kfz, Bürobuchhaltung und Ungezieferentsorgung wirbt. Hört sich toll an, ein Mann für alle Probleme. Glauben Sie wirklich, dass er in allen Bereichen eine Spitzenkraft ist? Wohl kaum. Beschränken Sie sich auf Ihr Fachgebiet, in dem Sie wirklich gut sind.
Zum Schluss ein Tipp zu der Größe des Stellengesuchs:
Grundsätzlich sollte die Größe der Anzeige der angestrebten Position entsprechen. Als Malergeselle ist es zwar toll, wenn Sie auf einer halben Seite inserieren. Dies ist aber absolut übertrieben und könnte von dem einen oder anderen Chef falsch verstanden werden. Die Faustregel lautet, dass Sie ca. 0,5% des angestrebten Jahresgehaltes für eine regionale und 1% für eine überregionale Anzeige, wie in der FAZ, investieren sollten.Â
Socialising
Im Marketing gibt es einen Fachbegriff für diejenigen, die auf jeder Party zu sehen sind und sich mit vielen Leuten unterhalten. Neben der Tatsache, dass man eine Menge Spaß hat, lernt man auch viele Menschen kennen. Im übertragenen Sinn heißt das, dass Sie Kontakte machen. Es ist kein Geheimnis, dass Menschen, die viele gute Kontakte haben, sich mit der Karriere leichter tun. Die guten Stellen werden häufig unter der Hand vergeben, weil der eine einen kennt, der die entsprechende Qualifikation hat. Die Mehrheit verfügt allerdings nicht über diese Kontakte in der notwendigen Breite. Das Problem können Sie zwar nicht kurzfristig lösen, aber für die Zukunft sollten Sie Ihr Leben in der Weise verändern, dass Sie ein Networker werden. Die Aktivitäten sollten, egal was Sie machen, sich immer um Networken und Socialisen bewegen. Besuchen Sie Visitenkartenparties und lernen neue Leute kennen. Je größer Ihr Netzwerk ist, um so leichter entwickeln Sie sich auf Ihrem beruflichen Weg. Sie bleiben kürzer arbeitslos, bekommen die besseren Stellen und machen schneller Karriere. Viele Networker sortieren Ihre Kontakte, indem Sie Beziehungen aus verschiedenen Gründen nicht pflegen. Mag sein, dass der eine Bekannte von der Party keine leitende Position hat, oder sogar arbeitslos ist. Vielleicht ist es gerade aber derjenige, der über gute Kontakte verfügt und Sie vermitteln kann. Besitzen Sie keine falsche Arroganz, manchmal haben die kleinsten Fische die besten Kontakte, weil sie so klein sind und auch unterschätzt werden.Bis Sie die entsprechenden Kontakte haben, müssen Sie sich mit dem Vorhandenen abfinden. Das sind in der Regel Ihre Familie, Ihre Bekannte, Ihre langjährigen Freunde, ehemalige Arbeitskollegen, sollten Sie im Verein oder Interessengemeinschaften aktiv sein, haben Sie hier noch weiteres Potenzial. Ein Arbeitsangebot anzugeben, ist den meisten Menschen eher peinlich, zumal wenn die Suche länger als sechs Monate dauert. Diese Bescheidenheit kann fatale Folgen haben. Verschweigen Sie Ihrem Umfeld, dass Sie Arbeitssuchender sind, wird Ihnen auch keiner einen Job anbieten. Ärgerlich, wenn die Traumstelle zu vergeben war. Also, fangen Sie mit der Publikation an, bevor Sie arbeitslos sind, also am Tag der Kündigung. Dann können Sie sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis bewerben, was immer einen besseren Eindruck hinterlässt.  Die meisten Kontakte geschehen rein zufällig, daher ist es wichtig, dass Sie sich unter die Menschen mischen, um Fortuna zu Ihrem Vorteil ausnutzen zu können. Stellen Sie Fragen, wenn Sie neue Leute treffen. Fragen Sie nach Gemeinsamkeiten, Hobbys oder beruflichem Werdegang. Für Studenten/Absolventen gibt es einen besonderen Weg, für sich zu werben. Jedes Jahr im Herbst findet ein Absolventenkongress statt. Viele Unternehmen nutzen diese Messe, um ihr Unternehmen vorzustellen und Kontakte zu knüpfen. Es werden auf diesen Messen Adressen, Telefonnummern und Bewerbungsmappen ausgetauscht. Man sollte somit einige Kurzbewerbungen mitnehmen und seine Visitenkarten griffbereit haben. Auf solchen Messen ist es ratsam, wenn Sie sich zu jedem Unternehmen Notizen machen.Â
Soft Skills setzen mit dem Telefon!
Jeder Bewerber sollte - bevor er seine Bewerbung schreibt und versendet - den telefonischen Kontakt zu der Unternehmung suchen. Sie erhöhen je nach Gesprächsablauf Ihre Chance um bis zu 100%. Verwunderlich, dass nur 8% bis 10% diese Möglichkeit nutzen.Â
1.  Recherche
Wir haben im oberen Absatz über Informationssuche zu dem Unternehmen gesprochen. Ein Telefonat sollte nicht dazu dienen, dass Sie den Personaler ausfragen, wie das Unternehmen aufgestellt ist, aber Sie erfahren vielleicht die eine oder andere Information. Große Unternehmen verfügen auch über Pressemappen, die sie verschicken. Diese werden übrigens auch auf Messen ausgegeben.Â
2. Nachhaken
Gute Unternehmen versenden innerhalb der ersten drei Wochen eine Eingangsbestätigung. In den meisten Fällen wird darauf hingewiesen, dass die Bewerbung eingegangen ist und sich das Bewerbungsverfahren etwas verzögert. Je nachdem wann Sie die Eingangsbestätigung erhalten haben, können Sie zwischen der vierten und sechsten Woche den Kontakt suchen und sich erkundigen, welchen Status das Bewerbungsverfahren hat. Dabei steht die Freundlichkeit immer an oberster Stelle. Eine verärgerter Stimmung ist selbst nach einer langen Zeit immer unangemessen und unprofessionell.Â
3. Die Absage
Aus jedem Fehler kann man lernen. Hochkarätige Manager behaupten, dass nur die Leute Karriere machen, die sehr viele Fehler gemacht haben. Je höher die Position, um so mehr Fehler haben die bestreffenden Personen gemacht. Führenden Managern wird nachgesagt, dass die Folgen der Fehler weitreichender waren, je höher ihre Position war. Versuchen Sie, eine Absage nicht persönlich zu nehmen und ziehen Sie so viel positives heraus, wie irgendwie möglich. Dann hat diese vermeintliche Niederlage einen sinnvollen Effekt. Jeden Fehler, der Ihnen einmal wiederfahren ist, wird Sie davor bewahren, ihn noch einmal zu machen. Erfahrungsgemäß sind die folgenden Bewerbungen nicht nur erfolgreicher, auch ist in vielen Fällen auch das Arbeitsfeld interessanter. Man wählt einfach bewusster die Arbeitsstelle aus, wenn man sich einige Zeit mit der Materie beschäftigt hat.Nehmen Sie sich einfach die Bewerbung noch einmal vor, analysieren Sie die Bewerbung mit den Erkenntnissen, die Sie aufgrund des Gelernten und des Erfahrenen gemacht haben und starten Sie hochmotiviert einen erneuten Versuch.Â
Das Stress-Interview
Bewerber, die sich bevorzugt in kleineren Unternehmen bewerben, werden vielleicht nicht die Gelegenheit bekommen, ein Stressinterview führen zu müssen. Das heißt nicht, dass diese Situation ausgeschlossen ist. Alle anderen Bewerber sollten sich darauf jedoch gut vorbereiten. In jedem Gespräch mit dem Personalmanager sollten Sie hell wach und extrem aufmerksam sein. Gute Personaler neigen dazu, Ihre Schwächen finden zu wollen. Wetten, Sie finden welche? Das ist allerdings nicht die Frage, die Frage ist viel mehr, wie viele Makel Sie preis geben.Klären wir doch allerdings erst einmal, auf welche Attacken Sie sich einstellen sollten. Gehören Sie zu den Bewerbern, die im Gegensatz zu Ihren Kommilitonen direkt nach der Schule studiert haben? Selbst im Studium waren Sie diszipliniert und sind in der Regelzeit oder schneller fertig gewesen? Glückwunsch, Sie sind der Idealkandidat! Doch kann es sein, dass Sie sich Anspielungen auf Ihr Alter gefallen lassen müssen, Ihre Frisur kritisiert wird, und bevor Sie wutschnaubend den Raum verlassen, oder dem Gegenüber die Meinung sagen können, tituliert man Ihren Anzug als Karnevalskostüm mit einer Clownskrawatte. Sie denken gerade, dass alles frei erfunden ist? Weit gefehlt, diese persönlichen Angriffe sind Teil des Interviews. Nun kommt es darauf an, dass Sie diesem Psychotrick nicht erliegen. Durch ein paar pfiffige Antworten nehmen Sie elegant dem Gegenüber den Wind aus den Segeln und punkten entscheidend.Einige Personaler testen Ihre Bewerber nicht nur auf der fachlichen Ebene, sondern auch auf menschliche Gesichtspunkte. Können Sie mit Kritik umgehen, haben Sie Selbstvertrauen, wie reagieren Sie, wenn Sie unter Zeitdruck stehen, sind Sie in der Lage Fehler einzugestehen, manche simulieren Situationen, bei denen Sie nicht gewinnen können. Versicherungskonzerne greifen gern darauf zurück. Auch das Stressinterview beginnt ganz normal und harmlos, ein paar auflockernde Worte, um die Anspannung aus dem Gespräch nehmen. Nach drei bis fünf Minuten wird aus dem lockeren Gespräch unter Umständen eine psychologische Folter. Neben den schon zuvor erwähnten Beleidigungen neigen einige Personalleiter zu provokanten Behauptungen, die kaum Grenzen kennen. Gerade diejenigen Bewerber, die sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen, werden die eine oder andere Überraschung erleben. Man wird Ihnen das Wort im Munde umdrehen und Ihre Rechtfertigungen bewusst falsch verstehen. Eine gemeine Strategie, um Sie aus der Fassung zu bringen. Dabei ist es so wichtig, dass Sie die Ruhe bewahren und Grenzen stecken. Ziehen Sie sich auf keinen Fall in Ihr Scheckenhaus zurück, aber laufen Sie auch nicht los, wie ein wildgewordener Stier. Bleiben Sie neutral, freundlich aber auf jeden Fall bestimmt. Sie müssen sich nicht alles gefallen lassen. Stecken Sie ganz klar Grenzen, wenn diese überschritten sind. Behauptungen, die nicht kausal begründet sind oder nicht der Wahrheit entsprechen, können Sie auch gern mit einer Gegenfrage kommentieren. Allerdings sollten Sie niemals den Fehler begehen und sich rechtfertigen. Jemand, der sich rechtfertigt, hat auch etwas zu verbergen. Sie haben aber nichts zu verbergen. Antworten Sie kurz und knapp, freundlich und nett. Lange Erklärungen und Ausführungen geben auch Gelegenheiten für verknüpfende Fragen. Unter Umständen könnte sich hieraus auch eine unangenehme Situation entwickeln. Auf falsche Behauptungen können Sie reagieren, indem Sie auf eine subjektive Wahrnehmung hinweisen, oder dass man diese Auffassung nicht nachvollziehen kann, wie sich denn dieser Eindruck begründen lässt. Seien Sie kreativ in Ihrer Reaktion, indem Sie den Ball freundlich zurück werfen. Grenzen setzen mag dem einen oder anderen Bewerber als unangemessen erscheinen, da man sich um einen Job bewirbt. Dies ist grundsätzlich richtig, aber Sie bieten auch Ihre Arbeitskraft an, die der Stellenanbieter sucht. Somit besteht ein Abhängigkeitsverhältnis. Des weiteren gelten Menschen, die Grenzen stecken als selbstbewusst und durchsetzungsstark. Dies ist gerade für Bewerber, die sich auf eine Führungsposition bewerben eine wichtige Eigenschaft. Andere Personalmanager lieben es den Bewerber durch eine bildhafte Berglandschaft zu führen. Kurze Einführung, Provokation und dann minutenlanges Schweigen und der Blick in Ihre Augen. Tipp, wer zuerst weg schaut hat verloren, ein altes aber beliebtes Spiel, was im Vorfeld Übung bedarf. Verkrampfen Sie aber nicht vor Ihrem Gegenüber. Ihr Gegenüber ist übrigens auch ein gutes Stichwort. Sofern Sie das Gespräch in einem Konferenzraum führen und freie Platzwahl haben, wählen Sie einen Platz mit Blick auf die Tür. Damit haben Sie jederzeit Überblick über die Geschehnisse im Raum. Allerdings werden Sie wahrscheinlich selten in die Situation kommen, den Platz frei wählen zu dürfen. Abschließend werden wir noch einmal einige wichtige Punkte zusammenfassen, die Sie im persönlichen Gespräch mit dem Personaler beachten sollten.Â
Tipps für das persönliche Bewerbergespräch
Bewahren Sie in jeder Situation die Ruhe!Hören Sie genau zu!Stellen Sie Fragen, wenn Sie die Meinung nicht teilen können, wer fragt, der führt! Werden Sie nie persönlich, auch wenn Ihnen dies wiederfahren ist! Machen Sie kurze Pausen, bevor Sie antworten, damit verschaffen Sie sich Zeit!Halten Sie Augenkontakt!Sitzen Sie aufrecht!Verkrampfen Sie nicht beim Sitzen!Setzen Sie Grenzen, wenn es persönlich wird!Private Fragen sind nicht relevant und brauchen nicht beantwortet werden, sofern Sie nicht unabdingbar für Ihren zukünftigen Job sind!Die Tipps sind kein Garant für eine Einstellung, aber Sie verbessern Ihre Chance in die engere Wahl zu kommen. Sie entsinnen sich, letztlich bestimmt nicht Ihre fachliche Kompetenz, sondern die Anzahl der Parameter der emotionalen Übereinstimmungen.Â
Die Selbstanalyse
Selbstanalyse
Wer wünscht sich nicht einen Job, der zu einem passt, der Spaß macht und bei der man mit Leidenschaft bleibt? Entscheidend sind die persönlichen Ziele, Wünsche, Fähigkeiten und Neigungen.
Die berühmten ”W-Fragen” aus der Schulzeit kommen an dieser Stelle zum Einsatz.
Wer bin ich?
Welche Fähigkeiten habe ich?
Was sind meine Ziele?
Welche Ziele kann ich mit meinen Fähigkeiten erreichen?
Eine strukturierte Vorgehensweise erleichtert hierbei Vieles. Mit dem sogenannten “Adenauer Kreuz”gelingt dies am einfachsten. Es basiert auf der Vorgehensweise Konrad Adenauers. Für die zahlreichen Entscheidungen, die zu treffen waren, behalf er sich eines einfachen Tricks. Auf einem weißen Blatt skizzierte er ein T-Kreuz. Die beiden Seiten wurden mit Pro und Contras gefüllt. Nach einer ausgiebigen Bedenkzeit wurden die positiven und die negativen Gründe addiert. Die größere Zahl steht für die Entscheidung. Im übertragenden Sinn bedeutet das, eine Liste anzufertigen, in der die Fragen beantwortet werden. Dabei sollte man sich Zeit lassen, da es sich hierbei um eine mittelfristige Entscheidung handelt. Manchen fällt es schwer, eine Art Checkliste anzufertigen. Die Hobbys, die Sprachen, die man gerne spricht, die Fähigkeiten und Kenntnisse am Computer, die Berufsfelder, in denen man gerne ist oder war. Das sind alles Anhaltspunkte, die in der Selbstanalyse bedacht werden müssen.
Die eigenen Stärken sollten mit dem Stellenangebot weitgehend übereinstimmen. Der Personaler wird die Stärken des Bewerbers mit dem Jobprofil vergleichen und danach eine Entscheidung treffen. Nur wer die eigenen Stärken und Schwächen kennt, wird Erfolge feiern! Also eine lohnenswerte Investition in Ihre Zukunft. Man kann dabei auch Freunde, Familie und Bekannte mit einbeziehen. Manchmal kennt das Umfeld die Stärken und Schwächen besser als man selbst.
Was will ich?
Natürlich hat man Wünsche und Träume, doch was sind die konkreten Ziele? zu wissen, was man für die berufliche Zukunft will, ist nicht einfach. Viele Studenten studieren zwei Studienfächer oder man machen zwei Ausbildungen gleichzeitig, um sich einfach absichern zu können. Meist führt diese Methode aber nicht zu dem gewünschten Erfolg.
So wird das Sicherheitsdenken zum absoluten Fiasko. Die Einen mögen sich jetzt hier wiederfinden, die Anderen denken, dass es sich dabei nur um Einzelfälle handelt. Weit gefehlt, ein Großteil der S”uchenden” in Deutschland verfährt nach dem erwähnten Muster. Viele Menschen nehmen sich in ihrem Leben einfach zuviel vor. Der Grund ist in vielen Fällen, die Angst vor dem Versagen, arbeitslos zu werden. Die meisten Menschen kennen Ihre Stärken und Schwächen nicht.
Es gibt viele Methoden, seine Stärken und Schwächen herauszufinden. Einige dieser Methoden werden wir hier anführen. Im Internet finden sich Tools, die zur Selbsteinschätzung dienen. Man nennt diese Tools Job-Checks, Self Assessments oder interaktive Tests. Alle Tests haben den Vorteil, dass man Sie in aller Ruhe zu Hause am PC durchführen kann. Man sollte jedoch ein bisschen Zeit für diese Tests haben. Bei jedem Test ist das Ergebnis von der Eingabe abhängig. Eine möglichst ehrliche und genaue Eingabe der Daten, bringt demjenigen mehr. Diese Tests geben einen Überblick über die Fähigkeiten und Interessen sowie berufliche Chancen.
Bei den Verlagen für Pädagogik und Psychologie stehen geeignete Werke über Selbsteinschätzungstests bereit. Diese Tipps sollten nicht nur Berufsanfänger beherzigen, sondern auch Bewerber, die schon lange im Berufsleben stehen und nicht so glücklich in ihrem Job sind. Neben der Tatsache, dass Menschen im neuen Job mehr Spaß haben werden, können sich Menschen, die ihre Ziele kennen, auch besser in einem Vorstellungsgespräch präsentieren. Einige Unternehmen, die sehr vertriebslastig sind, unterstützen ihre Mitarbeiter in der Anfertigung eines Struktogramms. Ein Struktogramm gibt Aufschluss darüber, ob jemand sachlich, emotional oder direkt zielorientiert handelt. Dieses Struktogramm kann man auch außerhalb eines Unternehmens anfertigen lassen. Interessant sind die Tests übrigens auch in Hinblick auf die Gehaltsverhandlung: “Je mehr soziale Kompetenzen ein Bewerber neben seinen fachlichen Kompetenzen vorweisen kann, um so stärker ist seine Position natürlich auch während der Gehaltsverhandlung”, betont Tim Böger, Geschäftsführer der Hamburger Vergütungsberatung Personal Markt. Meist fällt dann auch das Gehalt höher aus.
Welche Fähigkeiten haben Sie?
Auf dem Adenauer Kreuz sind nun also Stärken und Schwächen aufgelistet, auch die Ziele werden niedergeschrieben. auf einem neuen weißen Blatt werden alle Eigenschaften und Anforderungen aufgeschrieben, die zur Besetzung der neuen Stelle vorausgesetzt werden. Nachdem fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten aufgeschrieben sind, werden die persönlichen Fähigkeiten (Soft Skills) genannt. Schließelich werden die eigenen Stärken und Schwächen den Anforderungen gegenübergestellt. Es müssen nicht unbedingt hundert Prozent der Anforderungen erfüllt werden, es sollte jedoch die Mehrzahl der Anforderungen sein.
Fazit:
Onlinetests helfen bei der Selbsteinschätzung und können Personen bei der Berufswahl und beim Jobwechsel unterstützen. Ob jemand jedoch ein erfolgreicher Arzt oder Unternehmer wird, können sie nicht vorhersagen.
Und noch etwas: Wer mehrere Tests absolviert, fährt generell besser. Wer sich nicht nur auf einen Test verlässt, kann Tendenzen besser erkennen und möglicherweise fehlerhafte Einschätzungen minimieren. Wichtig ist aber auch, dass die Anwender beim Ausfüllen der Fragebögen ehrlich sind. Denn nur so können sie auch eine kompetente Einschätzung bekommen.Â
Der Bewerber sollte sich Schritt für Schritt vorstellen, wie die Karriere aussehen soll. Welche Stufen der Werdegang haben soll, welche Aufgaben übernommen werden sollen und wie Probleme gelöst werden. Schreibt man nun die Vorstellungen auf, hat man soeben seine Ziele formuliert.
Socialising
Im Marketing gibt es einen Fachbegriff für diejenigen, die auf jeder Party zu sehen sind und sich mit vielen Leuten unterhalten. Man hat eine Menge Spaß und lernt man auch viele Menschen kennen. Im übertragenen Sinn heißt das, dass sie Kontakte machen.
Es ist kein Geheimnis, dass Menschen mit vielen guten Kontakten, es sich mit der Karriere leichter tun. Die guten Stellen werden häufig unter der Hand vergeben, weil man einfach jemanden mit entsprechenden Qualifikationen kennt. Man lässt gewissermaßen Kontakte spielen. Die Mehrheit verfügt allerdings nicht über diese Kontakte in der notwendigen Breite. Das Problem kann man zwar nicht kurzfristig lösen, aber als Networker lässt es sich einfacher leben. Der Besuch von Visitenkartenparties bietet eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Je größer das entstandene Netzwerk, um so einfacher bieten sich Chancen und Möglichkeiten für den beruflichen Weg. Ein Networker bleibt selten lange arbeitslos, bekommt die besseren Stellen und macht so schneller Karriere. Viele Networker sortieren Ihre Kontakte, indem sie Beziehungen aus verschiedenen Gründen nicht pflegen oder eben besser pflegen. Mag sein, dass der eine Bekannte von der Party keine leitende Position hat, oder sogar arbeitslos ist. Vielleicht ist es gerade aber derjenige, der über gute Kontakte verfügt und Sie vermitteln kann.
Falsche Arroganz ist fehl am Platz. Manchmal haben die kleinsten Fische die besten Kontakte, weil sie so klein sind und auch unterschätzt werden. Bis man die entsprechenden Kontakte zusammen hat, muss das Vorhandene genügen. Das sind in der Regel Familie, Bekannte, langjährige Freunde, ehemalige Arbeitskollegen. Die Aktivität in Vereinen oder Interessengemeinschaften, bietet zusätzlich die Möglichkeit Kontakte aufzubauen. Ein Arbeitsangebot anzugeben, ist den meisten Menschen eher peinlich, besonders wenn die Suche länger als sechs Monate dauert. Diese Bescheidenheit kann fatale Folgen haben. Dem Umfeld sollte man also nicht verschweigen, dass man Arbeitssuchender ist, sonst wird auch kein Job angeboten. Ärgerlich, wenn der Traumjob einem durch die Lappen geht. Also, fängt man mit der Publikation an, sobald es zur Arbeitslosigkeit kommt, also am Tag der Kündigung. Dann kann man sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis bewerben, was immer einen besseren Eindruck hinterlässt. Â
Die meisten Kontakte geschehen rein zufällig, daher ist es wichtig, dass Sie sich unter die Menschen mischen, um Fortuna zu Ihrem Vorteil ausnutzen zu können. Stellen Sie Fragen, wenn Sie neue Leute treffen. Fragen Sie nach Gemeinsamkeiten, Hobbys oder beruflichem Werdegang. Für Studenten/Absolventen gibt es einen besonderen Weg, für sich zu werben. Jedes Jahr im Herbst findet ein Absolventenkongress statt. Viele Unternehmen nutzen diese Messe, um ihr Unternehmen vorzustellen und Kontakte zu knüpfen. Es werden auf diesen Messen Adressen, Telefonnummern und Bewerbungsmappen ausgetauscht. Man sollte somit einige Kurzbewerbungen mitnehmen und seine Visitenkarten griffbereit haben. Auf solchen Messen ist es ratsam, wenn Sie sich zu jedem Unternehmen Notizen machen.Â
Soft Skills setzen mit dem Telefon!
Jeder Bewerber sollte - bevor er seine Bewerbung schreibt und versendet - den telefonischen Kontakt zu der Unternehmung suchen. Sie erhöhen je nach Gesprächsablauf Ihre Chance um bis zu 100%. Verwunderlich, dass nur 8% bis 10% diese Möglichkeit nutzen.Â
1.  Recherche
Wir haben im oberen Absatz über Informationssuche zu dem Unternehmen gesprochen. Ein Telefonat sollte nicht dazu dienen, dass Sie den Personaler ausfragen, wie das Unternehmen aufgestellt ist, aber Sie erfahren vielleicht die eine oder andere Information. Große Unternehmen verfügen auch über Pressemappen, die sie verschicken. Diese werden übrigens auch auf Messen ausgegeben.Â
2. Nachhaken
Gute Unternehmen versenden innerhalb der ersten drei Wochen eine Eingangsbestätigung. In den meisten Fällen wird darauf hingewiesen, dass die Bewerbung eingegangen ist und sich das Bewerbungsverfahren etwas verzögert. Je nachdem wann Sie die Eingangsbestätigung erhalten haben, können Sie zwischen der vierten und sechsten Woche den Kontakt suchen und sich erkundigen, welchen Status das Bewerbungsverfahren hat. Dabei steht die Freundlichkeit immer an oberster Stelle. Eine verärgerter Stimmung ist selbst nach einer langen Zeit immer unangemessen und unprofessionell.Â
3. Die Absage
Aus jedem Fehler kann man lernen. Hochkarätige Manager behaupten, dass nur die Leute Karriere machen, die sehr viele Fehler gemacht haben. Je höher die Position, um so mehr Fehler haben die bestreffenden Personen gemacht. Führenden Managern wird nachgesagt, dass die Folgen der Fehler weitreichender waren, je höher ihre Position war. Versuchen Sie, eine Absage nicht persönlich zu nehmen und ziehen Sie so viel positives heraus, wie irgendwie möglich. Dann hat diese vermeintliche Niederlage einen sinnvollen Effekt. Jeden Fehler, der Ihnen einmal wiederfahren ist, wird Sie davor bewahren, ihn noch einmal zu machen. Erfahrungsgemäß sind die folgenden Bewerbungen nicht nur erfolgreicher, auch ist in vielen Fällen auch das Arbeitsfeld interessanter. Man wählt einfach bewusster die Arbeitsstelle aus, wenn man sich einige Zeit mit der Materie beschäftigt hat.Nehmen Sie sich einfach die Bewerbung noch einmal vor, analysieren Sie die Bewerbung mit den Erkenntnissen, die Sie aufgrund des Gelernten und des Erfahrenen gemacht haben und starten Sie hochmotiviert einen erneuten Versuch.Â
Das Stress-Interview
Bewerber, die sich bevorzugt in kleineren Unternehmen bewerben, werden vielleicht nicht die Gelegenheit bekommen, ein Stressinterview führen zu müssen. Das heißt nicht, dass diese Situation ausgeschlossen ist. Alle anderen Bewerber sollten sich darauf jedoch gut vorbereiten. In jedem Gespräch mit dem Personalmanager sollten Sie hell wach und extrem aufmerksam sein.
Gute Personaler neigen dazu, Ihre Schwächen finden zu wollen. Wetten, Sie finden welche? Das ist allerdings nicht die Frage, die Frage ist viel mehr, wie viele Makel Sie preis geben.Klären wir doch allerdings erst einmal, auf welche Attacken Sie sich einstellen sollten. Gehören Sie zu den Bewerbern, die im Gegensatz zu Ihren Kommilitonen direkt nach der Schule studiert haben? Selbst im Studium waren Sie diszipliniert und sind in der Regelzeit oder schneller fertig gewesen? Glückwunsch, Sie sind der Idealkandidat! Doch kann es sein, dass Sie sich Anspielungen auf Ihr Alter gefallen lassen müssen, Ihre Frisur kritisiert wird, und bevor Sie wutschnaubend den Raum verlassen, oder dem Gegenüber die Meinung sagen können, tituliert man Ihren Anzug als Karnevalskostüm mit einer Clownskrawatte. Sie denken gerade, dass alles frei erfunden ist? Weit gefehlt, diese persönlichen Angriffe sind Teil des Interviews. Nun kommt es darauf an, dass Sie diesem Psychotrick nicht erliegen. Durch ein paar pfiffige Antworten nehmen Sie elegant dem Gegenüber den Wind aus den Segeln und punkten entscheidend.
Einige Personaler testen Ihre Bewerber nicht nur auf der fachlichen Ebene, sondern auch auf menschliche Gesichtspunkte. Können Sie mit Kritik umgehen, haben Sie Selbstvertrauen, wie reagieren Sie, wenn Sie unter Zeitdruck stehen, sind Sie in der Lage Fehler einzugestehen, manche simulieren Situationen, bei denen Sie nicht gewinnen können. Versicherungskonzerne greifen gern darauf zurück. Auch das Stressinterview beginnt ganz normal und harmlos, ein paar auflockernde Worte, um die Anspannung aus dem Gespräch nehmen. Nach drei bis fünf Minuten wird aus dem lockeren Gespräch unter Umständen eine psychologische Folter. Neben den schon zuvor erwähnten Beleidigungen neigen einige Personalleiter zu provokanten Behauptungen, die kaum Grenzen kennen. Gerade diejenigen Bewerber, die sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen, werden die eine oder andere Überraschung erleben. Man wird Ihnen das Wort im Munde umdrehen und Ihre Rechtfertigungen bewusst falsch verstehen. Eine gemeine Strategie, um Sie aus der Fassung zu bringen. Dabei ist es so wichtig, dass Sie die Ruhe bewahren und Grenzen stecken. Ziehen Sie sich auf keinen Fall in Ihr Scheckenhaus zurück, aber laufen Sie auch nicht los, wie ein wildgewordener Stier. Bleiben Sie neutral, freundlich aber auf jeden Fall bestimmt. Sie müssen sich nicht alles gefallen lassen. Stecken Sie ganz klar Grenzen, wenn diese überschritten sind. Behauptungen, die nicht kausal begründet sind oder nicht der Wahrheit entsprechen, können Sie auch gern mit einer Gegenfrage kommentieren. Allerdings sollten Sie niemals den Fehler begehen und sich rechtfertigen. Jemand, der sich rechtfertigt, hat auch etwas zu verbergen. Sie haben aber nichts zu verbergen.
Antworten Sie kurz und knapp, freundlich und nett. Lange Erklärungen und Ausführungen geben auch Gelegenheiten für verknüpfende Fragen. Unter Umständen könnte sich hieraus auch eine unangenehme Situation entwickeln. Auf falsche Behauptungen können Sie reagieren, indem Sie auf eine subjektive Wahrnehmung hinweisen, oder dass man diese Auffassung nicht nachvollziehen kann, wie sich denn dieser Eindruck begründen lässt. Seien Sie kreativ in Ihrer Reaktion, indem Sie den Ball freundlich zurück werfen. Grenzen setzen mag dem einen oder anderen Bewerber als unangemessen erscheinen, da man sich um einen Job bewirbt. Dies ist grundsätzlich richtig, aber Sie bieten auch Ihre Arbeitskraft an, die der Stellenanbieter sucht. Somit besteht ein Abhängigkeitsverhältnis. Des weiteren gelten Menschen, die Grenzen stecken als selbstbewusst und durchsetzungsstark. Dies ist gerade für Bewerber, die sich auf eine Führungsposition bewerben eine wichtige Eigenschaft. Andere Personalmanager lieben es den Bewerber durch eine bildhafte Berglandschaft zu führen. Kurze Einführung, Provokation und dann minutenlanges Schweigen und der Blick in Ihre Augen. Tipp, wer zuerst weg schaut hat verloren, ein altes aber beliebtes Spiel, was im Vorfeld Übung bedarf. Verkrampfen Sie aber nicht vor Ihrem Gegenüber. Ihr Gegenüber ist übrigens auch ein gutes Stichwort. Sofern Sie das Gespräch in einem Konferenzraum führen und freie Platzwahl haben, wählen Sie einen Platz mit Blick auf die Tür. Damit haben Sie jederzeit Überblick über die Geschehnisse im Raum. Allerdings werden Sie wahrscheinlich selten in die Situation kommen, den Platz frei wählen zu dürfen. Abschließend werden wir noch einmal einige wichtige Punkte zusammenfassen, die Sie im persönlichen Gespräch mit dem Personaler beachten sollten.Â
Tipps für das persönliche Bewerbergespräch
Bewahren Sie in jeder Situation die Ruhe!Hören Sie genau zu!Stellen Sie Fragen, wenn Sie die Meinung nicht teilen können, wer fragt, der führt! Werden Sie ne persönlich, auch wenn Ihnen dies wiederfahren ist! Machen Sie kurze Pausen, bevor Sie antworten, damit verschaffen Sie sich Zeit!Halten Sie Augenkontakt!Sitzen Sie aufrecht!Verkrampfen Sie nicht beim Sitzen!Setzen Sie Grenzen, wenn es persönlich wird!Private Fragen sind nicht relevant und brauchen nicht beantwortet werden, sofern Sie nicht unabdingbar für Ihren zukünftigen Job sind!Die Tipps sind kein Garant für eine Einstellung, aber Sie verbessern Ihre Chance in die engere Wahl zu kommen. Sie entsinnen sich, letztlich bestimmt nicht Ihre fachliche Kompetenz, sondern die Anzahl der Parameter der emotionalen Übereinstimmungen. Â
Das Praktikum
Für manche Studiengänge ist es notwendig ein Praktikum vor Studienantritt zu absolvieren. Manche FHs verlangen ein bis zwei Praktika während des Studiums. Grundsätzlich steigert man seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn man Praktika oder berufliche Erfahrungen vorweisen kann. Darüber hinaus kann man bei einem Praktikum auch ganz leicht selbst erfahren, welche Tätigkeiten einem Spaß machen und in welcher Richtung man sein Studium spezialisieren möchte. Ein Praktikum ist grundsätzlich nicht vergütet, da der Lern- und Orientierungsgedanke im Vordergrund steht. Dennoch gibt es viele Unternehmen, die als Anerkennung für die Leistung eine kleine Vergütung ausgeben. Große Konzerne zahlen auch schon fast ein halbes Gehalt aus. Welchen Stellenwert die Vergütung und das Lernen im Praktikum haben soll, muss jeder für sich selbst entscheiden. In vielen kleinen Unternehmen, mit einer geringen Vergütung hat man oft eher die Möglichkeiten in Bereiche Einsicht zu erhalten, die einem in großen Unternehmen verwährt bleiben. Einge Sites auf denen Ihr euch für Praktika bewerben könnt, haben wir euch unten aufgelistet.   Â
Unsere TOP PARTNERÂ
www.praktikum.info
www.praktikanten.net
weitere Seiten auf denen Praktika angeboten werden:Â Â
www.stellenboersen.de/praktika
www.praktikum-service.de
www.planetpraktika.de
www.praktikum.com
www.jobrapido.de
www.praktika.de
www.gigajob.de
www.jobber.de
Auslandspraktika
